Bundesliga am Sonntag: „Tod“ des Amateurfußballs?

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Ab der Saison 2017/18 darf die Fußball-Bundesliga pro Saison an fünf Sonntagen jeweils drei Spiele ansetzen: um 13.30 Uhr, um 15.30 Uhr und

Ab der Saison 2017/18 darf die Fußball-Bundesliga pro Saison an fünf Sonntagen jeweils drei Spiele ansetzen: um 13.30 Uhr, um 15.30 Uhr und um 17.30 Uhr. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen DFB- und Liga-Spitze. Die DFL (Deutsche Fußball-Liga) will die Mannschaften entlasten, die am vorausgehenden Donnerstag in der Europa League gespielt haben. Was bedeutet der Beschluss für die Amateurvereine ? Die NNP befragte den stellvertretenden Verbandsfußballwart und Klassenleiter (Verbandsliga, Gruppenliga, Kreisligen A und C 3) Matthias Bausch sowie den Vorsitzenden des TuS Dietkirchen, Ulrich Schmitt.

Zerstört dieser Beschluss nicht den Amateurfußball ?

MATTHIAS BAUSCH: Ein ganz klares Ja. Der große Verlierer ist der Amateurfußball. Es werden weniger Leute auf den Sportplatz gehen, und selbst Spieler werden darüber nachdenken, ob sie nicht lieber ein Bundesligaspiel besuchen.

ULRICH SCHMITT: Nein, das glaube ich nicht. Wir werden mit Zuschauereinbußen leben müssen. Aber unsere eigenen Zuschauer werden weiterhin die Spiele unserer Mannschaft besuchen.

Wie müssen die Amateurvereine nun reagieren ?

BAUSCH: Das wird zu einem Regionalproblem. Wenn beispielsweise die Eintracht, Köln, Mainz oder Dortmund sonntags spielen, dann müssen wir über neue Spielzeiten nachdenken.

SCHMITT: Die Amateurvereine sollten ein Veto einlegen. Auf jeden Fall sollten wir uns zusammensetzen und eine Stellungnahme verfassen.

(bb)

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