Der Hintergrund von Crowdfunding und die Stadtführung durch Limburg

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Crowdfunding, auf Deutsch auch Schwarmfinanzierung oder Gruppenfinanzierung, vermindert das Risiko bei der Umsetzung einer neuen Idee.

Crowdfunding, auf Deutsch auch Schwarmfinanzierung oder Gruppenfinanzierung, vermindert das Risiko bei der Umsetzung einer neuen Idee. Bei neuen Rollenspielen besteht zum Beispiel die Möglichkeit, bestimmte Marken zu setzen. Wird eine vorgegebene Summe überschritten, erhalten die „Crowdfunder“ kleine Geschenke. Hier gibt es Lesezeichen, T-Shirts, Poster, Bilder, die direkt mit dem Spiel verbunden sind, oder beim Einsatz größerer Summen die Spielebox in Leder. Bei „HeXXen 1733“ wurden die gesetzten Marken so schnell überschritten und neue geschaffen, dass es am Schluss schwer wurde, rasch gute Ideen für diese Artikel zu entwickeln. So kamen Mirko Baders Kollegen – als er gerade in Wien im Urlaub war – auf die Idee, den Spiele-Entwickler mit in die Belobigungs-Pyramide einzubauen. Denn: Bei einer Spielemesse hatte er einmal eine kleine Gruppe von Menschen durch die Limburger Altstadt geführt. Das boten sie dann an: Einen Rundgang durch Limburg mit Mirko Bader.

Es ist schon eine reizvolle Idee, sich mit mehreren Hundert Menschen auf den Weg nach Limburg zu machen. „Müssten wir das als Demonstration anmelden?“, fragt er. Wahrscheinlich wird er die Gruppen teilen müssen. Aber klar ist auch: Es ist ein besonderer Preis, mit dabei zu sein und zu sehen, in welcher Gegend der Spiele-Entwickler aufgewachsen ist. Außerdem wird bestimmt geschaut, ob irgendetwas wiedererkennbar ist, vielleicht im Rollenspiel auftaucht. Crowdfunder sind sehr aufmerksam. So wurde schon im Entwicklungsprozess mitgedacht, bekannt gewordene Handlungsstränge und Ebenen auf Plausibilität hin kontrolliert. Zum Beispiel: Auf der ersten Karte, die die Grafiker entworfen hatten, gab es Istanbul. Das hieß aber 1733 Konstantinopel. Musste geändert werden. Auf diesen Fehler waren die Entwickler noch selbst gekommen. Einen anderen fand ein Crowdfunder: Direkt unter der Aufschrift „Heiliges Römisches Reich deutscher Nation“ finden sich in kleinerer Schrift gedruckt die Königreiche und Herzogtümer. Mit dabei das „Königreich Baiern“. Im Spiel ist das so. In Wahrheit war das damals ein Fürstentum. „Aber wenigstens habt Ihr Baiern richtig geschrieben“, wusste der Tipp-Geber. Denn das „y“ ersetzte erst viel später das „i“. Das sind übrigens die I-Tüpfelchen: Die vielen kleinen Details.

(pp)

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