„360 Grad“

Bürgermeister und Gäste freuen sich über die Entwicklung des Spitzenrestaurants

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Vor zwei Jahren waren die meisten skeptisch, ob sich in Limburg ein Spitzenrestaurant etablieren kann. Jetzt sind nicht nur die vielen Stammgäste glücklich. Warum das so ist, erklärte der Bürgermeister bei der Küchenparty über den Dächern der Stadt.

Politiker und Funktionäre weisen hin und wieder darauf hin, dass nicht jede Veranstaltung vergnügungssteuerpflichtig ist. Die Küchenparty im „360 Grad“ gehörte für den Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) sicher zu den schöneren Terminen. Und das nicht nur, weil er dort – eingebettet in ein volles Tagesprogramm – gemeinsam mit seiner Frau ausgezeichnet essen konnte.

Hahn verknüpfte das Vergnügen mit der angenehmen Pflicht, um den Gastgebern Alexander Hohlwein und Rebekka Weickert zu gratulieren und zu danken. Das inzwischen bundesweit renommierte Spitzenrestaurant sei eine Bereicherung und ein „wunderbares Aushängeschild“ für Limburg, sagte der Bürgermeister.

In seiner Rede zur Eröffnung des Restaurants im März 2016 hatte er sich diese Entwicklung erhofft. Der Rathauschef gehörte damals zu den wenigen Optimisten. Gut zwei Jahre später haben sich die Frage- in Ausrufezeichen verwandelt. Das „360 Grad“ hat sich als Genießer-Refugium in der Region etabliert, ist gut ausgelastet und wird auch in allen Restaurantführern von Michelin über Gault-Millau bis Gusto hoch bewertet. Die Experten heben neben der Qualität das Preis-/Leistungsverhältnis hervor. „Es existiert in Deutschland kaum ein anderes Restaurant, dass derart viele intelligente Geschmackserlebnisse zum gastfreundlichen Preis bietet wie dieses“, urteilt etwa das kulinarische Magazin „Biss“.

Marius Hahn freute sich denn auch über den bisherigen Erfolg der jungen Existenzgründer, die ein hohes Risiko eingegangen seien. „Es ist faszinierend zu sehen, wie hervorragend sich dieses Restaurant entwickelt hat“, sagte der Bürgermeister. In ganz Deutschland und auch international werde er darauf angesprochen. „Hier wird auf einer Ebene gekocht, die man sich in Limburg nicht vorstellen konnte“, schwärmte Hahn.

Die rund 100 Gäste bestätigten zwei seiner Kernaussagen. Dass auch ein Spitzenrestaurant für die Stadt ein Standortfaktor ist, erklärten außerdem zahlreiche Unternehmer und Geschäftsleute. Und alle Besucher waren sich einig, dass man über den Dächern der Stadt (im WERKStadt-Neubau) „auf höchstem Niveau“ essen kann.

Dafür sorgten diesmal neben dem Hausherrn weitere allesamt mit Sternen geadelte Herdkünstler. Allen voran Christian Eckhardt, der in der Königsteiner „Villa Rothschild“ mit Alexander Hohlwein zusammengearbeitet und es dort zuletzt zu zwei Sternen, 18-Gault-Millau-Punkten und dem Titel „Bester Koch Hessens“ gebracht hatte. Er wirkt seit kurzem im neu eröffneten „PURS“ in Andernach, das wie das von seiner Frau Sarah Henke geführte „Yoso“ zum Hotel- und Gastronomiekomplex „Alte Kanzlei“ gehört. Sarah Henke, eine der wenigen Spitzenköchinnen in Deutschland, war in Limburg ebenfalls dabei. Die beiden machten beste Werbung für einen kulinarischen Ausflug an den Mittelrhein.

Die Gäste notierten sich zwei weitere Ziele: Das „Francais“ von Küchenchef Patrick Bittner im „Frankfurter Hof“ in Frankfurt und das „Schwitzer’s“ von Cedric Schwitzer im gleichnamigen Hotel am Park in Waldbronn bei Karlsruhe. Die Sterneköche luden mit ihren Teams zu einer genussvollen Schlemmerreise in lockerer Atmosphäre ein.

Beim Empfang auf der Terrasse stimmten die Gäste sich mit Fingerfood und an der Austernbar ein, zum Einstieg servierte Cedric Schwitzer Gänseleberterrine mit gesalzenem Karamell, Waldbeeren und Bio-Joghurt. Patrick Bittner präsentierte Gelbschwanzmakrele „Hiramasa“ mit Gurke, Johannisbeere, fermentiertem Pfeffer und krosser Hühnerhaut Christian Eckhardt Zweierlei vom Aal (gebraten und geräuchert) mit Kohlrabi, Liebstöckel und pochiertem Eigelb. Die in Südkorea geborene Sarah Henke bot im Vakuum gegarten Schweinebauch mit Kimchi (eine eigene Interpretation des koreanischen Nationalgerichts), Alexander Hohlwein Brust und Keule von der Imperial-Taube mit Gänseleber, Herzkirsche, Trüffel und brauner Butter. Jedes Gericht mit verschiedenen Aromen und Texturen kreativ komponiert.

Das süße Finale entführte von Europa nach Afrika, Amerika und Asien. Wer danach immer noch nicht genug hatte, stärkte sich schließlich noch an Mini-Burgern.

Für die passenden Getränke sorgten die Weingüter Allendorf (Rheingau), Burg Ravensburg & Heitlinger (Baden) und Spiess (Rheinhessen) sowie der Frankfurter Obsthof von Andreas Schneider, für den reibungslosen Ablauf der von Gastgeberin Rebekka

Weickert geleitete Service.

(hei)

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