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Hundsangen: Prächtiges Finale mit blau-weißem Sternenhimmel.

Ausgelassene Narrenschar in In Hundsangen, Freiendiez, Lahr und Heuchelheim

Fröhlich, frisch – und rotzfrech

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  • Rolf-Peter Kahl
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Fröhlich, frisch und rotzfrech: Das Hundsänger Motto passte auch auf die karnevalistischen Veranstaltungen in Freiendiez, Lahr und Heuchelheim. Vor allem die Tanzgruppen waren eine Augenweide. Da hielt es viele Narren nicht auf den Stühlen.

Ein Jahr nach dem 50-jährigen Jubiläum der Lahrer Kappensitzung wurde die Unterkirche für die Närrinnen und Narren einmal mehr zu einem Mekka der Fröhlichkeit und großen Narretei. Wie bei der großen Jubiläumssitzung wurde auch in diesem Jahr das Jubiläumslied von den Akteuren auf der Bühne und vom Publikum lautstark gesungen.

Sitzungspräsident Ralph Blattmann verstand es mit seinen Mitstreitern im Elferrat, gute Laune unter den mehr als 200 Karnevalisten zu verbreiten. Die Veranstalter aus der Frauengemeinschaft, der Chorgemeinschaft, der KAB, der DJK und der Kolpingfamilie hatten wieder zahlreiche Akteure auf der Bühne; das Programm bestimmten vor allem sechs Tanzformationen. An erster Stelle standen Leonie Blum und Fabienne Krekel, die als Funkenmariechen über das Parkett wirbelten. Die beiden jungen Tänzerinnen wollen weitere jüngere Tänzerinnen animieren, ebenfalls das Tanzbein zu schwingen, um diesen tollen Programmpunkt in Lahr zu erhalten. Auch der zweite Tanz gehörte zu den Höhepunkten des Abends. Lauter kleine Schneemänner eroberten die Bühne. Am Ende durfte auch der Ehrentanz des Elferrates zum großen Finale nicht fehlen.

Beide Veranstaltungen der 47. Hüttengaudi des MC Germania Freiendiez am Wochenende waren mit jeweils 300 Besuchern ausverkauft. Die Akteure waren frisch, frech, kreativ und umjubelt. Und mit ihren humoristischen, qualitativ ausgezeichneten Gesangsbeiträgen, bewiesen die verschiedenen Formationen der Germania wieder einmal, dass sie mit ihrer bajuwarisch-närrischen Veranstaltung eine regionale Ausnahmestellung einnehmen. Allein das Kurz-Musical „Der große Brand“ vom Sextett „Beziehungskiste“ war das Eintrittsgeld schon wert. Doch auch die Büttenreden der drei „Traditionsredner“ Rudolf Lotz (Bote aus dem Heckerland), Hagen Maron (Sänger vom 2. Bass) und Jürgen Schleppy (Gemeindediener), allesamt bekannt für beißenden lokalen Witz, sorgten für Hochstimmung. Ute Trenz und Tanja Krämer (TV Eschhofen) tauschten als Ehepaar allerhand Nettigkeiten aus. Tänzerisch überzeugten die Mädels von „Kurzfristig“ (TSK Oranien), vom TuS Ahrbach und Solomarie Mirjam Wingenbach (Niederbrechen). Dieser fröhliche Mix aus traditionellem Büttenhandwerk, närrischen Showtanzvorführungen und herausragenden Gesangsdarbietungen wurde mit ebenso originellen wie überraschenden, auf die Leinwand projizierten Videoclips begleitet.

„Toll was das klaane Heuchelem hey uff die Baa gestellt hot.“ Dieses Lob war vor, während und nach der fröhlichen Kappensitzung gleich mehrfach von den vielen Besuchern zu hören, die sich im Dorfgemeinschaftshaus zur ersten Elbtaler Sitzung einfanden. Ein Fauxpas unterlief dabei Moderator und Edelschalker Rainer Heinrichs, der als Hippi verkleideter an diesem Abend die Farben Blau und Weiß vor den etwa 200 Gästen im Saal vermissen ließ. Dies wirkte sich aber keineswegs negativ auf die Souveränität aus, mit der er durch den Abend führte. Die Beliebtheit der Kappensitzung im kleinsten Elbtaler Ortsteil zeigt sich auch an den vielen Tanzgruppen, die aus den umliegenden Ortschaften anreisten. Ob dies die Minis aus Dorchheim, die Yedi-Ritter und Army-Girls aus Lahr, die Firestars aus Koblenz oder Herzblatt aus Ellar waren – Sie alle bekamen ihren Beifall und Zugaberufe. Aber auch aus Heuchelheim selbst kamen tolle Tänzer. Da flogen die Beine zu Bollywood-Klängen, und die Männer der „New Generation“ zeigten Kondition: Zwei tolle Heuchelheimer Tänze, die zu den Höhepunkten des Abends gehörten.

Einmal mehr verstand es der HCV, den Ruf Hundsangens als Karnevalshochburg des Westerwaldkreises zu bestätigen. Mit einem Feuerwerk der guten Laune wurde die erste von drei Sitzungen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Ollmerschhalle eröffnet. Im närrischen Gespann des Elferrates war Sitzungspräsident Frank Göbel ein Garant für einen gelungenen Start, der mit dem Ausrufen des Mottos „Fröhlich, frisch und rotzfrech –

Narretei am Ollmerschberg

“ die Richtung vorgab. Ausgelassen ging es unter anderem beim Auftritt von Pfarrer Fuchs zu, der die Narren in die Dschungelcamp entführte. Frisch war es bei den vielen Auftritten der verschiedenen Ballettformationen und rotzfrech beim Sketch der beiden Fastnachtsgrößen Frank Göbel und Susanne Eichmann, die in diesem Jahr als Ordnungshüter ein wahrhaft rotzfreches Zwiegespräch führten. Die über 300 Närrinnen und Narren kamen bei der Premiere 2017 in der Ollmerschhalle voll auf ihre Kosten und ließen einen lautstarken Beifall zum Vereinslied des blau-weißen Sternenhimmels ertönen.

(kdh,rpk)

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