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Das Verwaltungsgebäude des Bistums am Roßmarkt 4 hinter der Stadtkirche soll saniert werden. Foto: Dickmann

Mehrere Gebäude sind Sanierungsfälle

Bistum Limburg wird auf Vordermann gebracht - Kostspieliger Fünfjahresplan entwickelt 

Das Bistum Limburg will seine Verwaltungsgebäude zukunftsfähig machen. Dazu wird derzeit ein Fünfjahresplan für das Bischöfliche Ordinariat entwickelt. Die Kosten sind noch offen, doch günstig dürfte es bei der Vielzahl der Projekte nicht werden.

Limburg - Das Bistum Limburg wird in den kommenden fünf Jahren in die Zukunftsfähigkeit der Gebäude des Bischöflichen Ordinariats investieren. "Wir haben in den vergangenen Monaten die Limburger Standorte der bischöflichen Verwaltung in den Blick genommen. Dabei ist deutlich geworden, dass sich die Gebäudesituation in den kommenden fünf Jahren verändern und weiterentwickeln wird", erklärt Diözesanbaumeister Stefan Muth.

Durch den Kauf des Verwaltungsgebäudes I auf dem Campus Limburg gebe es neue Perspektiven für die Mitarbeiter der bischöflichen Verwaltung. Die Kosten für die verschiedenen Baumaßnahmen stehen noch nicht fest. "Wir haben erst einmal den grundsätzlichen Beschluss gefasst und müssen die Details der notwendigen Arbeiten noch festlegen", sagt Muth. Danach müssten die Gremien zustimmen.

Bei Bistum Limburg: Schadstoffe in Gebäude gefunden

Neben dem bereits bekannten Sanierungsbedarf in den Verwaltungsgebäuden Roßmarkt 12 und dem Katharina-Kasper-Haus an der Graupfortstraße sei ein erheblicher Sanierungsbedarf im Gebäudeteil C des Verwaltungsgebäudes Roßmarkt 4 festgestellt worden. "Dort haben wir durch externe Fachleute Untersuchungen und Proben durchführen lassen. Ähnlich wie im Roßmarkt 12 und im Katharina-Kasper-Haus sind Schadstoffbelastungen festgestellt worden", so Muth.

Diese Schadstoffe seien von Sachverständigenbüros als ungefährlich eingestuft worden, da sie in den Bauteilen gebunden seien. Dennoch seien die empfohlenen Sofortmaßnahmen direkt initiiert oder bereits umgesetzt worden. "Nach dem Umzug des Dezernates Finanzen, Verwaltung und Bau auf dem Campus Limburg zu Beginn des Jahres 2020 werden wir mit der energetischen und technischen Sanierung des Gebäudeteiles C im Roßmarkt 4 beginnen", kündigt Muth an.

Teile des Bistum Limburg werden abgerissen - und dann wieder aufgebaut

Eine grundsätzliche Entscheidung ist von den Gremien der Bistums- und Finanzverwaltung auch mit Blick auf das Verwaltungsgebäude Roßmarkt 12 getroffen worden. "Das Gebäude hat massive konstruktive, brandschutztechnische und energetische Defizite. Die Bausubstanz ist in großen Teilen sanierungsbedürftig und die technischen Anlagen sind veraltet", sagt der Diözesanbaumeister.

Eine Machbarkeitsstudie habe verschiedene Optionen aufgezeigt, die dann beraten worden seien. "Wir haben uns dafür entschieden, dass das Verwaltungsgebäude Roßmarkt 12 zurückgebaut wird. An gleicher Stelle wird dann ein neues Verwaltungsgebäude mit neuer Raumstruktur und neuen Möglichkeiten gebaut."

Bistum Limburg soll verschlankt werden

In dem Neubau könnten dann auch Arbeitsplätze für die Mitarbeiter geschaffen werden, die zurzeit verteilt auf andere Standorte arbeiten. Eine Entscheidung, welche Standorte dies sind, sei noch nicht getroffen worden. "Die Konzentration der Standorte bietet auch die Möglichkeit, sich künftig von Gebäuden zu trennen und somit die Struktur der Gebäude der Verwaltung zu verschlanken", erläutert Muth.

Das Katharina-Kasper-Haus soll für eine schulische Nutzung zukunftsfähig gemacht werden: Das Bistum plant eine Machbarkeitsstudie, die von der Sanierung bis zum Neubau des Gebäudes entsprechende Varianten im Blick hat. Auch der Verkauf des Gebäudes an einen Investor und gegebenenfalls dort Flächen dauerhaft anzumieten, ist eine der möglichen Varianten.

Das Bistum Limburg hatte erst vor zwei Monaten für Aufsehen gesorgt, weil ein Schulpfarrer wegen Kindesmissbrauch in den Ruhestand versetzt wurde. Monate zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Limburg noch beschlossen gehabt, keine Ermittlungen zum Missbrauch im Bistum einzuleiten.

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og  

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