Landratskandidat

Köberle will Heimat stärken

Michael Köberle ist der Kandidat der CDU für die Landratswahl im Herbst dieses Jahres. Beim Nominierungsparteitag in Weilburg am Samstagvormittag schlossen sich 97,1 Prozent der Delegierten dem Vorschlag des Kreisvorstands und der Kreistagsfraktion an.

Als Nachfolger für das „politische Schwergewicht“ Manfred Michel, der zur Landtagswahl im Herbst nicht mehr antreten wird, habe man nach einer Persönlichkeit gesucht, die in der Lage sei, die sehr erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen und dabei eigene Impulse zu setzen, formulierte Kreisvorsitzender Andreas Hofmeister die Ansprüche an den CDU-Kandidaten. Mit Michael Köberle habe man aus seiner Sicht diese Person gefunden. Der 52-Jährige bringe viel Lebens- und Berufserfahrung mit, überzeuge mit Führungsqualitäten und sei gesellschaftlich sehr gut vernetzt.

Der noch amtierende Landrat Manfred Michel hob hervor, wie reibungslos die Kandidatensuche bei der CDU vonstattengegangen sei, und das obwohl es eine ganze Reihe von geeigneten Persönlichkeiten gegeben habe. Das klappe bei vielen Parteien nicht so. Köberle habe durch seinen Werdegang bewiesen, „dass er Landrat kann“, so Michel. Er könne „anpacken“ und werde „ein verlässlicher Partner“ sein.

Köberle kündigte an, dass er nicht Dinge um des Veränderns Willen verändern werde, „das kostet nur Ressourcen, und die sind wie immer knapp“. Die Bereiche, in denen sein Vorgänger „sehr, sehr große Fußabdrücke“ hinterlasse – Verbesserung der Infrastruktur, der Straßen, der Schulen und der Breitbandausbau – werde er in bewährter Weise weiterführen.

Eigene Akzente wolle er durch die Stärkung der Heimat, den Ausbau der Sicherheit, die Bewahrung der Natur und durch Bürgernähe setzen. Konkret bedeute das unter anderem, dass er die medizinische und soziale Versorgung vor Ort stärken wolle. Auch die Versorgung in den Krankenhäusern müsse weiter optimiert werden. Die Politik müsse an den Bedürfnissen der Familien ausgerichtet werden, es brauche gute Betreuungsangebote und hervorragende Schulen. Gute Arbeitsplätze bräuchten gute Rahmenbedingungen – seien es die Straßen oder sei es das schnelle Internet. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis müsse besser verzahnt werden, weshalb er auf die Bürgermeister der Kommunen zugehen werde, kündigte Köbele an.

Für seine Finanzpolitik versprach der gebürtige Limburger eine Balance zwischen den notwendigen Investitionen und Sparen. Die Vereine sollten – im Rahmen der Möglichkeiten – unterstützt werden. Ein besonderes Augenmerk will Köberle den Rettungsdiensten widmen. Das Gleiche gelte für die Balance zwischen dem immer wichtiger werdenden Tourismus und der wirtschaftlichen und nachhaltigen Landwirtschaft. Die Verwaltung soll noch serviceorientierter und bürgernäher sowie mehr Serviceangebote sollen über das Internet bereitgestellt werden.

Bei der Umsetzung will sich Köberle vor allem auf die eigenen Stärken stützen. „Zusätzliche Hilfe ist natürlich immer schön, aber meist an Forderungen und Einengungen geknüpft und kommt in der Regel erst dann, wenn alle Eigenleistung bereits erbracht ist.“ Ebenfalls solle die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen helfen. Als Leitsatz für seine Arbeit formulierte Köberle: „Der Landkreis muss für seine Bürgerinnen und Bürger Rahmenbedingungen schaffen, damit sie gut und gerne in unserem wunderschönen Landkreis leben und arbeiten.“ Damit überzeugte er offensichtlich die anwesenden CDU-Mitglieder. Er bekam bei zwei Enthaltungen 165 Ja- und fünf Nein-Stimmen.

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