Industrie und Handel

Konjunktur-Motor im Kreis Limburg-Weilburg läuft auf Hochtouren

Die heimische Wirtschaft brummt: Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg im gesamten Landkreis hervorragend bewertet, und zwar so gut, wie es in den vergangenen zehn Jahren selten der Fall war. Und: Die Unternehmen sind optimistisch.

Der heimische Wirtschaft geht es gut: Die Betriebe der Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg wollen mehr investieren und nach wie vor Beschäftigte einstellen, allerdings setzt ihnen der Fachkräftemangel Grenzen. Das ist das zentrale Ergebnis der Umfrage zur wirtschaftlichen Lage in diesem Frühjahr der IHK Limburg.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Limburg-Weilburg hält nach einem starken Jahresbeginn ihr hohes Niveau, wie die IHK mitteilt. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen bündelt, legt um einen Punkt zu und erreicht nun 133 Punkten, was ein sehr hoher Wert ist. Dies spiegelt die gegenwärtig gute Konjunkturlage in ganz Deutschland.

Die derzeitige wirtschaftliche Lage wird von mehr als der Hälfte aller IHK-Unternehmen im Landkreis Limburg-Weilburg als gut befunden und von 42 Prozent als befriedigend; nur fünf Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage als schlecht. „Das ist wie zu Jahresanfang eine insgesamt außergewöhnlich gute Beurteilung“, teilt die IHK mit.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung schätzen die heimischen Unternehmen insgesamt weiterhin optimistisch ein: 26 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, sechs Prozent befürchten eine ungünstigere Entwicklung. Der größte Teil der Unternehmen (68 Prozent) erwartet eine auf hohem Niveau gleichbleibende Entwicklung.

„Der Konjunkturmotor läuft in der heimischen Wirtschaftsregion weiter rund“, bewertet IHK-Präsident Ulrich Heep die wirtschaftliche Lage. „Die Vorzeichen für die weitere Entwicklung sind grundsätzlich gut, auch wenn sich außenwirtschaftlich einiges ins Negative wendet. Die Unternehmen investieren und wollen weiter Beschäftigung aufbauen.“

Im produzierenden Gewerbe hat der Klimaindex nach 139 Punkten zum Jahresanfang 2018 zwar einen kleinen Dämpfer bekommen, erreicht aber aktuell im Frühjahr noch immer besonders gute 132 Punkte, so die IHK. Ihre gegenwärtige Lage bezeichnen derzeit 49 Prozent der Industrieunternehmen als gut, 51 Prozent sind zufrieden. Dazu beigetragen hat nach Angaben der IHK ein Aufschwung der Weltwirtschaft, trotz wachsender Unsicherheiten bezüglich der weltweiten Handelskonflikte und Protektionismus-Bestrebungen wie höhere Zölle.

Mit Blick auf die zukünftige Geschäftslage ist die Industrie insgesamt optimistisch: So erwarten 22 Prozent der Industrieunternehmen eine weitere Verbesserung in 2018, fünf Prozent rechnen mit einer ungünstigeren Entwicklung in diesem Jahr, der große Rest (73 Prozent) geht von einer stabilen Entwicklung aus.

Auch der Klimaindex im heimischen Baugewerbe hat gegenüber dem Jahresbeginn (140 Punkte) etwas nachgegeben, befindet sich im Frühjahr mit 133 Punkten aber nach Angaben der IHK noch immer auf außerordentlich hohem Niveau. Dem Bauhauptgewerbe (Industriebau, Tiefbau, Straßenbau etc.) geht es insgesamt relativ gut, dem Ausbaugewerbe (Installationen, Fußböden, Fensterbau, Dämmung etc.) noch besser. Die gegenwärtige Lage wird von 74 Prozent aller Bauunternehmen als gut bezeichnet, 21 Prozent sind insgesamt zufrieden, fünf Prozent sind nicht zufrieden.

Im Laufe dieses Jahres wird im Baugewerbe insgesamt weiterhin mit einer stabilen, gleichbleibenden Entwicklung gerechnet. „Dabei stößt der große Bedarf vor allem im Straßenbau auf gut ausgelastete Kapazitäten“, teilt die IHK mit. Die Reichweite im Auftragsbestand liege im Bauhauptgewerbe im Durchschnitt bei rund vier Monaten, im Ausbaugewerbe bei drei Monaten.

Die Stimmung im heimischen Einzelhandel ist nach Angaben der IHK weiter gestiegen und im Frühjahr insgesamt besonders gut. Der Klimaindex erreicht nach 114 Punkten zu Jahresanfang mit 126 Punkten einen für die vergangenen Jahre weit überdurchschnittlichen Wert. Die Umsätze haben sich in den vergangenen vier Monaten per Saldo auch gut entwickelt. Sie sind bei 28 Prozent der Unternehmen gestiegen, bei 15 Prozent gefallen und bei 57 Prozent gleichgeblieben.

Beim Blick auf das weitere Jahr sind die Einzelhändler insgesamt jetzt optimistischer als zu Jahresanfang: 21 Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, neun Prozent eine Verschlechterung, 70 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung.

Noch positiver als im Einzelhandel sind die Rückmeldungen aus dem Großhandel . Der Klimaindex erreicht hier hohe 135 Punkte, fast ähnlich viel wie zu Jahresbeginn (138 Punkte). Die gegenwärtige Lage wird von 48 Prozent der Großhändler und Handelsvermittler als gut und von 45 Prozent als befriedigend bezeichnet. Nur sieben Prozent urteilen „schlecht“.

Auch die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe ist insgesamt weiter ausgesprochen gut. Der Wert des Klimaindexes hat sich gegenüber 132 Punkten zu Jahresbeginn auf aktuell 135 Punkte noch leicht verbessert. Die derzeitige Geschäftslage wird von 51 Prozent der Unternehmen als gut bewertet und nur von fünf Prozent als schlecht, 44 Prozent sind zufrieden.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare