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Kreisel

Ampel-Kreuzung am Globus und Media-Markt soll nach Vorschlag des Magistrats verschwinden

Die Ampeln sollen weg, dafür ein Kreisel hin: An der Kreuzung Dietkircher Weg, Mundipharmastraße und Höhenstraße (Globus und Media-Markt) schlägt der Magistrat den Stadtverordneten vor, einen Kreisverkehr einzurichten. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 600 000 Euro.

Wer häufiger an dieser Ampelanlage steht, wird angesichts mitunter sehr langer Rotphasen auf die Geduldsprobe gestellt. Weil die Anlage aus dem Jahr 1999 baulich und signaltechnisch veraltet ist und komplett erneuert werden müsste, schlägt der Magistrat statt einer neuen Ampelanlage am Knotenpunkt Dietkircher Weg, Mundipharmastraße, Höhenstraße einen Kreisverkehr vor.

Nach Angaben des Ersten Stadtrats Michael Stanke (CDU) weist ein Kreisel in den Hauptverkehrszeiten Vorteile in der Qualität des Verkehrsablaufs gegenüber der Ampelanlage auf. Durch eine entsprechende bauliche Gestaltung des Kreisels werde auch dem Sicherheitsbedürfnis der Fußgänger und Radfahrer entsprochen, die heute teilweise lange Wartezeiten an den (Fußgänger-)Ampeln hätten. Dies soll durch Mittelinseln auf den Straßen erreicht werden, die zum Kreisel führen. Die Mittelinseln sollen den Autofahrern den Eindruck von einer sich verengenden Fahrbahn vermitteln. Aufgrund dieser optischen Wahrnehmung werde die Geschwindigkeit reduziert, zudem sei bei der Einfahrt in den Kreisel Vorfahrt zu gewähren.

Bessere Verkehrssicherheit

Die Mittelinseln sollen denen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, das Überqueren der Straßen erleichtern. Die Fahrbahn ließe sich damit in zwei Etappen überqueren, somit hätten sich Fußgänger und Radfahrer nur auf den ankommenden Fahrzeugverkehr aus einer Fahrtrichtung zu konzentrieren. Die Mittelinseln verfügten über eine Aufstellfläche mit einer Größe von drei mal drei Metern und seien ausreichend bemessen.

Ein Ingenieurbüro war vom Magistrat damit beauftragt worden, die Machbarkeit eines Kreisverkehrs an diesem Knotenpunkt zu überprüfen. Dabei galt ein besonderes Augenmerk der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Stanke begründet das Gutachten mit Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung aus den Jahren 2002 und 2003. Danach gehöre der untersuchte Knotenpunkt zu denen, an denen die Einrichtung eines Kreisverkehrs zu prüfen sei. Grundsätzlich sei die Einrichtung von Kreisverkehrsplätzen in Erwägung zu ziehen, wenn bestehende Ampelanlagen erneuert werden müssten.

Lange Wartezeiten

Nach Angaben von Stanke belaufen sich die Kosten für eine Erneuerung der Ampelanlage auf rund 255 000 Euro, hinzu kämen jährliche Wartungs- und Stromkosten in Höhe von 3300 Euro. Der Umbau zu einem Kreisel schlage mit deutlich höheren Kosten zu Buche. Allerdings müsse eine Ampelanlage alle 20 bis 25 Jahre komplett erneuert werden, das sei bei einem Kreisverkehr nicht der Fall, macht Stanke deutlich. Über die notwendigen Haushaltsmittel müssen die Stadtverordneten entscheiden.

„Hauptgrund muss aber die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes sein“, sagt der Erste Stadtrat. „Und die wird durch einen Kreisel – je nach Verkehrsmittel und Richtung – zum Teil deutlich verbessert“. Er weist auf lange Wartezeiten von aus Limburg kommenden Fahrzeugen auf der Abbiegespur zum Einkaufszentrum hin. Für diese Autofahrer sowie für die Fußgänger und Radfahrer gäbe es mit einem Kreisverkehr die deutlichsten Verbesserungen. Natürlich müsse auch der Schulweg der Dietkircher Schüler nochmals genau untersucht werden, so Stanke. Aber im weiteren Verlauf existiere bereits ein Kreisverkehr, der auch funktioniert.

In der Vergangenheit war der Bau eines Kreisverkehrs an diesem Knotenpunkt abgelehnt worden. Nach Angaben des Ersten Stadtrats war dafür verantwortlich, dass die einzelnen Äste des Kreisverkehrs zu unterschiedliche Verkehrsbelastungen aufwiesen. Die Verkehrsbelastung über die Mundipharma-Straße zu dem Einkaufsmarkt sowie dem dahinter liegenden Gewerbegebiet sei deutlich größer als der Verkehr auf der Höhenstraße gewesen.

Die Belastung auf der Mundipharma-Straße ist nach Angaben von Stanke durch eine zweite Zufahrt über die Straße „Auf der Heide“ deutlich gesunken, so dass ein Kreisel heute möglich sein.

red

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