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Auch diese Chance für Steffen Moritz (links) und Lukas Scholl bringt nichts ein.

Verbandsliga Mitte

Der TuS Dietkirchen klettert weiter und ist schon Dritter

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Schau sich einer den TuS Dietkirchen an: Mit 2:1 gewann die Mannschaft von Thorsten Wörsdörfer in Schwanheim und machte ihrem Trainer mit Tabellenplatz drei hinter dem FSV Fernwald und der SG

Schau sich einer den TuS Dietkirchen an: Mit 2:1 gewann die Mannschaft von Thorsten Wörsdörfer in Schwanheim und machte ihrem Trainer mit Tabellenplatz drei hinter dem FSV Fernwald und der SG Kinzenbach ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Nach der Niederlage im vermeintlichen Spitzenspiel gegen Kinzenbach ist der FC Waldbrunn (9.) auf dem Boden der Tatsachen gelandet, hatte aber eine kämpferische Glanzleistung hingelegt. Personell arg lädiert, kassierte der FC Dorndorf (15.) eine 1:2-Niederlage beim SSV Langenaubach und muss jetzt versuchen, sich bis zur Winterpause noch einen kleinen „Speckgürtel“ in Form von Punkten zuzulegen.

Germania Schwanheim – TuS Dietkirchen 1:2 (0:1). Germania überließ den Dietkirchern in der ersten Halbzeit weitgehend das Geschehen und versuchten ihr Glück aus einer verstärkten Abwehr heraus mit Kontern. Die junge Truppe von Thorsten Wörsdörfer nahm das Geschenk gerne an und kombinierte sich ein ums andere Mal gefällig bis zum Strafraum. Bei Einzelaktionen – Oscar Stahl über links, Marco Müller durch die Mitte und Jason Schäfer über rechts – brannte es ein ums andere Mal lichterloh im Strafraum von Schwanheim. Die gewohnt starke Defensive des TuS inklusive Torwart Raphael Laux ließ nichts anbrennen. In der 36. Minute die verdiente Führung für den TuS: Eine Flanke von rechts von Robin Dankof, Max Zuckrigl zwang den guten Keeper Begher mit einem Kopfball zu einer Glanzparade; im Nachsetzen wurde „Zucker“ elfmeterreif gefoult, und Marvin Rademacher verwandelte unaufgeregt zur Führung. In der zweiten Halbzeit wagte Germania mehr und spielte offensiver. Doch bereits in der 54. Minute wusste sich Abwehrspieler Terzic nicht anders zu helfen und lenkte den scharf geschossenen Freistoß von Marco Müller ins eigene Tor. Nun überließ der TuS den Schwanheimern das Mittelfeld, und Bogdanovic verkürzte auf 1:2, zuvor hatte Raphael Laux spektakulär einen Schuss aus kurzer Distanz abgewehrt. Beim Nachschuss war er machtlos. Gefährlich wurde es aber nicht mehr für die Mannen vom Reckenforst. Aus einer disziplinierten Mannschaft ragte Marvin Rademacher heraus. Schwanheim: Begher, Mitsiou (78. Matthews), Schlee, Karabas, Uth, Enders, Maingad (78. Bogdanovic), Gök, Samardzic (Gehbremariam), Kuac, Terzic – Dietkirchen: Laux, Nickmann, Schmitt, Rademacher, Müller (85. Dietrich), Hautzel, Schäfer (80. Mink) Dankof, Zuckrigl, Stahl (60. Leukel), Bergs – Tore: 0:1 Rademacher (36.), 0:2 Terzic (54./ET), 1:2 Bogdanovic (74.).

