Lars Lücker (links) von der Jugendfreizeitstätte Limburg mit Gemeindepädagoge Stefan Torn als Rentner Wilhelm.

Kirche

Hitzige Diskussionen über Pfarrstellen

Die zweite gemeinsame Synode der Evangelischen Dekanate Runkel und Weilburg in Hadamar war ein weiter Schritt auf dem Weg zur Fusion, die am 1.1.2022 vollzogen sein soll. Wegen der Zahl der künftigen Pfarrstellen gab es hitzige Diskussionen – aber keine Entscheidung.

Weil Delegierte des Dekanats Weilburg am Freitagabend vorzeitig den Heimweg angetreten hatten, und die Synode daher wegen zwei fehlender Stimmen nicht mehr beschlussfähig war, musste der wichtigste Punkt der Tagesordnung gestrichen werden. Das Konzept für die künftigen Pfarrstellen soll nun in der nächsten gemeinsame Synode verabschiedet werden.

Ziel der Gliederung in fünf Nachbarschaftsräume ist die Einsparung von Pfarrstellen im Zeitraum 2020 bis 2024 bei gleichzeitiger Überlebensfähigkeit und Eigenständigkeit der Gemeinden. Zwei Anträge lagen der Synode zur Beschlussfassung vor, in denen der Wunsch zweier Gemeinden auf Wechsel in einen anderen Nachbarschaftsraum formuliert war. Es handelte sich um die Gemeinden Heckholzhausen, die von der Gruppe „West“ in „Süd“ möchte, und Wolfenhausen/Blessenbach, die den „Umzug“ von „Mitte“ nach „Ost“ beantragte. Beide Anträge wurden nach Dekanaten getrennt abgestimmt und jeweils mehrheitlich angenommen. Protokolliert wurde, dass die beiden Wechsel in andere Nachbarschaftsräume in die Pfarrstellenpläne eingearbeitet werden.

Durch diese Veränderungen ergibt sich aber rechnerisch ein andere Zusammensetzung der Pfarrstellen. Für die Arbeitsgruppe, die diese Vorschläge ausgearbeitet und mit der Kirchenleitung der EKHN abgestimmt hatte, bedeutete dies, dass ein großer Teil der Arbeit neu aufgerollt werden muss. In den folgenden, zum Teil hitzigen Diskussionen wurde die Zahl der Pfarrstellen teilweise in Frage gestellt.

Dekanat wird Kita-Träger

Die Satzung zur „Gemeindeübergreifenden Trägerschaft für Kindertagesstätten“ (GÜT) bereitete in der Sitzung in der Vitos-Klinik weniger Probleme. Der Entwurf sieht vor, die Trägerschaft der Kindertagesstätten von den Gemeinden auf das Dekanat zu übertragen, was eine Vereinfachung der Verwaltung bei gleichzeitiger Entlastung der Kita-Leitungen bedeutet. Das individuelle pädagogische Konzept werde dabei nicht berührt. Dafür ist die Satzung stellenweise bewusst allgemein gehalten worden, damit die Kooperationsverträge zwischen Träger und Kita individuell angepasst formuliert werden können. Nach Diskussion und Aussprache wurde die Vorlage mit einer Textergänzung einstimmig bei einer Enthaltung angenommen. Vorerst wird das Evangelische Dekanat Weilburg die Trägerschaft übernehmen, die Gemeinden mit Kindertagesstätten werden in diesem Jahr auf das neue Konzept angesprochen.

Außerdem stimmten die Synodalen sich schon im Winter auf das gemeinsame Sommerfest ein. Ob zu Fuß, per Fahrrad, Kanu oder Traktor – zu dieser Veranstaltung hat sich die Evangelische Jugend der Dekanate Runkel und Weilburg einiges einfallen lassen. Unter dem Hashtag #Bewegung machten die Mitarbeitenden in origineller Weise auf das Event aufmerksam.

Lustige Theatereinlage

Gemeindepädagoge Stefan Tron spielte den Rentner Wilhelm, der sich über Jogger, Walker, Radfahrer und eine Paddlerin auf der Lahn wunderte. Sein Freund Karl alias Dekanatsjugendreferent Edwin Pfuhl setzte sich zu ihm und erklärte ihm, was es mit dem Wort „Hashtag“ auf sich hat und dass damit das Sommerfest am 18. August gemeint ist. Alle Gemeinden der beiden Dekanate sind eingeladen, an diesem Tag um 11 Uhr auf die Schleuseninsel zu kommen – egal wie. Mit dieser Theatereinlage nahm die Evangelische Jugend etwas vorweg, das in den Gremien der beiden Dekanate noch im Detail ausgearbeitet werden muss, nämlich die bevorstehende Fusion.

(oh)

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