Geburten

Anke Lingenau ist die neue Leitende Hebamme im Vincenz-Kreißsaal

So sicher, so geborgen und so natürlich wie möglich – dieser Leitsatz skizziert die Philosophie des Kreißsaalteams am St. Vincenz. Geprägt wurde er auch durch die langjährige engagierte Leitende Hebamme Barbara Martin. Als diese in den Ruhestand ging, wurde jetzt Anke Lingenau zu ihrer Nachfolgerin ernannt.

„Ich fühle mich angekommen“, beschreibt Anke Lingenau ihre neue Arbeit als Leitende Hebamme am St. Vincenz-Krankenhaus. „Ich gehe sehr zufrieden, ausgeglichen und glücklich nach Hause – das merkt auch meine Familie“, sagt die 45-Jährige. Ob sie nun, da sie Leitende Hebamme geworden sei, nicht doch noch das eine oder andere ändern wolle? Nein, sagt Anke Lingenau, „ich habe hervorragende Kolleginnen, ein tolles Team, das hinter mir steht – ich möchte eigentlich nicht viel ändern.

So wie es ist, ist es perfekt!“ Hebamme sein, das war schon immer ihr Wunschberuf: „Werdenden Eltern mit meinem Wissen und Können bei dieser existenziellen Erfahrung beizustehen, das ist doch das Unbeschreiblichste, was man erleben kann“, sagt Lingenau nach 26 Berufsjahren über ihre Profession.

Ihr Ziel sei es, das Familienglück mit dem Neugeborenen perfekt zu machen. Wenn man diese einzigartige Situation der Geburt gemeinsam mit den Eltern durchstehe, könne es auch einmal passieren, dass man vor Glück weint: „Das steckt einfach an.“

„Auch wenn die glückliche Grundstimmung, die positiven Erfahrungen überwiegen, so gibt es doch auch traurige Erlebnisse – leider“, sagt Anke Lingenau. Gespräche im Team würden dann helfen: „Wir fangen uns gegenseitig auf“, sagt sie. Manches aber trage man unweigerlich mit nach Hause.

Anke Lingenau ist auch selbst Mutter: Eine Tochter und zwei Söhne hat sie und war bei drei Kindern immer voll berufstätig. Ihre Ausbildung, ein dreijähriges Fachschulstudium, absolvierte sie an der Martin-Luther-Universität Halle. Nach einer einjährigen Stippvisite in Ludwigsburg wechselte sie 1992 an die HSK-Kliniken nach Wiesbaden. Beim Wechsel zum St. Vincenz nach so langer Zeit hat auch die Etablierung der neuen Kinderklinik als wesentlicher positiver Aspekt mit den Ausschlag gegeben.

Dem Leitsatz des Vincenz-Kreißsaalteams „So sicher, so geborgen und so natürlich wie möglich, einfach wunderbar gebor(g)en“ hat Lingenau nichts hinzuzufügen, denn die Geburtshilfe am St. Vincenz bietet ein dichtes Betreuungsnetz, um die Schwangere, das ungeborene Kind und auch den Vater individuell zu begleiten: Hebammen, Fachärzte der Frauenklinik, der Anästhesie, der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, OP- und Anästhesiepfleger, Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern und Stillberaterinnen sind rund um die Uhr zum Wohl und für die Sicherheit von Mutter und Kind vor Ort. 24 Stunden steht ein großer personeller Stab bereit, um zeitnah eingreifen zu können, wenn es doch einmal Unregelmäßigkeiten oder Komplikationen geben sollte. Im Juli 2017 wurde das geburtshilfliche Spektrum erweitert. Durch die Etablierung der Klinik- für Kinder- und Jugendmedizin darf sich die Geburtshilfe „perinataler Schwerpunkt“ nennen, also maximale Sicherheit für die werdende Mutter und ihr Kind sowie enge Zusammenarbeit von Frauen- und Kinderärzten unter einem Dach.

(red)

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