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Zwischen dem Neubau des Kreissozialamtes (links) und dem Job-Center (rechts) entsteht in der Limburger Innenstadt der rund 2,3 Millionen teure Anbau für das Job-Center. An der Baustelle des aufgestellten Krans haben die Arbeiten bereits begonnen.

Darlehen über 2,3 Millionen Euro

Das Job-Center wird erweitert - Neubau soll im  2020 fertig sein

Für einen Anbau am Job-Center in Limburg hat der Kreistag Limburg-Weilburg mit großer Mehrheit ein Darlehen in Höhe von 2,3 Millionen Euro an die kreiseigene Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung (GAB) beschlossen.

Limburg - Die Erweiterung des Job-Centers an der Cahenslystraße in Limburg sei erforderlich, weil die bauliche Struktur schon seit langer Zeit nicht zufriedenstellend sei, sagte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses im Kreistag, Dr. Frank Schmidt (SPD), in der Sitzung im Bürgerhaus in Runkel-Steeden. Bei einer Gegenstimme des Abgeordneten Bernd Steioff (Linke) stimmten alle anderen Mitglieder für die Erweiterung. Zuvor hatte der Ausschuss der Gewährung des Darlehens zugestimmt. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 30 Jahre.

Zusätzlicher Platzbedarf für das Job-Center war schon länger im Gespräch. Schmidt bezeichnete die Lage des Gebäudes auf dem ehemaligen Bundeswehr-Gelände (vormals Maschinenfabrik Scheid) als "Filet-Stück" in der Limburger Innenstadt. Die GAB hat mit dem Job-Center noch einen 20-jährigen Mietvertrag. Weil die GAB eine kreiseigene Gesellschaft ist, behalte der Kreis auch weiterhin an der Immobilie "den Hut" auf, meinte Schmidt. Als der spätere Landrat Manfred Michel (CDU) im Jahr 2000 zunächst als Erster Kreisbeigeordneter gewählt worden war, zählte es zu seinen ersten Amtshandlungen, für die GAB und damit für den Kreis das Innenstadt-Gelände nach der Schließung des Versorgungskommandos 850 Limburg von der Bundeswehr zu kaufen.

Gemeinsame Einrichtung

Das Job-Center Limburg-Weilburg ist eine gemeinsame Einrichtung des Landkreises Limburg-Weilburg sowie der Agentur für Arbeit Limburg und seit dem Januar 2011 Rechtsnachfolger der im Jahre 2005 gegründeten ARGE Limburg-Weilburg. Im Zuge der seinerzeitigen Zusammenlegung der Sozialhilfe und der Arbeitslosenhilfe wurden dem Job-Center die Aufgaben der Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II übertragen.

Bernd Steioff (Linke) sah zwar die Verbesserung der Baustruktur als positiv an, doch hätte er es gerne gesehen, wenn der Kreis selbst als Eigentümer auftrete. Weil dies nicht geschehe, könne er der Ausleihung nicht zustimmen.

Die GAB hatte bereits im März 2017 eine zusätzliche Nutzfläche für das Job-Center von rund 1000 Quadratmeter mit geschätzten Kosten von rund 1,9 Millionen Euro vorgestellt. Die Anbindung an das bestehende Gebäude sowie Außen- und Versorgungsanlagen waren dabei noch nicht berücksichtigt. Die Geschäftsleitung der GAB hat mit dem Job-Center zur Erweiterung der Mietflächen eine Einigung erzielt.

Das beauftragte Architekturbüro Kramm, Seelbach und Groh (Elz) hat die Planungen konkretisiert. Die Baukostenschätzung des Planers beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Einschließlich der baubedingten Nebenarbeiten wird von einer Investition von maximal 2,3 Millionen Euro ausgegangen. Die Neubaumaßnahme soll bereits im späten Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

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