Jagdklub Limburg appelliert

Hasenpest wütet weiter

Mit der neuen Jagdverordnung in Hessen sind die heimischen Jäger nicht glücklich. Außerdem weisen sie darauf hin, dass die Hasenpest, die auch für Menschen gefährlich sein kann, noch nicht überstanden ist.

Wer im Wald spazieren geht, sollte seinen Hund auf jeden Fall angeleint lassen. Hintergrund ist die Hasenpest, die auch für Menschen gefährlich werden kann. „Gerade die Hasenbesätze sind durch diese Seuche stark angegriffen worden“, sagte der Vorsitzende des Limburger Jagdklubs, Michael Schales, in der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Lindenholzhausen. Wer auf verendete Hasen stoße, solle die toten Tiere auf keinen Fall anfassen und sie umgehend dem zuständigen Jäger melden.

Michael Schales ging auch auf die neuen Herausforderungen für die Jäger ein, die sich durch die Einführung der neuen Jagdverordnung in Hessen ergeben. „Die neue Jagdverordnung macht uns unser Engagement nicht leichter. Viele Änderungen wären in dieser Form nicht notwendig gewesen, ihre Sinnhaftigkeit bleibt abzuwarten. Wir werden indessen nicht in unserem Engagement nachlassen und uns trotz aller Ungereimtheiten weiter für die Pflege der heimischen Wildbestände und ihrer Lebensräume einsetzen“, sagte Schales. Kreisjagdberater Hilmar von Schenk appellierte an die Jäger trotz der Erschwernisse durch die neue Jagdverordnung nicht in ihrem Engagement nachzulassen.

Schales hob in seinem Jahresbericht besonders das Engagement des Bläsercorps’ des Jagdclubs hervor, das im vergangenen Jubiläumsjahr, dem 90-jährigen Vereinsbestehen, zahlreiche Veranstaltungen begleitet und bereichert habe. Auch das Bläsercorps habe im vergangenen Jahr Jubiläum gefeiert – sein 50-jähriges Bestehen. „Das Bläsercorps ist seit einem halben Jahrhundert eines der wichtigsten Aushängeschilder des Jagdklubs“, sagte Schales. „Die Pflege des Jagdhornblasens bedeutet gelebtes Brauchtum und ist mit höchstem Engagement verbunden.“

Die anschließende Hegeschau bot die Gelegenheit, sich einen Überblick über die Qualität des Wildbestands in unserer Region zu machen. „Wenn auch die Trophäe nicht als alleiniger Weiser für die Qualität des Wildbestands zu sehen ist, und es nicht um Rekorde oder die Erfüllung von Formeln oder Tabellenwerten geht, ist sie dennoch ein Indikator dafür, wie die Lebensumstände für unser Wild in der Region sind“, sagte der Vorsitzende.

Kreisjagdberater Hilmar von Schenk referierte die Strecken des erlegten Wildes. Vor dem Hintergrund der afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild wies er daraufhin, das Schwarzwild scharf, aber weidgerecht zu bejagen.

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