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Ein bewegender Anblick: Marc-Andre Kubitza umrundete den Dhaulagiri in Nepal.

Bergtour

Himalaya-Gipfel zum Greifen nah: Marc-André Kubitza auf einem Abenteuerurlaub der besonderen Art

Der 27-jährige Lohrheimer Marc-André Kubitza war Ende letzten Jahres auf der „Tour seines Lebens“. Er war am Rand des Himalaya.

Lohrheim - Als naturverbunden und sportlich aktiv bezeichnet sich Marc-André Kubitza selbst – und für Abenteuer aufgeschlossen. Während der Otto-Normal-Verbraucher unter uns seinen Jahresurlaub gepflegt in Mitteleuropa am Meer oder in den Bergen verbringt – da geht Kubitza lieber auf Abenteuerreise. Ende vergangenen Jahres führte ihn das Abenteuer gemeinsam mit seinem Onkel und zehn weiteren Personen an den Rand des Himalaya. Ziel der Reisegruppe war der Dhaulagiri in Nepal.

Als westlichsten 8000er Nepals sieht man den Dhaulagiri bereits vor der Ankunft in Kathmandu beim Landeanflug aus dem Flugzeug. Die markante Gestalt des 8167 Meter hohen Berges bestimmt das Panorama des abwechslungsreichen und anspruchsvollen Zelttrekkings. Die Region zählt zum kulturellen Welterbe der Unesco. „Die rund dreiwöchige Reise begann für uns Bergsteiger mit einer Wanderung durch das subtropische Mittelgebirge des Myagdi Khola“, erläuterte der Hobbyjäger.

Sherpas begleiten die deutsche Reisegruppe. Der Pfad führte stetig bergauf, durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen, bevor man die alpine Region über 4000 Meter erreicht und sich eine Welt aus Fels und Eis auftut.

„Das ist dann die erste sogenannte ,Akklimationszone’“, so Kubitza weiter. Die Sherpas sind bestens akklimatisiert, da sie regelmäßig solche Touren machen. Im Basislager des Dhaulagiri ist der Gipfel dann zum Greifen nahe. „Lawinengefahr besteht hier aber regelmäßig“, gibt Kubitza weiter Einblicke seiner Reise. Insofern beschließt der Chef-Sherpa keinen weiteren Aufstieg und die Umrundung des Dhaulagiri setzt sich durch das Hidden Valley und Kali-Gandaki-Tal fort.

„Mit dem French Col und dem Dhampus-Pass haben wir im weiteren Verlauf der Reise zwei 5000er – Pässe überschritten“, erläutert Kubitza weiter. Unglaubliche Eindrücke der Natur hat er dabei gesammelt und Grenzerfahrungen an eigenen Körper erfahren – trotz Energieriegel hat er rund 10 Kilogramm an Gewicht verloren. „Ohne viel Flüssigkeit, die nötige Ausrüstung, alpine Kenntnisse und Erfahrungen im Bergsteigen und Klettern sowie die Führung durch die Sherpas wäre man dem Tod ausgesetzt“, erläutert der Verwaltungsfachangestellte weiter.

Schon der vermeintlich geringe Unterschied von 500 Höhenmetern in der alpinen Region ist gewaltig. „Der Sauerstoffgehalt in diesen Höhen hat drastische Differenzen“.

Kopfschmerzen sind in dieser Höhe an der Tagesordnung. „Es ist zudem keine Seltenheit, dass Trekkingreisende sterben“, gibt Kubitza weitere Eindrücke in seinen Abenteuerurlaub preis. „Man muss den Anweisungen der Sherpas folgen und stets konzentriert sein.“

Am Schluss der Reise ist Kubitza um mehr als eine Erfahrung reicher und sagt: „Dort oben herrschen eigene Gesetze. Man muss Demut mitbringen – Respekt vor den Bergen. Für ungeübte Bergsteiger ist die Reise sicher nicht zu empfehlen – es ist kein Massentourismus.“

Für Kubitza geht es um persönliche Herausforderungen und die Gewalt der Natur. „In diesen Höhen bekommt man einen Kick, den absoluten Gefühlsrausch“.

Zum Abschluss erklärt Kubitza, dass bereits das nächste Abenteuer geplant ist. Diesmal ist Grönland das Ziel des jungen Mannes…

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