Jeder Zug wird von den interessierten Zuschauern kritisch beäugt.
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Jeder Zug wird von den interessierten Zuschauern kritisch beäugt.

Limburger WERKStadt-Open

Zug um Zug im dicksten Trubel

  • VonBernd Bude
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Neue Wege geht der Schachverein Lahn Limburg. Um die „königliche Sportart“ einem breiten Publikum zugänglich zu machen, stellte der Club Schachbretter in der Limburger WERKStadt auf, und jeder hatte die Möglichkeit, bei den 2. Limburger WERKStadt-Open um 300 Euro Preisgeld mitzuspielen.

Einen Riesenandrang erlebte die Limburger WERKStadt bei der vom Limburger Schachverein ausgetragenen WERKStadt-Open, die 82 Schachinteressierte in die weiten Hallen lockte. Auf den an Samstagen ohnehin schon gut frequentierten Verkaufsflächen des Einkaufszentrums hatten sich an diesem Tag Schachspieler aus aller Herren Länder eingefunden, um ihrem Hobby zu frönen oder den aktuellen Leistungsstandard abzurufen. Die gewohnte Ruhe, die die Schachspieler anonsten bei Turnieren genießen, war hier wirklich nicht gegeben, und so manch einer blickte unwirsch umher, wenn Passanten lautstark die Szenerie passierten.

Viele Besucher blieben jedoch, angezogen vom besonderen Flair, das sich nach und nach verbreitete, einfach einmal stehen, um die Aktionen der Konzentrationsküstler zu begutachten, und verfolgten die Spielzüge der Akteure, die sich jeweils in 20-Minuten-Matches gegenübersaßen. Es spielte keine Rolle, ob die Spieler einem Verein angehörten oder einfach nur der Muße wegen einmal einen Tag mit dem königlichen Spiel verbringen wollten.

Wie nicht anders zu erwarten, spielten die aus der ehemaligen Sowjetunion angereisten Großmeister, Internationalen Meister und Fide-Meister „die erste Geige“ und sahnten die Preisgelder ab. Der vereinslose Vladimir Epishin (GM) holte sich den Turniersieg, gewann 300 Euro und verwies Misa Pap (GM) vom SC Hansa Dortmund auf den 2. Platz. Die junge Dame wurde dafür mit 200 Euro entlohnt. Anatoly Donchenko (IM) vom SK Gießen folgte schon mit klarem Abstand. Er nahm noch 100 Euro mit nach Hause.

Bester Spieler aus dem NNP-Land war der Niederbrechener Dominik Garzinsky vom SK Niederbrechen, der den siebten Rang belegte. Achter wurde David Ries vom SC Diez vor Rudolf Lukas vom SK Niederbrechen. Lokalmatador Jakob Leck vom Schachverein Limburg wurde Zehnter und damit bester Akteur des Ausrichters.

Thorsten Obermeier aus Frankfurt, Präsident des Hessischen Schach-Verbandes, war voll des Lobes. Die Organisatoren und Helfer des SV Lahn Limburg hätten ganze Arbeit geleistet und viel dazu beigetragen, dass Schach einmal auf eine nicht alltägliche Art ins Rampenlicht gerückt worden sei. Einer Neuauflage steht zumindest nichts im Wege.

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