Einsatz gefordert

Der SV Hundsangen ist der Verein mit den meisten Mitgliedern im Ort. Seine Jugendarbeit wird allseits gelobt. Verantwortung im Verein wollen allerdings nur die wenigsten Mitglieder übernehmen, bedauert der Vorsitzende.

Das Vereinsheim des SV Hundsangen erstrahlt in neuem Glanz: neue Türen, eine neue Theke und ein neuer Kühlraum. Die Helfer haben in den vergangenen Monaten ganze Arbeit geleistet. Die Jahreshauptversammlung wäre eine Gelegenheit gewesen, die Heimstätte am Buch in Augenschein zu nehmen. Eine Gelegenheit, die nur 54 der 772 Vereinsmitglieder nutzten. „Für den mitgliederstärksten Verein im Ort ist das mehr als erschreckend“, ärgert sich Vorsitzender Klaus Ehinger. „Immerhin geht es darum, die Geschicke des Vereins für die Zukunft zu organisieren.“ Engagement erhofft sich Ehinger konkret in zwei Bereichen: Derzeit werden Betreuer für den Seniorenfußball sowie Helfer für den Wirtschaftsdienst gesucht. Der Vorsitzende bat jeden einzelnen darum, zu überlegen, wie er sich für den Verein einsetzen könne.

Ehinger wie auch Ortsbürgermeister Alois Fein betonten, dass der SV seine Verantwortung gerade in der Jugendarbeit ernst nehme. Gut ein Drittel der Mitglieder sind unter 18 Jahre, etwa 200 höchstens 14 Jahre alt. Einer, der mit ihnen zu tun hat, ist Jugendfußballleiter Heiko Göbel. Er machte deutlich, dass der Kunstrasenplatz an seine Grenzen stoße und Ausweichplätze gefunden werden müssten. Umbauten sind in den nächsten Jahren beim Rasenplatz geplant, wie Vorsitzender und Bürgermeister erläuterten.

Fußball-Abteilungsleiter Bernd Tuchscherer lobte die Erfolgsgeschichte der zweiten Herrenmannschaft, die direkt nach der Neugründung die Meisterschaft in der D-Klasse feiert. Dagegen muss die erste Mannschaft wohl bis zum letzten Spieltag um den Verbleib in der Bezirksliga bangen. In der neuen Saison wird die erste Mannschaft mit Martin Schlimm einen neuen Spielertrainer erhalten, da Egid Hannappel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

Die Abteilungen Tischtennis, Turnen, Lauftreff sowie die Alten Herren ziehen ein positives Jahresfazit. Trotz vieler Verletzungssorgen behauptet die Abteilung Tischtennis ihren guten Stand im Verband. Mit einem neuen Trainer soll die Jugendarbeit gefördert werden. Auch die Damen und Mädchen sollen einen neuen Anlauf nehmen.

Die Turnabteilung verzeichnet Zulauf beim Männerturnen und bei besonderen Kursen. Seit Kurzem kooperieren die Alten Herren mit den Nachbarn aus Steinefrenz/Weroth. Der Lauftreff des SV Hundsangen feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Der gesamte Verein feiert 2016 seinen 90. Geburtstag unter anderem mit dem Jugend-Pfingstturnier, mehreren höherklassigen Testspielen und dem Brettchen-Cup der Tischtennisspieler. Als Höhepunkt veranstaltet der Sportverein am 17. September ein Oktoberfest auf dem Sportplatz. Vor allem aus finanzieller Sicht bedeutsam ist das alljährliche T-Com-Turnier – eine Erfolgsgeschichte seit zehn Jahren, wie Ehinger sagte. Auch von der Anhebung der Mitgliedsbeiträge, die der Sportbund beschlossen habe, berichtete Ehinger. Von 2018 sollen die Beiträge stufenweise angehoben werden. Der Verein werden 2017 darüber abstimmen.

Dass der größte Verein im Ort natürlich auch besonders viele treue Mitglieder hat, wurde im Anschluss deutlich. Da zeichnete Klaus Ehinger langjährige Vereinsangehörige aus: Seit 25 Jahren dabei sind Lena Tuchscherer, Else Müller, Anna-Lena Weidenfeller, Deter Bergs und Reinhold Ludwig. 40 Jahre Mitglied im SV Hundsangen sind Heiko Göbel und Hermann Malm. Auf 50 Jahre Vereinszugehörigkeit kann Joachim Trenz, auf 60 Jahre können Theo Endres und Heinz Göbel zurückblicken. Helmut und Alois Eichmann sind sogar schon seit 70 Jahren ihrem Verein treu und wirkten maßgeblich an seinem Aufbau mit. Neben der Urkunde erhielten sie je eine Dauerkarte für die Heimspiele. Fabian Steinebach trat bei 250 Spielen für den SV an. Theo Endres wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

(nnp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare