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Am 3. September sollen die Stadtverordneten über den Entwurf des Masterplans Mobilität abstimmen. Darum geht es.

Masterplan Mobilität

Limburg soll für Radfahrer und Fußgänger wieder attraktiver werden

Am 3. September sollen die Stadtverordneten über den Entwurf des Masterplans Mobilität abstimmen. Darum geht es.

Limburg - Der Magistrat bietet den Mitgliedern der Limburger Stadtverordnetenversammlung, der Ortsbeiräte sowie des Behindertenbeirats an, an seiner Sitzung am Dienstag, 13. August, teilzunehmen. Dann wird der Entwurf des Masterplans Mobilität von Mitarbeitern des beauftragten Ingenieurbüros Planersocietät vorgestellt und erläutert. Diese gemeinsame Sitzung ist nicht-öffentlich. Die Bürger waren am 16. Mai im Kolpinghaus über die Vorschläge im Masterplan Mobilität informiert worden.

"Wir sind auf dem richtigen Weg", sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD). Er ist überzeugt davon, dass die im Konzept vorgelegten Maßnahmen zu einer Verbesserung der Mobilität der Stadt und für ihre Bürger führen wird. Dabei hat die Politik die Wahl zwischen zwei Szenarien in der Zielsetzung: "Fortschritt" oder "Verkehrswende".

Limburg: Masterplan Mobilität und Verkehrswende

Unter dem Stichwort "Verkehrswende" werden zum Teil deutlich stärkere Veränderungen verfolgt, die allerdings auch zu größeren Eingriffen führen. Die einzelnen Maßnahmen haben unterschiedliche Prioritäten und erstrecken sich über verschiedene Zeiträume der Umsetzung bis spätestens 2030.

Nach Angaben von David Madden vom Ingenieurbüro Planersocietät sind nach der öffentlichen Vorstellung des Masterplans im Kolpinghaus im Mai noch einige kleine Anpassungen im Konzept vorgenommen worden. Insgesamt sieht Madden das Konzept durch die Rückmeldungen in der Veranstaltung bestätigt. Ziel ist es, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs in Limburg zu reduzieren und die Anteile von Fuß- und Radverkehr sowie des ÖPNV zu erhöhen.

Im Handlungsfeld Fußverkehr sind sicherere Schulwege ein Schlüsselprojekt. Dazu gehört zum Beispiel auch der Bereich der Blumenröder Straße. Die Stadt hat dazu einen Förderantrag gestellt, der vom Land genehmigt wurde. Damit ist klar: Der Kreuzungsbereich mit Galmerstraße und Hochstraße wird ausgebaut. Als sehr sinnvoll wird auch eine barrierefreie und höhengleiche Querung der B 8 am Offheimer Weg angesehen.

Als Leuchtturmprojekte im Radverkehr werden die Prüfung und Umsetzung von Schnellverbindungen in die Kernstadt sowie der Bau einer großen Abstellanlage für Fahrräder am Stadtbahnhof eingestuft. Unter dem Aspekt "Verkehrswende" wird eine Aufwertung und Anbindung der Nordseite des ICE-Bahnhofs für den Radverkehr eingestuft. 

Projekt Nahmobilität

Wichtigstes Projekt im Handlungsfeld "Nahmobilität" ist die Schaffung einer neuen Schienenquerung für den Rad- und Fußverkehr am Bahnhof mit dem Bau einer Brücke. Unter dem Aspekt "Verkehrswende" wird eine zusätzliche Lahnbrücke für Fuß- und Radverkehr aufgeführt.

Im Bereich ÖPNV ist die Einführung einer neuen Tarifstufe für den Stadtverkehr unterhalb der bestehenden Tarifstufe 1 des RMV ein Leuchtturm-Projekt. Als sehr sinnvoll wird auch die Darstellung von Busabfahrtzeiten in Echtzeit per App und in gängigen digitalen Kartendiensten angesehen.

Beim Kraftfahrzeugverkehr sind als Schlüsselmaßnahme umfangreiche Verbesserungen beim Parkraummanagement im Stadtzentrum vorgesehen. Damit wird das Ziel verfolgt, den Parksuchverkehr zu mindern und Parkvorgänge aus dem Straßenraum in die Parkhäuser zu verlagern. Als sehr sinnvoll wird die Einrichtung weiterer Tempo-30-Zonen angesehen, ebenso ein Tempolimit (100 km/h) auf der Autobahn in Höhe der Stadt. 

(red)

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