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Bürgermeister Frank Groos, 1. Beigeordnete Brigitte Sutherland, Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und 1. Beigeordneter Robert Krebs unterzeichneten die Vereinbarung.

Kommunen machen Inventur

Gemeinsam gegen kaputte Straßen

Die Kommunen Elbtal, Brechen und Hünfelden kooperieren bei der Inventur ihrer Straßen. „Vor der Schüppe ist es dunkel“, lautet ein Tiefbauer-Spruch. Damit wollen sich die Kommunen aber nicht abfinden.

Um sich gegen Schlaglöcher und teure Sanierungen zu wappnen, wollen drei Kommunen gemeinsam den Zustand ihrer Straßen erfassen lassen: Vertreter von Elbtal, Brechen und Hünfelden unterzeichneten dazu gestern eine Verwaltungsvereinbarung.

Die meisten Straßen in Deutschland gehören den Gemeinden und Städten, die jährlich viele Millionen Euro investieren müssen im Kampf gegen die Schlaglöcher. Manche Überraschungen könnten vermieden werden, wenn es denn genauere Zustandsberichte gäbe. Und genau da setzt das Land Hessen nun an mit einer Förderung interkommunaler Projekte.

Fachleute sollen 360°-Aufnahmen erstellen, die mit Geodaten verknüpft werden. So lässt sich am Computer-Bildschirm jeder Schaden begutachten und einschätzen. Die Daten sollen mit weiteren Katastern (z.B. Liegenschaftskarten) verknüpft werden. Durch die Bewertung der jeweiligen Zustände können „Brennpunkte“ identifiziert werden. Das wiederum ermöglicht es den Kommunen, Prioritätenlisten aufzustellen.

Die Gegenüberstellung verschiedener Instandsetzungsvarianten erleichtere es, die wirtschaftlichste Lösung zu ermitteln und den politischen Gremien entsprechende Vorschläge zu machen.

Nach der jetzt erfolgten Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch die Bürgermeister und ersten Beigeordneten der Gemeindeverwaltung folgt die Preisanfrage bei verschiedenen Anbietern. Geht es in Elbtal um rund 15 Kilometer zu begutachtender Straßen, sind es in Brechen rund 40 Kilometer und in der Gemeinde Hünfelden etwa 55 Kilometer.

Diese wurden bisher mittels herkömmlicher Fotoaufnahmen und Handaufzeichnungen erfasst. Die bereits von Elbtals Bürgermeister Joachim Lehnert und seinem ersten Beigeordneten Joachim Bäcker unterzeichnete Vereinbarung wurde nun von Hünfeldens Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und dem ersten Beigeordneten Robert Krebs mit Brechens Bürgermeister Frank Groos und der ersten Beigeordneten Brigitte Sutherland im Rathaus in Niederbrechen unterzeichnet.

Brechens Bürgermeister Frank Groos und Hünfeldens Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer zeigten sich erfreut über diesen weiteren Schritt der Zusammenarbeit zwischen ihren Gemeinden. Die Federführung der weiteren Koordination liegt bei der Gemeinde Brechen. ehp

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