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Für Senioren ist das eigene Auto ein wichtiger Faktor für Mobilität.

Verkehr

Keine Pflichtprüfungen für ältere Autofahrer - stattdessen freiwillige Maßnahmen?

Statt ältere Menschen in ihrer Mobilität mit dem Auto - vor allem durch Vorschriften oder neue Gesetze - einzuschränken, spricht sich die CDU-Senioren-Union Limburg dafür aus, das Angebot an freiwilligen Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen auszubauen.

Limburg - Sind Senioren am Autosteuer ein Risikofaktor? In der jüngsten Vorstandssitzung hat sich die Senioren-Union der CDU Limburg intensiv mit diesem Thema befasst. Anlass sind die sehr unterschiedlichen Meinungen, ob Pflichtuntersuchungen und/oder ein Risiko-Aufschlag bei der Pkw-Versicherung einen Nutzen für den allgemeinen Autoverkehr hätten.

Nach Unfällen mit Beteiligung älterer Menschen entflamme immer wieder die Diskussion um Altersbegrenzungen fürs Autofahren oder regelmäßige Eignungs-/oder Fitnesstests, teilt die Senioren-Union mit. "Diese kontroversen und für die älteren Mitbürger teilweise disqualifizierenden Äußerungen lassen alle Alarmglocken läuten", heißt es in einer Presseerklärung.

Am sinnvollsten sei, das Angebot an freiwilligen Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen auszubauen, teilt die Senioren-Union Limburg mit. Auf diese Weise könnten Senioren, insbesondere wenn sie 75 Jahre und älter sind, individuelle Schwächen erkennen und gezielt ein situationsgerechtes Fahrverhalten einüben.

Wer könnte das leisten? Zu allererst der verantwortungsbewusste Autofahrer selbst, dann Vertrauenspersonen aus dem engsten Familienkreis, die Haus- und Fachärzte. Außerdem seien Verkehrsclubs, Versicherer und die Politik gefordert, dem älteren Mitbürger die Lebensqualität zu erhalten, die er aufgrund seines "biologischen Alters" noch haben darf.

Lebensqualität erhalten

Altersabhängige Pflichtprüfungen (zum Beispiel nach Unfällen) mit derzeit bekannten Methoden sind nach Auffassung der Senioren-Union ungeeignet, denn entsprechende Forderungen ignorierten den Wissensstand des Führerscheininhabers. Der Nutzen eines fahrtechnischen Trainings komme hingegen der Verkehrssicherheit zugute und - bei vorhandenen und selbst erkannten Defiziten - vor allem dem älteren Fahrer selbst, da er bei einem Unfall altersbedingt die höchste Verletzungsgefahr trage.

Im eigenen Auto fühlten sich viele Senioren sicherer als auf Bürgersteigen und Wegen, zumal nunmehr noch die Elektroroller den öffentlichen Raum zusätzlich belasteten. "Wir alle - die ältere Generation - sind gefordert, mit Selbstbewusstsein und positiven Beispielen für unsere Akzeptanz in der mobilen Gesellschaft zu sorgen", teilt die Senioren-Union mit.

Für das Jahr 2030 werde geschätzt, dass 35 Prozent aller Führerschein-Inhaber Senioren im Alter "65 plus" sein werden. Die Auto-Mobilität der Senioren trage sehr wesentlich dazu bei, ihre Beweglichkeit und damit ihre Lebensqualität zu erhalten. Die mit hohen Kosten verbundene Hilfsbedürftigkeit werde damit möglichst lange vermieden. "Zwangstests zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit und/oder gesundheitliche Pflichtuntersuchungen lehnen wir ab", teilt die Senioren-Union mit. "Wir sind der Auffassung, dass die Nachteile überwiegen werden." Im Auto sei der ältere Mensch in vielen Fällen am sichersten unterwegs. Er fahre konzentriert und überlegt und meide Risiken. red

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