Bademeisterin Yvonne Kraus und ihr Kollege setzen die Regularien für die Öffnung des Freibades Hundsangen um. Dazu gehört auch, eine Einbahnstraßenregelung aufzubauen.
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Bademeisterin Yvonne Kraus und ihr Kollege setzen die Regularien für die Öffnung des Freibades Hundsangen um. Dazu gehört auch, eine Einbahnstraßenregelung aufzubauen.

50 000 Euro Mehrausgaben erwartet

Freibad Hundsangen öffnet am 15. Juni

  • vonKlaus-Dieter Häring
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Zwei Badezeiten, maximal 300 Badegäste, Tickets nur online: Nach Birlenbach geht zweites Schwimmbad der Region an den Start.

HundsangenWer seit Freitag am Freibad von Hundsangen vorbei fährt, sieht weißen Rauch aufsteigen. Dort ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Heizung läuft. Das wiederum ist einem einstimmigen Votum aller im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Verbandsgemeinde Wallmerod vertretenen Mitglieder zu verdanken. Sie votierten am Donnerstagabend für eine Öffnung des Freibades.

Weder die Regularien dafür noch die möglichen Mehrkosten mit erwarteten 50 000 Euro waren ein Grund für eine Ablehnung. Die Öffnung selbst ist für Montag, 15. Juni, vorgesehen.

Die Regularien wurden in der HFA-Sitzung durch Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder (CDU) und den Leiter des Ordnungsamts Thomas Wolf vorgestellt. "Wir wollen damit der Bevölkerung ein attraktives Angebot in Zeiten bieten, in denen viele Urlaubs- und Freizeitangebote nicht möglich sind. Dazu wurde seitens der Verwaltung mit Hochdruck ein Konzept erarbeitet, das alle Anforderungen aufgrund der Corona-Verordnung des Landes und der Hygienevorschriften erfüllt", sagte Lütkefedder.

Diese können sich allerdings schon bald mit der nächsten Verordnung wieder erledigen. "Doch im Moment müssen wir eben alle derzeit gültigen Vorgaben erfüllen", so der Verbandsbürgermeister. Herausgekommen sind Regelungen für den Badebetrieb, an die sich die Freibadnutzer sicher erst einmal gewöhnen müssen.

Es wird zukünftig täglich zwei Badezeiten geben - von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Der Einlass ist jeweils 15 Minuten vorher möglich. Zwischen den Badezeiten erfolgen die geforderten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Zudem wird jeden Mittwoch ein Frühschwimmen von 7 bis 8 Uhr angeboten.

Die beiden Badezeiten sind gewählt um möglichst vielen Menschen die Nutzung des Bades zu ermöglichen da die Besucherzahl auf maximal 300 Badegäste begrenzt ist. In den ersten Tagen wird sogar mit nur 100 Besuchern gestartet und dann schrittweise bis auf 300 erhöht.

Einlass finden nur Besucher, die sich vorher über die Internetseite der Verbandsgemeinde unter www.wallmerod.de angemeldet und ihre Badezeit online gebucht haben. Diese Buchung soll am 12. Juni freigeschaltet werden. Eine Zugangsberechtigung zum Freibad wird dann automatisch per E-Mail (PDF mit QR-Code) zugesandt. Ohne diesen Nachweis kann das Bad nicht benutzt werden.

Im Bad gelten Regeln zu Abstand, Hygiene und Aufenthaltsbereichen. Zudem wird der Schwimmbetrieb reguliert. Aus hygienischen Gründen bleiben Planschbecken, Rutsche und Sprunganlagen vorerst gesperrt. Und auch der Kiosk wird nicht geöffnet.

Auch die Besucher sind gefordert, die Auflagen einzuhalten, um diese sehr weitgehende Öffnung dauerhaft zu ermöglichen. Denn als Alternative stand auch im Raum, das Freibad geschlossen zu lassen. Da Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zwar am 13. Mai die mögliche Öffnung der Freibäder mitteilte, die entsprechenden Verordnungen aber erst am 25. Mai veröffentlicht wurden, kam eine frühere Öffnung des Bades nicht in Frage. In gerade einmal einer Woche wurden nun von der Verwaltung die vorgegebenen Rahmenbedingungen für den Freibadbetrieb in ein Konzept gegossen und im Ausschuss entschieden. Nun werden im Bad die nötigen Umbauarbeiten zur Umsetzung des Konzepts vorgenommen und das Buchungssystem eingerichtet. Auch mit dem Aufheizen des Wassers konnte begonnen werden.

Für diese Freibadsaison können nur Karten nur online gebucht werden. Zehner- und Saisonkarten entfallen. Die 50 000 Euro sind den Kosten für Hygienemaßnahmen und auch einem Sicherheitsdienst geschuldet. Die Mehrkosten können bei entsprechendem Besuch des Freibades gesenkt werden, da derzeit nur mit einem Schnitt von 150 Besuchern täglich gerechnet wird.

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