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Dorea übernimmt Cura Sana

Stillschweigen über den Kaufpreis

Dorea-Gruppe übernimmt in Limburg Pflegeeinrichtungen von Cura Sana

In Limburg übernimmt Dorea-Gruppe Senioren- und Pflegeheime von Cura-Sana: Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen

Limburg - Wechsel in der Regie von Senioren- und Pflegeheimen: Die Dorea-Gruppe übernimmt derzeit neun stationäre Einrichtungen von Cura Sana in Hessen und in Rheinland-Pfalz. Dabei handelt es sich um die Häuser in Limburg-Blumenrod, Lindenholzhausen, Runkel, Hahnstätten, Wöllstein, Herbstein, Gebenau, Münzenberg und Steinau, wie das Unternehmen auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. 

Dorea-Gruppe übernimmt in Limburg 604 Betten von Cura-Sana

Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Die Übernahme erfolgt seit Dezember vergangenen Jahres sukzessive. Denn: Die 2015 gegründete Dorea-Gruppe tritt nicht als Käufer der Immobilien, sondern als Betreiber der Seniorenheime ein. Laut Firmensprecher Wolfpeter Hocke werden im März und im April noch weitere Gespräche mit den Eigentümern geführt, die dem Pächterwechsel zustimmen müssen.Die neun Häuser haben eine Kapazität von insgesamt 604 Betten. 

Cura Sana hat Sitz in Bad Camberg

Cura Sana, 2005 von Thomas Klinke mit Sitz in Bad Camberg gegründet, wird weiterhin eigene Einrichtungen projektieren und managen. Dazu gehört auch die neue Seniorenwohnanlage auf dem ehemaligen Molitex-Gelände in Bad Camberg, bestätigt Cura Sana auf Nachfrage. „Die Mitarbeiter werden natürlich übernommen“, äußert sich Dorea-Sprecher Hocke zur personellen Situation nach dem Firmenwechsel. „Auf diesem Markt gibt es solch einen eklatanten Personalmangel, dass das keine Frage ist.“

Dorea-Gruppe will wachsen

Die Dorea Gruppe mit Sitz in Berlin wurde erst im November vom französischen Familienunternehmen Mulliez übernommen. Sie setze ihren geplanten Wachstumskurs fort. Einschließlich der von Cura Sana übernommenen Einrichtungen liege die Zahl der Mitarbeiter nun bei 4650 in 68 Einrichtungen und acht ambulanten Pflegediensten. Dorea verfolge im deutschen Pflegemarkt eine „Buy-and-Build-Strategie“ mit dem Ziel, mittelständische Unternehmen zu erwerben, Wertschöpfungspotenziale zu realisieren und ein bundesweit relevantes sowie qualitativ und konzeptionell führendes Unternehmen im wachsenden Markt der Pflegedienstleistungen zu werden. Der Fokus der Akquisition liege dabei auf Marktteilnehmern mit bis zu 15 Einrichtungen bei guter Immobiliensubstanz, attraktiven Standorten und einem guten bis sehr guten Leistungsangebot.

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VON PETRA HACKERT

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