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Angepeilt: Sommer 2024 wieder Badesaison in Kirberg

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Von: Petra Hackert

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Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (vorne Mitte) umgeben von dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Jürgen Lang (FBH, von links), den Gemeindevorstandsmitgliedern Andrea Hospach (FDP) und Birgit Schwenk (CDU), Jochen Heckelmann (CDU-Fraktion), der BH-Fraktionsvorsitzenden Sabine Winterwerber, dem Ersten Beigeordneten Robert Krebs (SPD), den Mitarbeitern der Verwaltung Abdulmonem Steif, Ulla Nattermann und Dirk Schmidt sowie Boris Müller (Firma Reuscher) beim ersten Spatenstich für das Kirberger Freibad.
Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (vorne Mitte) umgeben von dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Jürgen Lang (FBH, von links), den Gemeindevorstandsmitgliedern Andrea Hospach (FDP) und Birgit Schwenk (CDU), Jochen Heckelmann (CDU-Fraktion), der BH-Fraktionsvorsitzenden Sabine Winterwerber, dem Ersten Beigeordneten Robert Krebs (SPD), den Mitarbeitern der Verwaltung Abdulmonem Steif, Ulla Nattermann und Dirk Schmidt sowie Boris Müller (Firma Reuscher) beim ersten Spatenstich für das Kirberger Freibad. © Petra Hackert

Das neue Schwimmbad soll rund 4,5 Millionen Euro kosten

Kirberg -Noch ist an der Stelle hinter dem Hünfeldener Rathaus ein riesiges Loch. Das alte Freibad ist verschwunden. Das neue soll an gleicher Stelle entstehen, nur etwas anders gelagert. Neu hinzu kommt ein Kinderbecken. Beide, das Mehrzweck- und das Kinderbecken, werden aus Edelstahl sein, alle Zugänge behindertengerecht. Jetzt war der erste Spatenstich. Für die Eröffnung ist der Sommer 2024 angepeilt.

Der Platz hinter dem Rathaus mit Blick zum Kindergarten hat sich verändert. Erdmassen füllen die Fläche, auf der sich vorher noch das Freibad und die Liegewiese befunden haben. Alles ist weg, der Bagger am Werk. Hier entsteht das neue Kirberger Freibad. Rund 4,5 Millionen Euro soll es kosten. 2,5 Millionen haben die Hünfeldener über Zuschüsse generiert. Alles in allem stattliche Summen. Am Ende, so macht Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (parteilos) deutlich, wird die Gemeinde über ein neues Bad verfügen, das in allen Bereichen behindertengerecht ist. „Es gibt nur eine Treppe“, ergänzt Ulla Nattermann, im Gemeinde-Bauamt mit den Planungen befasst. Und für diese Stelle gibt es einen alternativen Weg.

Hinter eine Eröffnung des Bades im kommenden Jahr macht die Bürgermeisterin ein dickes Fragezeichen. Wie bei allen derzeitigen Baumaßnahmen sei mit Engpässen zu rechnen, allein was das Material angeht. Sommer 2024 - das ist angepeilt. Die Mitglieder des Gemeindevorstands, der Fraktionen, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Jürgen Lang (FBH) - sie alle waren zum ersten Spatenstich gekommen.

„Das alte Bad aus dem Jahr 1955 hatte mittlerweile massive Schäden“, erinnerte die Bürgermeisterin. Stete Wasserverluste, Reparaturen, die immer aufwendiger wurden. Am Ende entschied sich die Gemeindevertretung für den Neubau. Dies nach reiflicher Überlegung.

Dann gibt es auch ein Kinderbecken

Was alle freut: Das neue Bad wird ein Kinderbecken haben, das bisher noch fehlte. Auch werde das Missverhältnis von Schwimmern zu Nichtschwimmern aufgehoben. Das bedeutet: Das übliche Verhältnis von 2:3 (Schwimmer zu Nichtschwimmer) lag in Kirberg bisher bei 7:3. Die Zugänge waren nicht barrierefrei, was es besonders älteren Nutzern und denjenigen, die aus dem „Haus Iris“ sehr gerne das Bad besuchten, schwer machte.

Der Neubau hat eine lange Vorgeschichte. 2014 hatte die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Es folgte die Beantragung von Zuschüssen (und zunächst eine Absage im Rahmen des Bundesprogramms), die Auswahl eines Planungsbüros, weitere Zuschuss-Anträge. Jetzt ist es so: Der Bund fördert die Sanierung mit rund 1,29 Millionen Euro, das Land mit einer Million (SWIM-Programm). Außerdem gibt es 212 000 Euro aus dem LEADER-Programm für das Kinderbecken.

Um künftige Wasserverluste zu vermeiden, werden beide, Mehrzweck- und Kinderbecken, aus Edelstahl sein. Der Beckenkopf wird gegenüber dem Beckenumgang um etwa 33 Zentimeter erhöht. „So kann man sich draufsetzen und gelangt leichter ins Wasser. Die Stufe dient der Inklusion, weil ein Behindertenlift dadurch nicht nötig wird“, so Scheu-Menzer. Badegäste kommen einfacher ins Wasser.

Baulich wird sich die Lage des neuen Mehrzweckbeckens um etwa acht Meter in Richtung der Grundstücksgrenze und um rund 14 Meter in südliche Richtung verschieben, die Wasseroberfläche um etwa zwei Meter abgesenkt. Für Sportschwimmer werden 25-Meter-Schwimmbahnen vorgesehen. Außerdem sollen möglichst viele ebene Flächen für die Badegäste entstehen. „Die Eingangsebene, die Fläche vor den Umkleiden sowie die Beckenumgangsebene liegen zukünftig auf einem Höhenniveau“, erklärte Ulla Nattermann. Auf der Westseite des Beckens wird ein Aufsichtshaus für die Schwimmmeister mit Personal-WC und Sanitätsraum neu gebaut.

Rampen führen zu Terrasse und Flächen

Rampen führen zur Terrasse und den erhöhten Liegeflächen, eine Behindertentoilette und ein Wickeltisch werden im vorhandenen Betriebsgebäude neu eingerichtet. Der Eingangsbereich wird optimiert, ein zweiter Ausgang (auch Fluchtweg) am anderen Ende des Bades neu gestaltet.

Aufbereitungsanlage für das Wasser

Was die Badegäste nicht auf den ersten Blick sehen: Das Freibad erhält eine komplett neue Badewasser-Aufbereitungsanlage innerhalb der vorhandenen Räumlichkeiten mit Filtern, Pumpen, Mess- und Steuerungstechnik.

Zum gerade sehr aktuellen Thema Energie: Seit zehn Jahren sind das Rathaus, das Sportheim, der Kindergarten, einige Anwohner und bisher auch das Freibad an die Biogas-Anlage Heckelmann/Knapp angeschlossen. Das soll auch beim neuen Bad so sein. Petra Hackert

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