Positive Entwicklung

Arbeitsmarkt in der Region hat Bestwerte zum Jahresende

Die Arbeitsagenturen in der Region ziehen eine positive Bilanz für 2018 und sind zuversichtlich, dass die gute Entwicklung 2019 anhält. Die Arbeitslosenquote war im Dezember 2018 so niedrig wie noch nie zum Jahresausklang.

Am Ende des Jahres steigen die Arbeitslosenzahlen normalerweise spürbar an, weil Tätigkeiten im Außengewerbe ruhen – vor allem in der Baubranche und im Garten- und Landschaftsbau. „Ein so minimaler Anstieg wie jetzt findet sich auch im langjährigen Vergleich nicht“, sagte gestern Elmar Wagner, Chef der für den Rhein-Lahn-Kreis und den Westerwaldkreis zuständigen Agentur für Arbeit Montabaur.

„Der Arbeitsmarkt hat sich auch im Dezember außerordentlich robust gezeigt. Neben den stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat in diesem Monat auch die Witterung noch einigermaßen mitgespielt, so dass im Bauhaupt- und Nebengewerbe sowie in anderen witterungsabhängigen Branchen durchaus noch gearbeitet werden konnte“, erklärte der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar Michael Beck.

Im Kreis Limburg-Weilburg lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 4,1 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Dezember 2017 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 3788 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 1182 mehr als im November (+5 Prozent) und 36 weniger als vor einem Jahr (-0,9 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis 4,2 Prozent; 3865 Menschen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im Agenturbezirk Montabaur sind die Zahlen wie immer noch deutlich besser. Für den Westerwaldkreis werden 2796 Menschen ohne Job gezählt. Das sind zwei weniger als im November, jedoch 664 weniger als Ende 2017. Die Quote beträgt 2,5 Prozent, das ist ein Rückgang um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besser als erwartet

Im Rhein-Lahn-Kreis sind mit 1959 Arbeitslosen 18 Personen mehr gemeldet als im November, aber 133 weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote ist gegenüber November um 0,1 auf 3 Prozent gestiegen, liegt aber 0,2 Prozent unter dem Dezemberwert 2017.

Nach Angaben von Michael Beck hat sich der Arbeitsmarkt 2018 deutlich besser entwickelt, als viele dies angesichts der politischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prognostiziert hätten. So habe die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Bezirk Limburg-Weilburg um 584 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent abgenommen. Erfreulicherweise sei die Arbeitslosigkeit insbesondere bei den Jugendlichen (-12,3 Prozent) und bei den über 50-Jährigen (-5,8 Prozent) überproportional zurückgegangen. Motor der positiven Entwicklung sei vor allem die weiterhin kräftige Personalnachfrage der heimischen Unternehmen gewesen.

Zwar seien die Vermittlungsaufträge um 3,2 Prozent hinter dem Rekordjahr 2017 zurückgeblieben, dennoch hätten die Betriebe und Verwaltungen im letzten Jahr 12 086 Vermittlungsaufträge erteilt – dies sei mit Abstand der zweithöchste Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Auch für 2019 geht der Geschäftsführer von stabilen Arbeitsmarktverhältnissen rund um Limburg aus. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung habe für die Region in einer mittleren Projektion einen weiteren Anstieg der Beschäftigung um 2,1 Prozent prognostiziert. Dies bedeute einen Beschäftigungszuwachs von 3100 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. In der gleichen Studie veröffentliche die „Denkfabrik“ der Bundesagentur für Arbeit für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar einen wahrscheinlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 7,4 Prozent oder 800 Arbeitslosen.

Quote bei 3 Prozent

Elmar Wagner blickt in Montabaur erfreut auf ein Jahr zurück, „in dem es Monat für Monat Bestmarken am regionalen Arbeitsmarkt zu vermelden gab.“ Im Jahresdurchschnitt waren im Agenturbezirk 5406 Menschen ohne Job gemeldet. Der Mittelwert der Arbeitslosenquote lag bei glatten 3 Prozent. Gegenüber 2017 entspricht das einem Rückgang um 606 Personen beziehungsweise 0,4 Prozentpunkten in der Quote. Künftig gelte es darauf hinzuwirken, dass Menschen durchgehend beschäftigt bleiben und auch Langzeitarbeitslose Jobs bekommen und dauerhaft ins Erwerbsleben integriert werden.

(oh)

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