Limburg hat einen neuen Bischof: Mit Beifall und groÃ?er Freude begrüÃ?en die Gläubigen den ersten Mann im Bistum, Georg Bätzing.
+
Limburg hat einen neuen Bischof: Mit Beifall und groÃ?er Freude begrüÃ?en die Gläubigen den ersten Mann im Bistum, Georg Bätzing.

Jahresrückblick

Das war das Jahr 2016 im Kreis Limburg-Weilburg

Limburg. Georg Bätzing braucht in seiner ersten Ansprache nur zwei einfache, ganz kurze Sätze, um die Menschen für sich einzunehmen: „Da bin ich. Da habt Ihr mich“, ruft er ihnen am 18. September im Dom zu. 2000 (überwiegend geladene) Gäste erleben in der Kathedrale, auf dem Domplatz sowie bei Live-Übertragungen in der Stadtkirche und am Priesterseminar die Weihe und die Amtseinführung des 13. Bischofs von Limburg. Ein großer Festtag für das Bistum, das zweieinhalb Jahre auf den neuen Oberhirten von 635 000 Katholiken zwischen Frankfurt und dem Westerwald gewartet hat.

Große Freude über den neuen Bischof

Limburg. Georg Bätzing braucht in seiner ersten Ansprache nur zwei einfache, ganz kurze Sätze, um die Menschen für sich einzunehmen: „Da bin ich. Da habt Ihr mich“, ruft er ihnen am 18. September im Dom zu. 2000 (überwiegend geladene) Gäste erleben in der Kathedrale, auf dem Domplatz sowie bei Live-Übertragungen in der Stadtkirche und am Priesterseminar die Weihe und die Amtseinführung des 13. Bischofs von Limburg. Ein großer Festtag für das Bistum, das zweieinhalb Jahre auf den neuen Oberhirten von 635 000 Katholiken zwischen Frankfurt und dem Westerwald gewartet hat.

Am 1. Juli ernennt der Papst den Nachfolger des in Ungnade gefallenen Franz-Peter Tebartz-van Elst, das Limburger Domkapitel hat ihn wenige Tage vorher gewählt. Zeitpunkt und Auswahl überraschen. Als Günther Geis, der Vorsitzende des Domkapitels, mittags um 12 die Entscheidung im vollbesetzten Dom verkündet, gibt es spontanen Beifall – und ungläubiges Staunen. Den Trierer Generalvikar hatte niemand auf der Rechnung; er selbst zeigt sich an seiner damaligen Wirkungsstätte „tief erschrocken“.

Die Freude in der Diözese ist riesig – und die Erwartungen sind es nicht minder. Georg Bätzing muss das nach dem Skandal um Tebartz in eine schwere Krise gestürzte Bistum wieder zusammenführen und Vertrauen zurückgewinnen. „Führet zusammen“, lautet denn auch sein Wahlspruch.

Eine Herkulesaufgabe. Nach wenigen Auftritten glauben die meisten, dass es Bätzing schaffen kann. Der 55-Jährige erobert die Herzen der Menschen im Sturm. „Ich bin ganz normal“, sagt er bei seinem ersten Besuch in Limburg, und tatsächlich präsentiert der Mann sich ganz anders als sein unnahbarer Vorgänger: sympathisch, offen, unverkrampft, bescheiden, bodenständig, fröhlich. Bätzing strahlt Wärme aus. Die Frage, wo er wohnen wird, interessiert zunächst mehr als alles andere. Am 28. August gibt Bätzing bekannt, dass er nicht in die 31-Millionen-Residenz auf dem Domberg einziehen wird, sondern stattdessen in einen schlichten 50er-Jahre-Bau an der Ferdinand-Dirichs-Straße, etwa 15 Gehminuten vom Dom entfernt.

Am 30. Oktober verabschiedet das Bistum mit großem Dank und Lob Weihbischof Manfred Grothe, der die Diözese zweieinhalb Jahre als Apostolischer Administrator geleitet hat.

Mehr Ereignisse:

Weiter auf Seite 2

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare