Sie stellten den Flyer und die Notfalldosen vor: Rainer Brestel (von links) und Maike Buchmann (Fachbereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit), Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Leiterin des Ordnungsamtes Helga Natz und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer.
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Sie stellten den Flyer und die Notfalldosen vor: Rainer Brestel (von links) und Maike Buchmann (Fachbereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit), Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Leiterin des Ordnungsamtes Helga Natz und Gemeindebrandinspektor Mario Bauer.

Richtig handeln in Notfallsituationen

Hünfelden: Gut gerüstet für den Ernstfall

Die Gemeinde informiert mit Flugblättern zur Notfall- und Katastrophenvorsorge

Hünfelden -"112 und Hilfe eilt herbei", so lernen es schon die Kinder im Kindergarten und das ist auch generell so. Ereignisse in der letzten Zeit haben regional, überregional und international jedoch nachhaltig gezeigt, dass die Leistungsgrenzen des oft ehrenamtlich abgebildeten Katastrophenschutzes wie auch des hauptamtlichen Rettungsdienstes durchaus Grenzen hat. Um so wichtiger ist die Stärkung des Bewusstseins zur eigenen Vorsorge, sagt Hünfeldens Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer. Unwetter, Stromausfall, Trinkwasserknappheit oder -verunreinigungen, Störungen in der Telekommunikation oder allgemeinen Versorgung sind bereits immer wieder vorgekommen und aufgrund knapper Lagerplätze und knapp kalkulierter Lieferketten wurde in der Vergangenheit bereits die Sensibilität dieser Versorgungsstruktur deutlich.

Der "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notfallsituationen", herausgegeben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (auch online erhältlich unter www.bbk.bund.de), informiert anschaulich, wie einfach die private Krisen- und Notfallvorsorge ist, unterstreicht Gemeindebrandinspektor Mario Bauer anlässlich der Vorstellung des neuen Notfallflyers der Gemeinde Hünfelden.

Ob Waldbrand- oder Hochwasserschadenslagen, die Hünfelden bereits betroffen hatten neben den sonst üblichen Schadenslagen, dies hat den Fachbereich Kommunikation und Öffentlichkeit der Hünfeldener Wehren veranlasst, hier aktiv zu werden. Zusammen mit der Gemeinde wurde der Flyer "Gerüstet für den Ernstfall" aufgelegt. Er enthält auf sechs Seiten neben den Hinweisen von Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer wichtige, auch ortsbezogene, Hinweise zum richtigen Verhalten bei Ausfall der Telekommunikation, Unwetter, zum Notfall-Vorrat, Ausfall oder Störung der Trinkwasserversorgung und dem Ausfall der Stromversorgung. Der "Warntag" im Vorjahr machte deutlich, wie wichtig die Bedeutung der Kenntnis der Sirenensignale ist, die wichtigsten sind ebenfalls im Flyer enthalten. In Hünfelden sind bereits alle Sirenen modernisiert und können alle Signale wiedergeben. Auf seinem Smartphone empfiehlt sich die Installation der Warn-Apps, zum Beispiel "HessenWarn" oder "KatWarn". Hier werden die Bürger umgehend bei entsprechenden Lagen informiert. Die App der Gemeinde Hünfelden hält ebenfalls wichtige Informationen bereit und informiert zum Beispiel auch bei Störungen innerhalb der Ortslage bei der Wasserversorgung.

Dose mit Medikamentenblatt

Wer sich mehr für das Thema interessiert, ist eingeladen, sich den Feuerwehren oder auch dem DRK anzuschließen, ob als Förder- oder aktives Mitglied, jede Hilfe zählt, freuen sich auch Maike Buchmann und Rainer Brestel, welche beim Pressetermin den Fachbereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Hünfelden vertreten haben.

"Informieren Sie sich über den neuen Flyer und sorgen Sie selbst für sich und Ihre Familie vor, so können Sie auch in besonderen Zeiten Ruhe bewahren", rät Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer. Der Flyer wird in allen Haushalten über das Mitteilungsblatt als Beilage verteilt. Weitere Exemplare sind im Bürgerbüro erhältlich und werden auch jedem Neubürger ausgehändigt.

Haushalte mit Mitbürgern über 75 erhalten eine von 801 Notfalldosen - diese werden in den nächsten Wochen persönlich durch Mitglieder der Jugendfeuerwehren verteilt. Die Dosen enthalten eine weiterführende Informationsbroschüre sowie ein Patientenblatt, wo die aktuelle Medikamentation, Besonderheiten, Hinweise vermerkt werden können, die Dosen werden dann in der Kühlschranktür platziert - dieser nahezu überall bekannte Platz wird durch einen Aufkleber für das Rettungsdienstpersonal zusätzlich sichtbar gemacht. So kann im Fall des Falles wertvolle Zeit gewonnen werden, um die richtige Versorgung zuzuführen.

Weitere Dosen sind bei Interesse im Bürgerbüro erhältlich - die Abgabe erfolgt kostenlos, die Bevölkerung ist jedoch herzlich eingeladen durch eine kleine Spende die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren in ihrer Heimatgemeinde zu unterstützen.

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