Von Linter aus ging es für die Wanderer Richtung Mensfelder Kopf. Foto: Klöppel

Neuer Start- und Zielplatz

Wanderfreunde des TuS Dietkirchen wollen etwas abspecken und nur noch zwei Termine im Jahr anbieten

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1770 Menschen haben sich am Wochenende am 78. Volksmarsch der Wanderfreunde des TuS Dietkirchen beteiligt. Gestern zogen genau 1011 bei herrlichem Winterwetter durch die Landschaft.

Obwohl diesmal gut 300 Teilnehmer mehr als vor einem Jahr kamen, wollen die Veranstalter künftig etwas abspecken und nur noch zwei statt drei Volkswandertage im Jahr anbieten. „Wir wollen die Helfer nicht überfordern“, sagte Cheforganisator Karl-Heinz Flach. Pro Veranstaltungstag seien 100 Leute im Einsatz.

Deshalb werde es 2019 zum letzten Mal bei Dietkirchen eine Wanderung am 3. Oktober geben. Eigentlich wollte der Verein den Termin im Winter streichen. Letztes Jahr hatte der TuS den Start- und Zielbereich in der Limburger Markthalle, weil am Dietkircher Bürgerhaus mittlerweile zu wenig Parkplätze für eine Veranstaltung dieser Größe sind. „Da haben wir 3000 Euro alleine an Energiekosten an dem einen Wochenende zahlen müssen“, erinnert sich Abteilungsleiter Flach zurück. Trotzdem sei es nicht besonders warm gewesen, so dass viele Aktive nicht lange in der Halle geblieben seien und der Umsatz dementsprechend niedrig gewesen sei. Doch dann war Flach zum Geburtstag des Noch-Landrates eingeladen und kam mit ihm ins Gespräch. Bevor Michel sein Amt an seinen Nachfolger Michael Köberle übergab, entschied er noch, dass die Wanderfreunde gegen eine Spende an die Schule für ein Wochenende die Limburger Adolf-Reichwein-Schule als Start und Ziel bekommen können.

Drei Strecken

Den Teilnehmern standen Strecken über sechs, zwölf und 21 Kilometer zur Auswahl. Die kleine führte durch das Tal Josaphat nach Linter, die mittlere von dort zum Mensfelder Kopf und die lange noch über Ober- und Niederneisen sowie Holzheim nach Blumenrod zurück. „Die Wanderer waren von den Routen begeistert“, berichtete Karl-Heinz Flach.

Fritz Bachmann war aus Mainz gekommen. „Das Wandern fördert die Gesundheit“, sagte er zu seiner Motivation. Es mache aber auch immer Spaß, bei den Wanderungen nette Leute zu treffen. Jürgen Kremer aus Köln erzählte: „Laufen kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, aber ich sitze die ganze Woche beruflich am PC und brauche weiter Bewegung“. Engelbert Lins berichtete, dass er schon 46 000 Kilometer gewandert ist „weil ich aufgrund von Rückenproblemen Bewegung brauche“. Wandern könne er auch mit seinem anderen Hobby Reisen verbinden. Jedes Wochenende sei er auf Tour. Der Mann aus Fulda ist nach eigenen Angaben auch schon durch Amerika, Asien und Australien gewandert.

Jedes Wochenende aktiv

Karl-Heinz Flach kam während seiner Bundeswehrzeit im Saarland über ein Plakat zum Volkssportverband und absolvierte am Wochenende regelmäßig Marathons, marschierte also 41,195 Kilometer. Heute ist er lieber mit Gleichgesinnten unterwegs und freut sich, alte Wanderfreunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu machen. „Ich bin immer froh, wenn Wochenende ist und wieder gewandert wird“, sagte der 69-Jährige mit strahlenden Augen. Der Wahl-Dorndorfer fährt jedes Wochenende zu zwei anderen Wanderungen in der Hoffnung, dass die anderen Vereine auch nach Limburg kommen – und diese Rechnung ging am Samstag und Sonntag wieder auf. Die Teilnehmer kamen teilweise von weit her.

Flach gab einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Abteilung. Der TuS richtet nicht nur die Volkswandertage aus, sondern betreut auch noch je zwei Permanentwanderwege in Limburg und Runkel. Er organisiert 27 Busfahrten zu auswärtigen Wanderungen im Jahr; in der Regel sind über 40 Aktive dabei.

(rok)

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