Hambach führt nun doch keine Pferdesteuer ein

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Die Einnahme wäre ordentlich, der Aufwand allerdings auch – von rechtlichen Auseinandersetzungen ganz zu schweigen. Es gibt für die Ortsgemeinde Hambach aber noch andere „nachvollziehbare

Die Einnahme wäre ordentlich, der Aufwand allerdings auch – von rechtlichen Auseinandersetzungen ganz zu schweigen. Es gibt für die Ortsgemeinde Hambach aber noch andere „nachvollziehbare Gründe“, auf die Erhebung einer Pferdesteuer zu verzichten: Innerhalb der Verbandsgemeinde ist die Abgabe in keiner Ortschaft geplant, es würde eine Sportart besteuert, Landschaftspflege durch Beweidung reduziert, und für die Registrierung wäre beträchtliche Verwaltungsarbeit zu leisten. In der Sitzung am Donnerstag entschied sich der Gemeinderat gegen eine Pferdesteuer, erklärte Ortsbürgermeister Peter Sehr auf Anfrage, will aber die Entwicklung in Rheinland-Pfalz und Hessen weiter beobachten und das Thema eventuell zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal aufgreifen. Dabei wäre bei rund 100 Tieren in der Gemarkung ein Betrag von jeweils 200 Euro schon eine erkleckliche Einnahme für den Ort. Allerdings haben Argumente von Vereinen und Verbänden bei einer Anhörung überzeugt, und auch die ablehnende Haltung in anderen Gemeinden hat ihre Wirkung unter den Hambacher Ratsmitgliedern nicht verfehlt. Zudem hat sich ergeben, dass überall dort, wo Steuern zu entrichten sind, Pferde schnell abgezogen und in günstigere Gegenden verlagert werden. In einem Fall schrumpfte die Anzahl der Tiere um rund 30 Prozent, berichtete der Ortsbürgermeister.

(hbw)

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