Der Ex-Bischof von Limburg Tebartz-van Elst bei einem seiner seltenen Auftritte im Vatikan.
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Der Ex-Bischof von Limburg Tebartz-van Elst bei einem seiner seltenen Auftritte im Vatikan.

Nach teurem Neubau und Rauswurf

Der „Protzbischof“ von Limburg: Was macht Tebartz-van Elst heute?

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Im Jahr 2014 verschwand der „Protzbischof“ Tebartz-van Elst aus Limburg. Sicher ist: Er bekommt immer noch Geld von seinem Bistum – und ein zweites Gehalt.

  • „Protzbischof“ Tebartz-van Elst aus Limburg hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
  • Berüchtigt war er für seinen Luxus.
  • Was macht er heute?

Limburg - Die Geschichte von Franz-Peter Tebartz-van Elst bewegte viele Menschen über Limburg hinaus. Der katholische Bischof hatte sich für 31 Millionen Euro einen neuen Dienstsitz errichten lassen. Berüchtigt war der Luxus, mit dem sich der Bischof von Limburg dort umgab.

Tebartz-van Elst musste Posten des Bischofs von Limburg räumen

Nach rund sechs Jahren im Bistum musste Tebartz-van Elst seinen Dienstsitz in Limburg räumen. Er ging nach Rom, Tebartz-van Elst arbeitet seit 2015 im Vatikan

Dort ist er im „Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung“. Seine Aufgabe ist es, die Verkündigung des Evangeliums in Ländern, die zwar religiös geprägt sind, aber den Kontakt zur Kirche verloren haben, zu stärken.

Ex-Bischof von Limburg Tebartz-van Elst gibt seltenen öffentlichen Auftritt

Jetzt ist Tebartz-van Elst bei einem seltenen öffentlichen Auftritt im Vatikan wieder aufgetaucht. Braun gebrannt und mit Vollbart war dort der ehemalige „Protz-Bischof“ von Limburg zu sehen. Er stellte ein neues „Direktorium für die Katechese“ vor. Dabei handelt es sich um ein Regelwerk dafür, wie Menschen im christlichen Glauben unterrichtet werden sollen.

Auch zur aktuellen Corona-Pandemie äußerte sich Tebartz-van Elst. Kritisch sieht er dabei die voranschreitende Digitalisierung. „Wir können manches sehr schnell über Videokonferenzen klären, aber das Medium ersetzt nicht die persönliche Kommunikation“, so der ehemalige Bischof aus Limburg

Ehemaliger Bischof von Limburg Tebartz-van Elst verdient doppelt

In Deutschland hält sich Tebartz-van Elst nach eigenen Angaben ebenfalls hin und wieder auf, vor zwei Jahren kam er nach Limburg*. Ob er bei der Reise auf Flüge in der Business oder First Class setzt, war nicht in Erfahrung zu bringen. Denn auch dafür war der damalige Bischof von Limburg in die Kritik geraten. 2012 war er zu einem Hilfsprojekt nach Indien gereist. Seine Tickets waren vom Bistum Limburg für die Business Class gebucht worden und aus privatem Geld seines Generalvikars auf die First Class hochgebucht worden.

First Class leisten könnte sich der ehemalige Bischof von Limburg wahrscheinlich. Denn er bezieht noch immer eine Pension des Bistums Limburg. Über die Höhe der Pension schweigt die katholische Kirche. Experten wie der Theologe Professor Manfred Becker-Huberti schätzen sie auf 3000 bis 5000 Euro. Zusätzlich erhält Tebartz-van Elst noch ein Gehalt des Vatikans, ebenfalls in unbekannter Höhe.

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