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Die von der Partei „Die Linke“ im Kreistag beantragte Verleihung der „Hessischen Medaille für Zivilcourage“ an die Gebrüder Ralf und Rainer Bender aus Runkel-Wirbelau wurde in der gestrigen Sitzung

Die von der Partei „Die Linke“ im Kreistag beantragte Verleihung der „Hessischen Medaille für Zivilcourage“ an die Gebrüder Ralf und Rainer Bender aus Runkel-Wirbelau wurde in der gestrigen Sitzung des Kreistages im Bürgerhaus in Runkel-Steeden auf Bitten der Gebrüder Bender von der Tagesordnung abgesetzt.

Wie Kreistagsvorsitzender Robert Becker (CDU) zu Beginn der Sitzung berichtete, hätten die Zwillinge ihn um die Absetzung des von Bernd Steioff von den „Linken“ gestellten Antrages gebeten. Auf Wunsch von Steioff sollten Ralf und Rainer Bender auf Antrag des Kreises vom Land Hessen für ihr mutiges Handeln gegen rechtsextremistische Gruppierungen ausgezeichnet werden. Dabei hätten sie auch Gewaltandrohungen, persönliche Benachteiligungen, Strafverfolgung und Diffamierungen in Kauf genommen.

Wie mehrfach berichtet, war einer der Gebrüder Bender vor einem Limburger Gericht zu einer Geldbuße verurteilt worden, weil er in Limburg Nazi-Embleme überklebt oder entfernt hatte und dabei auch Schäden verursacht hatte.

Die große Mehrheit des Kreistages stimmte gestern für die Absetzung des Antrages, aber es gab auch acht Gegenstimmen und drei Enthaltungen aus dem Lager von Linken, Grünen und SPD. Der stellvertretende Kreistagsvorsitzende und Runkeler Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) und Bruder der Zwillinge nahm an der Abstimmung nicht teil und hatte den Sitzungssaal verlassen. bl

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