Konzert mit „Wow“-Effekt“

  • vonNadja Quirein
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„Let’s have a party“: Das Jahreskonzert von Teacher’s Despair, der Schulband der Fürst-Johann-Ludwig-Schule, brachte die Glasfachschule zum Beben. Viele Gäste kamen und erfreuten sich an den rockigen Klängen.

Die Schüler von Teacher’s Despair ließen es wieder einmal richtig krachen. Beim Konzert in der Glasfachschule zeigten die Musiker gut gelaunt und musikalisch topfit, was sie können. „Wir haben hart gearbeitet“, sagte Christoph Ries, der Leiter und Initiator der im Schuljahr 1994/1995 gegründeten Band, die in diesem Jahr einen großen Besetzungswechsel erlebte. Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Ganz in gewohnter Teacher’s-Despair-Manier rockten die Musiker an dem Abend den Saal – mit einem breitgefächerten musikalischen Repertoire, buntem Discolicht und jeder Menge Überraschungen.

Handgemacht

Moderne Songs, die aktuell im Radio laufen waren ebenso zu hören wie Titel, die zwar nicht mehr ganz so neu sind, aber auf keiner Party fehlen dürfen, und es Tanzwilligen schwer machten, auf den Stühlen zu bleiben. Töne, die bei einigen Stücken in der Originalversion am Rechner produziert wurden, wurden beim Konzert von den Musikern selbstverständlich handgemacht – ein musikalisches Erlebnis mit Unterhaltungsgarantie. Gesanglich ebenso wie instrumental zeigten sich die Nachwuchsmusiker, welch großes Potenzial in ihnen steckt.

Titel von The BossHoss füllten die Glasfachschule ebenso wie Songs von Capital Cities oder anderen bekannten Künstlern. Carolin Kalff, Vanessa Horn, Costa Apochas und Johanna Münz machten diese Stücke mit ihrem Gesang zu etwas ganz besonderem. Mal rauchig und frech, mal sanft, romantisch und ganz weich – die Verschiedenartigkeit ihrer Stimmen und der Interpretationen sorgten für einen „Wow-Effekt“ nach dem nächsten. Die Instrumentalisten taten das Ihrige: Ob Schlagzeug, Bass, Gitarre oder Blasinstrument – die Freude am Spiel traf die Zuhörer unmittelbar. Erstmals war bei einem Jahreskonzert auch eine Violine unter den Instrumenten vertreten: Bei einigen Stücken zeigte sich Alison Haber mit ihrem Streichinstrument und bescherte den Zuhörern ein besonderes Hörerlebnis. Das sei mal was ganz anderes, findet Christoph Ries. Er freute sich, dass dieser Instrumenten-Mix bei den Gästen so gut ankam. Pauline Franz, die eigentlich als Bassistin in der Band spielt, griff zum Kontrabass und zeigte, dass sich die Musiker immer etwas Neues einfallen lassen, musikalisch kreativ sind, gern experimentieren und daraus etwas Wundervolles entstehen kann.

Die Band, die im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiert und zwischenzeitlich ungezählten Zuhörern wundervolle Stunden beschert hat, war schon für manch ein Bandmitglied Sprungbrett oder Startpunkt für ein weiteres musikalisches Wirken. Zudem sind die Schüler ihrer Band auch nach Verlassen der Schule verbunden und kommen gern zu Besuch. So geschehen auch bei diesem Konzert: David Fachinger, ehemaliger FJL-Schüler und Musiker, zeigte sich bei einem Gastauftritt mit einer eigenen Komposition, begeisterte sowohl mit seinem Trompetenspiel als auch mit seinem Gesang, mit dem er kürzlich einen Wettbewerb in Frankfurt gewann. Dass manche Schüler kaum genug bekommen können von der Musik, zeigte auch ein Auftritt von Bandmitgliedern, die nicht nur bei Teacher’s Despair, sondern zudem auch noch in ihrer eigenen Band aktiv sind. Die Stimmung in der Glasfachschule stieg stetig: Die anfänglich noch schüchternen Gäste, die zwar kräftig applaudierten, aber noch nicht feierten, trauten sich später, ihre Begeisterung auch mit Pfiffen, Rufen, Tanzen zu zeigen. Das erfreute auch Christoph Ries, hatte er doch zu Beginn des Konzertes ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Mitmachen und Feiern ausdrücklich erwünscht sind.

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