Wegen dem Auftreten der Mutation wird das Personal der Intensivmedzin nun noch häufiger getestet.
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Wegen dem Auftreten der Mutation wird das Personal der Intensivmedzin nun noch häufiger getestet.

Patient seit 13 Tagen im Krankenhaus

Britische Mutation in Weilmünsterer Klinik

Kreis Limburg-Weilburg und Vitos gehen davon aus, dass eine Ausbreitung verhindert werden konnte. Inzidenz im Kreis sinkt.

Limburg -Bei einem Patienten der Intensivstation der Vitos-Klinik für Neurologie Weilmünster ist eine Mutation des Sars-Cov-2-Virus nachgewiesen worden. Das berichtet der Landkreis Limburg-Weilburg. Wie die Klinik auf Nachfrage mitteilt, handelt es sich um die britische Mutation, die als ansteckender gilt als der ursprüngliche Virus. Der Patient wird bereits seit 13 Tagen auf der Intensivstation in Weilmünster behandelt. "In diesem Zeitraum konnte keine einzige Übertragung auf einen Mitarbeiter des Klinikums oder auf andere Patienten nachgewiesen werden", so Sprecherin Susanne Rosa. Der Patient sei durchgehend in einem Intensiv-Einzelbehandlungszimmer untergebracht. Diesem sei ein Isolations-Schleusenzimmer vorgeschaltet. Das Personal arbeite kontinuierlich in Vollschutzausrüstung. Das gesamte Team der Intensivmedizin in Weilmünster werde seit Nachweis der britischen Mutation täglich vor Arbeitsantritt mittels Antigenschnelltest untersucht. Darüber hinaus werden aktuell dreimal pro Woche PCR-Abstriche vorgenommen. "Eine weitere Ausbreitung der neuartigen Virusvariante im Klinikum Weilmünster konnte verhindert werden", so Rosa.

Dem Kreis liegen nach eigenen Angaben noch keine Ergebnisse zu den drei Fällen von Mutationen im Seniorenheim St. Georg in Limburg vor. Demnach ist es dort noch unklar, um welche Variante es sich handelt.

Die Inzidenz im Landkreis Limburg-Weilburg ist von 135,8 auf 117,2 gesunken. Mit Stand Freitagmittag sind 501 Personen aktiv mit dem Coronavirus infiziert. Sie verteilen sich auf Limburg (114), Bad Camberg (55), Dornburg (44), Elz (43), Runkel (37), Hadamar (32), Villmar (22), Weilburg (21), Weilmünster (20), Selters (19), Mengerskirchen (19), Brechen (18), Beselich (15), Hünfelden (11), Merenberg (10), Waldbrunn (9), Elbtal (6), Löhnberg (5) und Weinbach (1). Insgesamt gab es bislang 5312 bestätigte Fälle (+ 23 zum Vortag), 4613 Personen sind inzwischen genesen (+ 18). 1056 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne. 198 Personen sind leider in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben, zuletzt eine Person im Krankenhaus in Limburg und eine in Beselich. In den Krankenhäusern des Kreises befinden sich aktuell 58 Corona-Infizierte (- 1), davon 10 im Intensivbett (-3). Aktuell gibt es 138 Corona-Infizierte, die sich auf Senioren-Einrichtungen in Elz, Dornburg, Bad Camberg, Limburg, Runkel, Brechen, Elbtal und Weilmünster verteilen. Im Landkreis Limburg-Weilburg haben bislang 2724 Menschen (+ 200) die Erstimpfung erhalten, derzeit laufen auch Zweitimpfungen. Zahlen vom Impfzentrum in Wiesbaden liegen nicht vor.

Die Inzidenz im Rhein-Lahn-Kreis ist von 72,8 auf 76,0 gestiegen. Die aktuell 271 Infizierten verteilen sich auf VG Aar-Einrich (40), VG Bad Ems-Nassau (72), VG Diez (71), Lahnstein (44), VG Loreley (20) und VG Nastätten (24). Insgesamt gab es bislang 2289 bestätigte Fälle (+ 25). 1934 Personen sind inzwischen genesen (+ 12), weiter 3799 geimpft.

Die Inzidenz im Westerwaldkreis ist von 94,1 auf 85,7 gesunken. Ein 78-jähriger Mann aus der VG Bad Marienberg ist das 102. Todesopfer im Kreis. Insgesamt gab es bislang 4009 bestätigte Fälle (+ 27 zum Vortag). 3660 Personen sind inzwischen genesen (+ 17). Die Zahl der Impfungen im Impfzentrum liegt weiter bei 3043. Dazu kommen 3744 Impfungen durch mobile Teams. Die 247 aktiven Fälle verteilen sich unter anderem auf VG Montabaur (58), VG Rennerod (22), VG Wallmerod (19) und VG Westerburg (38). red

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