Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Bauamtsleiter Dirk Schmidt und Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer (von links) freuen sich über den sanierten Brunnen in Ohren.
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Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Bauamtsleiter Dirk Schmidt und Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer (von links) freuen sich über den sanierten Brunnen in Ohren.

Gute Nachrichten für Hünfelden

Dinge unterstützen, die keiner bezahlen kann

  • VonRobin Klöppel
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Der Landkreis finanziert aus dem Leader-Regionalbudget Wünscheswertes

Mit den Fördermitteln aus dem Leader-Regionalbudget kann der Kreis Limburg-Weilburg kleinere Projekte bis Kosten in Höhe von 20 000 Euro unterstützen. Seit Mitte vergangenen Jahres konnten insgesamt 16 Projekte mit Gesamtkosten von zusammen fast 210 000 Euro gefördert werden. Zuschüsse gab es dafür in Höhe von über 150 000 Euro.

Wie wertvoll diese Förderung ist, konnte Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer (SPD) sehen, als er mit Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (parteilos) drei unterstützte Maßnahmen in Hünfelden ansah. Scheu-Menzer sagte, dass seien alles Dinge, für die im normalen Haushalt oft kein Platz sei. Und doch Projekte, die für die Dörfer und ihre Bewohner sehr wichtig seien.

Aufladestationen

für E-Bikes

Gnadenthal beispielsweise wird an schönen Wochenenden von unzähligen Radlern und Wanderern über den Emsbach-Wörsbach-Radweg aufgesucht, wie die Vorstandsvorsitzende der Jesus-Bruderschaft, Katrin Oestreicher, den Gästen bei einem Rundgang durch die Siedlung berichtete. Für sie gibt es dort nun neue Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie vier Aufladestationen für E-Bikes. Und zudem nagelneu eine über fünf Meter lange Hangrutsche und ein Bodentrampolin. Mit den bestehenden Sitzelementen ergebe sich ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie, wie die Bürgermeisterin weiß.

Im Nehemia-Hof betreibt die Jesus-Bruderschaft, wie Oestreicher erzählte, auch eine Jugendbildungsstätte, die mit 9200 Übernachtungen pro Jahr in normalen Zeiten sehr gut nachgefragt sei. Neben Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiten liege der Schwerpunkt der Arbeit auf Bildungsangeboten aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz. Auch diese Gäste freuen sich natürlich über die neuen Freizeitmöglichkeiten vor Ort.

Für die Spielgeräte gab es eine Förderung in Höhe von 15 988,70 Euro und für die Ladestation für E-Bikes und die Unterstellmöglichkeit für Fahrräder 9798,26 Euro. Auch Kirberg profitierte vom Regionalbudget. Hier wurde ein multifunktionaler Bürgerraum im historischen Gebäude "Al´tes Rathaus" mit Fördermitteln in Höhe von 9672 Euro verwirklicht. Das im späten 18. Jahrhundert erbaute und 1997 nach einem Brand innen sanierte "Alte Rathaus", im alten Kirberger Ortskern, wird eingerahmt von der 1355 errichteten Stadtmauer nebst Burganlage. Im "Alten Rathaus" sind bisher das Standesamt sowie das Heimatmuseum ansässig. Die Fördermittel wurde in diesem Fall dazu verwendet, einen zusätzlichen multifunktionalen, barrierefreien Bürgerraum zu schaffen, als Treffpunkt, für Schulungen oder Vorträge.

"Enorme

Bereicherung"

"Da es in Kirberg kein Dorfgemeinschaftshaus gibt, stellt diese neue Begegnungsstätte eine enorme Bereicherung dar", so Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer. In Ohren wurde der Brunnenplatz im Ortsmittelpunkt mit 15 214 Euro aufgewertet.

Durch Ohren fließt der Hainbach, der früher einmal zwei Brunnen speiste. Von denen existiert heute noch eine Brunnenanlage mit historischer Viehtränke. Diese wurde fachgerecht saniert. Ziel des Projektes war es auch, um diesen Brunnen einen attraktiven Brunnenplatz als Veranstaltungs- und Treffpunkt zu schaffen. Es entstanden eine barrierefrei zugängliche Sitzgruppe und eine schützende Abgrenzung zur Straße, so dass hier künftig regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt werden können.

Wer auch in seinen Orten Projekt plant, die dem Gemeinwohl dienen, kann sich laut Jörg Sauer gerne an den Landkreis wenden, um zu schauen, welche Fördertöpfe hier zur Unterstützung in Frage kämen. Oft gebe es mehr Programme, als man denke, so der Erste Kreisbeigeordnete. So sei Limburg-Weilburg noch ein weiteres Jahr Leader-Förderschwerpunkt, wodurch im kommenden Jahr insgesamt vier Millionen Euro in der Region ausgeschüttet werden könnten.

robin klöppek

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