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Der Schriftzug "Polizei" steht auf einem Polizeiwagen. Foto: Markus Künzel

A 3 gesperrt, Suchaktion; Schläge

17-Jähriger löst in der Region Wirbel aus

Ein weggelaufener 17-Jähriger hat am Sonntagabend für eine Sperrung und einen Hubschraubereinsatz im Bereich der Autobahn bei Limburg gesorgt und einen Polizisten attackiert.

. Ein psychisch kranker junger Mann hat am Sonntagabend in der Region für großen Wirbel gesorgt. Er war auf der A 3in Richtung Köln aus dem Auto seiner Eltern gestiegen und fortgelaufen. Die Polizei sperrte daraufhin die Autobahn und suchte mit der Hubschrauberstaffel das umliegende Gebiet ab. Die Suche blieb zunächst erfolglos, die Beamten gaben die Fahrbahn nach etwa einer Stunde wieder frei. Unterdessen wurde der 17-Jährige mutmaßlich in Nentershausen gesehen und schließlich von der Polizei am Limburger Bahnhof aufgegriffen.

Dort soll er versucht haben, einem 18-Jährigen im Bereich der Gleise dessen Laptop-Tasche zu entreißen und ihn – nachdem ihm dies nicht gelang – mehrfach geschlagen haben.

Beim Eintreffen der Streife ergriff der Beschuldigte zunächst zu Fuß die Flucht. Kurze Zeit später konnte er am Bahnhof festgenommen werden. Bei der Überprüfung des Jungen auf der Polizeistation in Limburg stellte sich dann heraus, dass es sich um den Gesuchten handelte, der auf der Autobahn aus dem Fahrzeug seiner Eltern abgehauen war .

Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme sollte der Jugendliche im Anschluss an seine Festnahme in Begleitung einer Streife der Autobahnpolizei Montabaur in eine Psychiatrie gebracht werden – wie von seinen Eltern ursprünglich beabsichtigt. Als der 17-Jährige davon erfuhr, soll er einen Beamten der Limburger Polizei mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen versuchten Raubes und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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