Die Erste im Wasser des Freibades war gestern Aloisia Schauf. Auch sie wird sich an die coronabedingten Regeln beim Schwimmen gewöhnen müssen.
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Die Erste im Wasser des Freibades war gestern Aloisia Schauf. Auch sie wird sich an die coronabedingten Regeln beim Schwimmen gewöhnen müssen.

Freibad eröffnet

Hundsangen: Nur die "Warmduscher" müssen leiden

  • vonKlaus-Dieter Häring
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Schwimmzeiten muss man im Internet buchen. Nur eine Person darf auf die Ruhebank.

Hundsangen -Die enorme Arbeit aller Organisatoren zum Start der Saison im Hundsangener Freibad hat sich mehr als gelohnt. "Wir haben für den ersten Tag hundert Anmeldungen", erzählte Thomas Wolf, Hauptorganisator der Aktion "Freibaderöffnung". Doch nicht nur mit den Anmeldungen war man mehr als zufrieden. Auch mit der Eröffnung selber, am Montagmorgen pünktlich um 10 Uhr, stieg das Stimmungsbarometer.

Und die Zufriedenheit schlug sich auf die ersten Schwimmbadbesucher nieder. "Wir haben es herbeigesehnt", war von den ersten Dauerschwimmerinnen zu hören, die schon lange vor der Eröffnung vor der Kasse warteten.

Eine der ersten war Irene Bressler aus Wallmerod, die unter ihrem T-Shirt schon den Badeanzug anhatte: "Ich habe den angezogen, weil ich nicht wusste wie das mit der Hygiene ist." Diese Frage wurde dann von den bestens geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freibades beantwortet, die sich noch am Mittwoch der vergangenen Woche das Einveraständnis des Gesundheitsamtes holten. "Es ging alles ohne Beanstandungen durch", sagte Bademeisterin Yvonne Kraus, die diesen Tag mit Spannung erwartete. "Mal gucken wie das läuft heute".

Mindestabstand

von 1,50 Metern

In Sachen Hygiene erfuhren die ersten Besucher so einiges. So können die Ruhebänke im Bereich des Eingangs nur von einer Person genutzt werden, "um den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten". Auch die Einbahnstraßenregelung und der "Kreisverkehr" im Wasser wurde den Badegästen erklärt. Was dann besonders schlimm für die "Warmduscher" ist, sind die geschlossenen warmen Duschen. "Man kann sich nur kalt an den Duschen vor dem Schwimmerbecken duschen".

Warm wurde es den ersten Badegästen dann aber im Schwimmbecken. Bademeister Dirk Alvermann berichtete von 25 Grad Wassertemperatur. Auch sonst klappte alles bestens. Ob dies der Einlass mit dem Sicherheitsdienst war, wo sich jeder mit dem über das Internet geholte QR-Code identifizierte. Hier soll es zum Start in der vergangenen Woche zu Beginn gehakt haben, was aber behoben wurde.

Oder aber auch die Disziplin selber, an die sich die mehr als 30 Schwimmerinnen und Schwimmer ganz zu Beginn alle hielten. Zugute kam den Organisatoren dieser Schwimmbadöffnung aber auch das relativ kühle Wetter, "das uns in die Karten gespielt hat", so Thomas Wolf weiter. Denn so hatte man die Möglichkeit, den Ablauf zu verfolgen. Dies war auch der Grund, das Schwimmbad noch vor den Ferien zu öffnen.

Täglich zwei

Badezeiten

"Wir haben auch ein neues Kassensystem", so der Leiter des Ordnungsamtes Thomas Wolf. Noch vor dem Einlass kam die Frage auf, wie denn die Sachlage bei Gewitter ist und man an diesem Tag nicht schwimmen geht. Hier konnte Wolf Aufklärung leisten. Denn die Beträge werden nur abgebucht, wenn der Badegast sich an der Kasse anmeldet.

Badezeiten können unter www.wallmerod.de gebucht werden. Nachdem die Landesregierung Rheinland-Pfalz mit einiger Verzögerung die Rahmenbedingungen für die Öffnung von Freibädern veröffentlicht hatte, wurde das Konzept für das Freibad Hundsangen innerhalb von nur einer Woche vom Team der Verbandsgemeinde erarbeitet und nach Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses zügig umgesetzt. Täglich werden zwei Badezeiten angeboten, von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr, außerdem Frühschwimmen mittwochs von 7 bis 8 Uhr. Der Schlusssatz dann von Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder: Der Verwaltungschef sprach dann wohl allen Beteiligten aus dem Herzen "Die Quälerei hat sich gelohnt".

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