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Ein typisches Bild für Müllablagerung im Straßengraben. Archivfoto: Rüffer

Illegale Müllentsorgung

Autoreifen, Gardinen, Decken: Immer mehr Müll landet in den Straßengräben der Kreisstraßen

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Landrat Michael Köberle (CDU) beklagt die Verschandelung der Landschaft durch Müllablagerungen. Ob sein Appell an die Einsicht und die soziale Verpflichtung der Mitbürger hilft?

Limburg - Michael Köberle hat „überhaupt kein Verständnis“ für Menschen, die ihren Dreck nicht ordnungsgemäß entsorgen. „Es handelt sich dabei um ein weit verbreitetes und schon lange bestehendes Problem im gesamten Kreisgebiet, vor allem an Straßen, Wegen und angrenzenden Flächen. Diese Flächen sind leicht mit dem Auto zu erreichen, aus dem der Müll dann schnell weggeworfen werden kann“, sagt der Landrat.

Landrat appelliert an Bürger

Es sei sehr schwer, das in den Griff zu bekommen beziehungsweise wirksame Lösungen zu finden. Der oder die Täter seien zudem kaum ausfindig zu machen. Köberle appelliert an die Einsicht und die soziale Verpflichtung der Mitbürger.

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An der Organisation der Abfallentsorgung im Landkreis kann es seiner Meinung jedenfalls nicht liegen. Die funktioniere nämlich sehr gut. Für die Natur hingegen könne die illegale Müllablagerung gefährlich werden, wenn giftige Stoffe dabei sind. Dann müsse möglicherweise verunreinigter Boden aufwendig und kostenintensiv entsorgt werden.

Konkreter Anlass seiner Klage waren große Müllhaufen auf beiden Fahrbahnseiten an der Kreisstraße 498 zwischen Ahlbach und der Kreisstraße 459 bei Faulbach.

So viel Müll, dass Entsorgung nicht mehr möglich

Das regelmäßige Einsammeln und Entsorgen von Abfällen und Müllablagerungen entlang der Kreisstraßen im Landkreis Limburg-Weilburg gehört zu den verschiedenen betrieblichen Aufgaben, die von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Albert Weil und Hermann Schäfer gemäß eines längerfristigen Projektvertrages im Auftrag des Landkreises wahrgenommen werden.

Den Mitarbeitern war es aufgrund der Menge zunächst nicht möglich, den an der Kreisstraße nach Ahlbach vorhandenen Müll auf das normale Streckendienstfahrzeug aufzuladen. Es handelte sich um Gardinen, Decken, Plastik, Müllsäcke und weitere Dinge. Deshalb musste die ARGE ein zweites Mal mit mehreren Personen und einem größeren Fahrzeug anrücken, um alles aufzusammeln. Schon zuvor hatten auf diesem Streckenabschnitt mehrere alte Autoreifen entfernt werden müssen.

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