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Zugmarschall Klaus Hannappel und Wolfgang Gröschen versprechen einen tollen Fastnachtsumzug am 26. Februar.

Hundsangen wird zur Partymeile

Karnevalzug in Hundsangen: Der Bär trägt Narrenkappe

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„Ollmi“ lächelt seinem Namensgeber zu. Der Hundsänger Bär kommt im Karneval zu Ehren und ruft zum großen Umzug am 26. Februar. 94 Zugnummern und über 2000 Zugteilnehmer zeigen, welche Bedeutung der Karneval in Hundsangen hat.

Der Bär ist die Symbolfigur der Hundsänger. Auch die Narren in Hundsangen haben sich der Symbolfigur angenommen. Mit Narrenkappe ist er seit vielen Jahren eine Art Logo des Hundsänger Carnevalvereines (HCV), der ihn in diesem Jahr liebevoll „Ollmi“ taufte. Namensgeber war die Anhöhe im Westen von Hundsangen, der Ollmersch, zu dem er nun vom Ortseingang herüberlächelt und von Heinz Duchscherer und Andreas Kleinert gebaut wurde. Zugmarschall ist Klaus Hannappel alias Zenturio „Clausius Carnevalis“. Er wird den Karnevalsumzug mit einem Pferdegespann in einem römischen Streitwagen anführen.

Das Zugprogramm kann sich sehen lassen. So haben sich 63 Fußgruppen angemeldet, zu denen zehn Musikgruppen zählen. In diesen närrischen Lindwurm sind dazu noch 43 Karnevalswagen, die der HCV zu 94 Zugnummern zusammengefasst hat. Der Veranstalter selber stellt elf Wagen und sechs Fußgruppen, die in 14 Zugnummern zusammengefasst wurden. Beeindruckend die Zahl von derzeit über 2000 Zugteilnehmern, die sich durch Zahlen belegen lassen die sich aus Daten der Anmeldeformulare ergeben.

Hohes Qualitätsniveau und große numerische Präsenz waren ausschlaggebend bei dem Engagement der Musikgruppen. Es wurde dabei auf eine Vielfalt der Gruppen geachtet. Unter anderem werden zwei Samba-Gruppen und zwei Guggemusik-Gruppen aktiv sein.

Die 40 Guggemusiker aus Wuchzenhofen im Allgäu haben mit 450 Kilometer den weitesten Anreiseweg. Sie sind bereits zum fünften Mal bei einem Karnevalsumzug in Hundsangen.

Der HCV lässt sich den Zug einiges kosten. So geht der Wert des Auswurfmaterials über 4000 Euro hinaus. Zugmarschall Klaus Hannappel zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Programm. „Ich verspreche, dass alleine diese 14 Zugnummern des HCV sowie der zehn Musikgruppen das Kommen wert sind.“

Man ist sich absolut sicher, dass alle anderen Zugteilnehmer, die man überwiegend von Umzügen aus der Vergangenheit gut kennt, sich einmal mehr dem Niveau anpassen werden, das man in Hundsangen seit Jahrzehnten gewohnt ist. Bei allen Kontakten mit den Zugteilnehmern wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Attraktivität vor Masse zu stehen hat. Dieses Ansinnen stieß auf allgemeine Zustimmung. So ist man sich bei den Protagonisten des HCV absolut sicher, dass der Karnevalsumzug am Fastnachtssonntag einmal mehr zu den attraktivsten in der hiesigen Region gehören wird. „Da alle hier angegebenen Daten faktisch belegt werden können und nicht auf fiktiven Schätzungen basieren, dürfte es sich bei der genannten Teilnehmerzahl auch um den mit Abstand größten Umzug in der näheren und weiteren Region handeln, ein echtes Fest für eine ganze Region“, wie Wolfgang Gröschen anführte.

Die Zugstrecke wurde in diesem Jahr um etwa 800 Meter verkürzt. Man will erreichen, dass die komplette Zugstrecke von etwa 1,750 Kilometer beidseitig von einer breiten Masse von Publikum begleitet wird. Bei Umzügen in den vergangenen Jahren herrschte immer eine tolle Partystimmung im Bereich der rund einen Kilometer langen B 8. Durch die Streckenverkürzung will man die Zugstrecke komplett in eine Partymeile verwandeln. Bei Erreichen des Zieles des Führungsfahrzeuges wird der letzte Teil des Zuges noch gar nicht gestartet sein. Die Zuglänge wird nämlich über zwei Kilometer lang sein. Die Verantwortlichen des HCV haben sich eine spezielle Verfahrensweise bei der Zugauflösung einfallen lassen, damit Staus vermieden werden.

Über Monate hinweg hat man ein Sicherheitskonzept entwickelt, das die möglichen Risiken eines Zuges auf ein Minimum reduzieren soll. Die Bedingungen für den Bau von Karnevalswagen unterliegen hohen Sicherheitsstandards. Gleiches gilt für die Absicherung der Wagen während des Umzuges. Neuralgische Punkte werden mit sogenannten Hamburger Gittern (insgesamt 144 Meter) gesichert, um an diesen Stellen das Betreten der Fahrbahn zu verhindern.

Unterstützt wird der HCV mit unglaublichem Engagement durch die freiwilligen Feuerwehren aus Hundsangen, Dreikirchen, Weroth und Wallmerod.

Es wurde darüber hinaus ein Plan konzipiert, der zu jedem Zeitpunkt den Brandschutz sicher gewährleistet. Das DRK wird mit zehn Einsatzkräften, einem Rettungswagen und einem Notarztwagen vor Ort sein.

Eine Kommentatoren-Bühne wird aufgebaut. Zwei wortgewaltige Vollblutkarnevalisten werden dort, gemeinsam mit vielen Prominenten aus der Bundes-, Landes- und Regionalpolitik, Wirtschaft und der Karnevalshochkultur, das Publikum bei bester Laune halten und Informationen über die Zugteilnehmer streuen. Bleibt zu hoffen, dass der Wettergott den Karnevalisten hold ist und „Ollmi“ am Fastnachtssonntag entspannt in die Sonne blinzeln kann.

(kdh)

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