Bürgermeisterin Silvia-Scheu Menzer (Vierte von links) sowie viele Eltern und Kinder haben die neuen Spielgeräte eingeweiht.
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Bürgermeisterin Silvia-Scheu Menzer (Vierte von links) sowie viele Eltern und Kinder haben die neuen Spielgeräte eingeweiht.

Spielplatz offiziell eingeweiht

Hünfelden: Neue Geräte für den Spielplatz in der "Lehmgrube"

Baumaßnahme kostet 45 000 Euro - Eltern leisten 250 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Neesbach -Der komplett umgestaltete und nun für die Kinder wieder uneingeschränkt attraktive Spielplatz in der "Lehmgrube" in Neesbach wurde Samstag, 10. Juli, offiziell eingeweiht. Rund 45 000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet. Die Anregung dafür war von den engagierten Müttern Sandra Hebold-Littau und Lisa Viehmann gekommen. Diese hatten die Gemeinde angesprochen, ob der Spielplatz in Neesbach nicht mal wieder eine deutliche Aufhübschung bekommen könne.

Im August 2019 wurden dann die ersten Gespräche geführt, an denen auch Vertreter der benachbarten Kindertagesstätte "Pusteblume" sowie des Ortsbeirates beteiligt waren. Der Ortsbeirat habe die Idee von Anfang an unterstützt, sagte Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer. Auch für die Kita sei es gerade in Corona-Zeiten wichtig, dass die Kinder neben dem eigenen Außengelände auch den Spielplatz mitnutzen könnten.

Spenden gesammelt

Da die Mittel der Gemeinde für solche Projekte begrenzt seien, hätten die Eltern 2019 eine Elterninitiative gegründet und vorgeschlagen, im Ort eine Spendensammlung durchzuführen. An der hätten sich fast alle angesprochenen Neesbacher beteiligt. Des Weiteren sei an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt 2019 Geld gesammelt worden. Es sei durch die Spenden von Bürgern, Vereinen, Unternehmen und der NASPA-Stiftung die tolle Summe von 17 820 Euro zusammengekommen, erklärte die Bürgermeisterin. So hätten teurere Extrawünsche wie eine große Holzeisenbahn mit Lok sowie Güter- und Personenwagen noch verwirklicht werden können. 15 000 Euro habe die Gemeinde zum Projekt beigesteuert, wie Scheu-Menzer erklärte. So konnten nach den ersten Anschaffungen eines neuen Karussells und eines Kletterzeltes im April 2020 vier Monate später noch eine Kleinkinderdoppelschaukel, eine Spiellandschaft für Kleinkinder und ein drehbarer Kletterturm angeschafft werden. Zuletzt wurde dann im August 2020 noch eine Sandbaustelle mit Rutsche bestellt.

Scheu-Menzer sagte, dass der Boden um die Geräte mit Holzhackschnitzeln ausgelegt worden sei, damit die Kinder sich bei Stürzen nicht verletzten. Positiv sei auch, dass auf dem Spielplatzgelände ein barrierefreier Spazierweg angelegt worden sei, den auch ältere Menschen nutzen könnten. Für sie sei es bisher auf dem hügeligen Gelände schwer gewesen. Zum Ausruhen wurden neue Sitzgruppen aufgestellt. Wenn nicht Corona gekommen wäre, hätte die Gemeinde laut der Bürgermeisterin den Spielplatz schon gerne Anfang des Jahres offiziell übergeben. In den vergangenen Monate hätten die örtlichen Kinder den Spielplatz aber bereits rege genutzt.

Hebold-Littau sagte, das Engagement habe sich über die eigenen Kinder ergeben. Da sie solche Projekte auch beruflich plane, habe das Grundkonzept für den Spielplatz in der "Lehmgrube" für sie kein Problem dargestellt. Hebold-Littau meinte, der neue Spielplatz sei auch für die Gäste der Mehrzweckhalle ein Gewinn, da die Kinder ihn auch bei Veranstaltungen und Familienfeiern nutzen könnten. Sie berichtete, dass Neesbacher Eltern insgesamt 250 Stunden ehrenamtlich bei der Umgestaltung des Spielplatzes mitgeholfen hätten, bei der Pflasterung des Weges, der Schaffung des Fallschutzes sowie der Verteilung des Sandes.

Auch Michael Becker und Jasmin Welker von der Gemeindeverwaltung sowie die Mitarbeiter des Bauhofes halfen bei der Umsetzung des Projekts tüchtig mit. Denn aufgrund der Haftungsfrage durften die Spielgeräte nicht von den Eltern montiert werden. Auch die Erd- und Abbauarbeiten waren vom Bauhof erledigt worden. Ortsvorsteher Helmut Ott bedankte sich bei allen fleißigen Helfern, die bei der Spielplatzgestaltung mitgewirkt haben. Er hofft nun, dass die Bürgerinnen und Bürger den Platz in Zukunft pfleglich behandeln und er von der Gemeinde regelmäßig gepflegt werden wird.

Für die Kinder gab es vergangenen Samstag nach dem offiziellen Teil einen Parcours mit mehreren zu bewältigenden Spielen, vom Bobbycar-Rennen bis zu Eimer mit Sand befüllen. Die Vielzahl der anwesenden Mädchen und Jungen sowie Eltern zeigte, dass die investierte Arbeit und das eingesetzte Geld für das Projekt sicher gut angelegt sind.

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