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Ortsvorsteher Horst Großmann (Zweiter v. links) und Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (rechts) freuen sich über den neuen Mehrgenerationenplatz.

Ortsbegehung

Kirberg: Mehrgenerationenplatz soll 2021 eröffnet werden

Ortsbeirat möchte die Bepflanzung des Platzes finanzieren

Kirberg -In Kirberg hatte der Ortsbeirat zu einem Ortsrundgang gemeinsam mit Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (parteilos) eingeladen. Dabei wurde deutlich, dass sich im Ort schon einiges getan hat, aber auch noch einiges getan werden muss. Die Bürgermeisterin betonte, dass Kirberg im Großen und Ganzen sehr lebenswert sei und sich die letzten Jahre stark weiterentwickelt habe.

Eine tolle Sache ist für viele Kirberger sicherlich der neue Mehrgenerationenplatz "Auf der Hohl". Auf dem großen Gelände hinter dem Spielplatz wurden bereits zehn Trimm-dich-Geräte für Erwachsene aufgestellt, die auch die Bewohner des benachbarten Seniorenheims künftig mitnutzen können. Obwohl die Geräte stehen, wird die offizielle Eröffnung aber voraussichtlich erst kommendes Frühjahr stattfinden. Denn sie soll mit einem kleinen Fest begangen werden, was unter der aktuellen Corona-Lage natürlich nicht möglich ist.

"Wir werden erst öffnen, wenn es die Corona-Situation zulässt", so die Hünfeldener Verwaltungschefin.

Bis zur offiziellen Eröffnung sollen noch ein die Geräte verbindender Weg gebaut und Sitzmöglichkeiten aufgestellt werden. Auch das Eingangsschild des Mehrgenerationenplatzes sowie die Bedienschilder für die Geräte müssen noch montiert werden. Ortsvorsteher Horst Großmann (CDU) bot an, mit den Verfügungsmitteln des Ortsbeirates für 2020 in Höhe von 900 Euro noch eine Bepflanzung anzuschaffen. Ein zweiter Stopp beim Ortsrundgang wurde in der Bubenheimer Straße eingelegt, wo laut dem Ortsvorsteher ein nicht mehr verkehrssicheres altes Wiegehäuschen auf einer Pferdekoppel direkt neben der Straße die Bürger stört.

Es geht nicht nur um den unschönen Anblick, sondern darum, dass Fußgänger um ihre Sicherheit fürchten, falls Teile von dem Häuschen auf die Straße fallen sollten. Auch für spielende Kinder wird das Häuschen als Gefahr angesehen. Die Gemeinde hat aber, solange keine Teile des Häuschens in den Straßenraum zu fallen drohen, keine Handhabe, könne nur an den Besitzer appellieren, das Häuschen entfernen zu lassen, so Scheu-Menzer.

Tempo 30 und Parkverbote

In der Bubenheimer Straße möchte die Gemeinde Tempo 30 einführen und im Bereich des gerade im Bau befindlichen evangelischen Gemeindehauses sogenannte "Kölner Teller" anbringen. Das sind kleine, tellerförmige Hügel auf der Straße, vor denen Autofahrer abbremsen müssen. Ebenfalls soll die Fahrbahn auf der Brücke über den Sintersbach verengt werden, damit Autofahrer hier künftig das Tempo reduzieren müssen und nicht mehr soviel gerast wird. Denn das Ordnungsamt der Gemeinde kann, wie Scheu-Menzer anmerkte, nicht überall gleichzeitig kontrollieren.

Im oberen Bereich über der Kreuzung Burgstraße solle ein Parkverbot eingeführt werden, weil hier viel geparkt werde und teilweise Rettungsfahrzeuge im Notfall nicht mehr durchkommen könnten. Eine zufällig aus dem Auto aussteigende Anwohnerin machte der Bürgermeisterin und dem Ortsbeirat aber klar, dass es gerade im alten Kirberger Ortskern sehr schwer sei, korrekt mit dem Auto zu parken. Denn nicht alle Häuser hätten eigene Parkplätze auf dem Gelände, so dass Bürger teilweise darauf angewiesen seien, sich Stellplätze in der Nähe ihrer Wohnungen zu suchen. Hinzu komme, dass diese Bewohner, so die Anwohnerin, auch Besucher hätten, die irgendwo parken müssten.

Wie der Ortsvorsteher mitteilte, wird es immerhin für das Gemeindehaus neben dem Gebäude in Richtung der Fleckenmauer eigene Parkplätze geben.

Beim Abriss der früheren Stadtmauer wurde deutlich, dass nach der jüngsten Sanierung dieses Mauerbereiches in den 1980er Jahren dort erneut Handlungsbedarf besteht. Einige lose Steine in der Mauer müssen wieder befestigt werden, um die künftigen Gemeindehausbesuche nicht zu gefährden.

Am Ortsausgang in Richtung Wiesbaden an der B 417 haben, wie Ortsvorsteher Großmann berichtete, Bürger die hässliche Leitplanke moniert. Hier hat die Gemeinde bereits eine Blühwiese aussäen lassen und bittet um Geduld, bis das Ergebnis in voller Pracht zu sehen ist. Zuletzt sahen sich die Mandatsträger in der Scheunengasse um. Hier monierte Ortsvorsteher Großmann, dass sich Bürger über ein verwildertes Teilstück am Rande beklagten. Die Bürgermeisterin erklärte, dass eine Prüfung ergeben habe, dass die Fläche im Besitz der Gemeinde sei. Sie werde sich um die Sache kümmern. Robin Klöppel

Das verfallene Wiegehäuschen in der Bubenheimer Straße ist vielen Bürgern in der Gemeinde Kirberg ein Dorn im Auge.

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