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Papst Franziskus hatte im vergangnen Jahr das Armenviertel Kangemi in der kenianischen Hauptstadt Nairobi besucht. Viele Menschen in der Gemeinde St. Joseph jubelten.

Sternsinger engagieren sich für andere

Kinder helfen Kindern in Kenia

Am 6. und 7. Januar klopfen die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien in Hünfelden wieder an die Türen der Häuser. In diesem Jahr sind sie zahlreich wie nie: 81 Kinder wirken an der Aktion mit. Sie wollen helfen.

. So ein bisschen aufgeregt sind Leonardo und Julian ja schon, wenn sie an ihren großen Auftritt denken: Am 6. und 7. Januar ziehen die beiden Jungs zusammen mit ihrer Gruppe los, um Gottes Segen an die Häuser der Hünfeldener zu zeichnen. Denn Leonardo und Julian engagieren sich in diesem Jahr als Sternsinger und sammeln in den Boxen, die sie bei den Vorbereitungstreffen gebastelt haben, Spendengelder für bedürftige Kinder.

Bei der Informations-Veranstaltung des Teams um die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde haben sie viel über den Alltag von kenianischen Kindern gelernt. Der Film über das Partnerland Kenia, an welches in diesem Jahr die Spenden gehen, gab schließlich den Ausschlag. Gemeindediakon Heinz Gemeinder ist diese Art, den Kindern das Schicksal ihrer Altersgenossen in Afrika näher zu bringen, besonders wichtig: „Die Bilder schaffen eine viel größere Nähe als wir das erzählerisch könnten: Kenia ist auf einmal nicht mehr ganz so anonym für die Kinder.“ Tatsächlich hat das die Jungen sehr beeindruckt: „Das hat mir richtig leidgetan, die haben ja gar kein eigenes Zimmer“, findet Julian. Leonardo ergänzt: „Deshalb wollen wir den armen Kindern auch helfen. Damit sie von dem Geld Häuser und Schulen in Kenia bauen können.“

Dass Kinder aus diesen und ähnlichen Gründen bei den Sternsingern dabei sind, hört Sabine Fröhlich-Stangl oft. „Klar, das Verkleiden und Spielen der Rollen macht ihnen auch Spaß“, räumt sie ein. Zusammen mit Nadine Keller hat sie schon im vergangenen Jahr das Sternsingen in Hünfelden organisiert und auch in diesem Jahr wieder richtig Werbung für die Aktion der katholischen Kirche gemacht: „Wir haben fünf Info-Termine veranstaltet und uns auch wieder in Schulen und Kindergärten vorgestellt.“

Das Ergebnis dieser Charme-Offensive kann sich dabei durchaus sehen lassen: 81 Sternsinger werden am 6. Januar in die Hünfeldener Ortsteile Kirberg, Ohren, Neesbach, Heringen und Dauborn ausgesandt.

Nicht nur katholisch

e Kinder dürfen dabei bei den Sternsingern mitmachen: Auch Damit hat die Zahl der teilnehmenden Kinder im Vergleich zum letzten Jahr um 51 Kinder zugenommen. Das mag zwar auch an der guten Werbung liegen, die Sabine Fröhlich-Stangl und ihr Team verbreitet haben, doch den Hauptgrund für den großen Zulauf sieht sie in den Teilnehmern selbst: „Natürlich reden die Kinder auch mit ihren Freunden über die Sternsinger-Aktion und erzählen weiter, wenn sie Spaß daran gehabt haben.

So kam auch Leonardo zu den Sternsingern: „Ein Freund von mir ist im vergangenen Jahr dabei gewesen und hat gesagt, dass es toll ist. Da wollte ich in diesem Jahr auch mitmachen.“ Ob er die Geschichte der Heiligen Drei Könige, die das Vorbild für die katholische Tradition darstellen? „Natürlich kenne ich sie“, sagt er und grinst verschmitzt. „Schließlich spiele ich ja auch beim Krippenspiel mit.“ In den Ferien bedeutet das für den Schüler volles Programm, stehen neben den Proben ja auch die internen Gruppentreffen an. „Dieses Jahr sind wir so viele, dass wir die Kinder für die Vorbereitungen in kleine Teams aufgeteilt haben“, lacht Sabine Fröhlich-Stangl.

Der Aussendungs-

Gottesdienst

für die Sternensinger findet am 6. Januar um 9.30 Uhr im katholischen Pfarrzentrum in Hünfelden-Kirberg statt. Nachdem die Sänger und die Kreide gesegnet worden sind, ziehen die Kinder am 6. und 7. Januar von circa 10 bis 17 Uhr durch die Straßen und segnen Häuser und deren Bewohner. Dabei besuchen die Sternsinger jedes Haus und müssen nicht wie in der Vergangenheit bestellt werden.

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