Diese Skizze zeigt die einzelnen Bauabschnitte der Burg Schwalbach mit Zeitfenster bis zur endgültigen Fertigstellung. 	Fotos: Kahl
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Diese Skizze zeigt die einzelnen Bauabschnitte der Burg Schwalbach mit Zeitfenster bis zur endgültigen Fertigstellung. Fotos: Kahl

Hochzeit in der Burg

  • VonRolf-Peter Kahl
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Die Sanierungsarbeiten im dritten Bauabschnitt an der Burg in Burgschwalbach liegen im Zeitplan. Davon überzeugte sich gestern Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro.

Die weithin sichtbare Burg ist nicht nur ein markantes Symbol jahrhundertealter regionalgeschichtlicher Wurzeln, sondern vor allem auch ein beliebtes Ausflugsziel. Nachdem im Februar 2006 Zinnen aus der Ringmauer herausgebrochen waren, trägt das im 14. Jahrhundert durch die Grafen von Katzenelnbogen erbaute Wahrzeichen Burgschwalbachs jedoch ein ungewohntes Kleid. Gerüstwerke „zierten und zieren“ die Mauern und den mächtigen Bergfried. Sofortmaßnahmen der Absicherung, umfangreiche Untersuchungen der gesamten Burganlage und dann sich anschließende Sanierungsmaßnahmen, die aufgrund der veranschlagten Gesamtkosten von mehreren Millionen Euro die Arbeiten in mehreren Etappen notwendig machten, forderten alle verantwortlichen Stellen. In 2010 wurde mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen, das wahrscheinliche Ende erhofft man sich in 2017/2018.

Ortstermin

Das rheinlandpfälzische Ministerium der Finanzen und der Landesbetrieb LBB luden zu einem routinemäßig Ortstermin ein, um über den Fortgang der Sanierungsmaßnahmen zu informieren. Neben Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Stefan Schuh (Bauabteilung im Finanzministerium), Thomas Metz (Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, GDKE), Dr. Angela Kaiser-Lahme (ebenfalls GDKE), Holger Basten, Achim Wörmann, Bernd Striedter, Kerstin Neeb (alle LBB) nahmen Landrat Frank Puchtler und Verbandsgemeinde-Bürgermeister Volker Satony am Treffen teil.

Die Arbeiten befinden sich aktuell im dritten Bauabschnitt, und nach Aussage von Projektleiterin Kerstin Neeb wurde die Haushaltsvorlage für den Bauabschnitt 4 in diesen Tagen auf den Postweg gebracht. Ergänzend läuft eine Bestandsanalyse des Torhauses sowie von Palas und Pächterwohnhaus (bis 2012 teilweise als Gastwirtschaft genutzt). Ziel ist ein Gesamtkonzept für die künftige Nutzung der Burganlage, die nach der zusätzlichen Erstellung eines Gutachtens auch zukünftig den „bisher gewohnten“ Gastronomiebetrieb beherbergen soll. Zudem laufen Bestrebungen, die Gastronomie durch Einbezug des Torhauses als zusätzliche Gaststätte umzugestalten und somit Gastronomie für Ausflugsbetrieb nach außen bringen zu wollen. Da die Burg als Burgschwalbachs größtes touristisches Potenzial einzustufen sei und sie zudem an der Strecke zur Sportanlage der TuS Burgschwalbach sowie einem weiteren touristischen Anziehungspunkt, dem Märchenwald, liege, „eine Maßnahme die absolut Sinn macht“, so Salvatore Barbaro. Im derzeitig laufenden dritten Abschnitt, der bei einem Kostenumfang von 3,5 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2014/2015 untergebracht werden musste, wurden unter anderem die Gebäude links und rechts des Bergfriedes saniert, und für dieses Jahr stehen nun alle Fangmauern in Ortsrichtung (Süd/Südwest) an. Derzeit belaufen sich die Kosten insgesamt auf 8,5 Millionen. Der vierte Bauabschnitt sieht die Instandsetzung des Gefängnisturms, der Ringmauer Nord, Nordost, Ost, Südost mit Ostturm sowie der Außenhülle des Torhauses vor. Darin würde sich auch – bei zu erwartendem – positivem Entscheid die erwähnte „Erweiterung der Gastronomie“ befinden, oder unmittelbar anschließen.

Somit wurden am Dienstag Signale gesendet, dass junge Paare alsbald eine standesamtliche Hochzeit in der Burg oder aber ihre Hochzeitsfeier im Palas der Burganlage in ihre Zukunftsplanungen einbeziehen können.

(rpk)

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