FC Waldbrunn – SG Kinzenbach 1:3 (0:2). Das tabellarisch gesehene Spitzenspiel konnte vor allem aus Sicht der Waldbrunner den Ansprüchen nicht gerecht werden. Vor allem im ersten Durchgang zeigte der FC vor der körperlichen Präsens der Besucher zu viel Ehrfurcht, kam nur schwer in die Gänge und lud die Besucher mit Gastgeschenken zur Pausenführung ein. Möglichkeiten, diese zu verhindern, hatten Steffen Moritz in der 12. Minute, als er freistehend am Ball vorbei säbelte, und später Lukas Scholl, der die Kugel drüber jagte und in der 36. Minute am bombensicheren Tommy Ried im SGK-Tor scheiterte. Ansonsten war statt gelungenem Kombinationfußball eher „Luftball“ angesagt. Nach dem Kabinengang traten die Westerwälder aggressiver und häufiger im Kinzenbacher Strafraum auf. Den Anschlusstreffer durch Lukas Scholl vereitelte der Linienrichter mit seiner Fahne. Steffen Moritz’ Versuch mit dem Fuß nach Durchlauf von Robin Scholl wurde abgeblockt, auch der folgende Kopfball nach einer Ecke. Der eingewechselte Mühl scheiterte nach Antritt über die rechte Seite, der glücklose, aber kampfstarke Lukas Scholl über die linke Seite (84.). Nach dem Foulelfmeter-Anschlusstreffer, an Moritz verursacht und auch von ihm sicher verwandelt, war aufgrund der Leistungssteigerung und der vergebenen Chancen in der zweiten Halbzeit das hochverdiente Unentschieden dahin. Waldbrunn: Göltl, R. Scholl, Egenolf, Fürstenau, Mehr, Rösler (70. Mühl), Schäfer (55. Steinhauer) Moritz, Oshima, L. Scholl, Breuer – Kinzenbach: Ried, Yildirim, Apostolou, Schadenberg, Mohr, Anker (85. Güngör), Riske, Vural, Geisler, Marankoz, Maro (80. Korkmatz) – Tore: 0:1 Marankoz (35.), 0:2 Marankoz (54.), 1:2 Steffen Moritz (83.), 1:3 Güngör (90.+2) – SR: Rühl – Zuschauer: 240.

SSV Langenaubach – FC Dorndorf 2:1 (0:0). Mit gerade einmal elf Spielern aus dem Verbandsliga-Kader musste der FCD zum schweren Auswärtsspiel im Haigerer Stadtteil antreten. Der SSV setzte die Defensive der Schilling-Elf von Beginn an unter Druck. Die umformierte Abwehr schlug sich aber wacker. Nur einmal musste der FC-Keeper bei einem Schuss von May auf der Linie sein Können zeigen (15.). Ab der Mitte der ersten Halbzeit wusste sich Dorndorf etwas zu befreien und den einen oder anderen Konter anzusetzen. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Aushilfsstürmer Mario Großmann, Spielertrainer der Dorndorfer A-Liga-Mannschaft, düpierte nach einem langen Ball in die Spitze (47.) die Langenaubacher Abwehr und schob den Ball routiniert an Fünfsinn vorbei über die Torlinie. Die Mannschaft von Trainer Danecker benötigte einige Minuten, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Danach genügten ihr aber fünf Minuten Unordnung in der Schwarz-Weiß-Defensive, um das Spiel zu drehen. Zunächst wurde (60.) nach einer schnell vorgetragenen Kombination May an der Fünfer-Linie überlegt freigespielt und hatte keine Mühe, den Ausgleich zu erzielen; vier Minuten später konnte Uzun nicht vom Ball getrennt werden und schoss zum 2:1 für den SSV ein. Dorndorf gab sich nicht geschlagen. Jedoch scheiterte Henkes von der Strafraumgrenze aus an Fünfsinn und verzogen Ketzerin aus spitzem Winkel und Lima in aussichtsreicher Position knapp. Langenaubach : Fünfsinn, Hartmann, Wadolowski, Schneider, May, Müller, Uzun (77. Unruh), Kunz (80. Damar), Göbel, Buhl – Dorndorf: Kremer, Schneider, Fujita, Wilhelmy, Blättel, Henkes, Mansur, Katzerooni (90. J. Weyer), Lima, Reifenberger, Großmann (80. Schmiedinger) – Tore: 0:1 Mario Großmann (47.), 1:1 May (60.), 2:1 Uzun (64.) – SR: Rolbetzky (Marburg) – Zuschauer: 100.

(mor)

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