2023 bekommt das Dietkircher Bürgerhaus im Untergeschoss einen Vereins-, einen Jugendraum sowie eine Gastronomie.
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2023 bekommt das Dietkircher Bürgerhaus im Untergeschoss einen Vereins-, einen Jugendraum sowie eine Gastronomie.

Container als Zwischenlösung

Dietkirchen: Mit dem Kita-Neubau geht es endlich voran

  • VonRobin Klöppel
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Auch die Umgestaltung des Bürgerhauses nimmt Fahrt auf

Dietkirchen -Die Dietkircher Ortsbeiratssitzung vor der ehemaligen Verwaltungsstelle war kurz. Und doch konnte Ortsvorsteher Markus Wirth (CDU) unter dem Punkt Sachstand zum geplanten Kindertagesstätten-Neubau Wichtiges vermelden. "Wir können jetzt hoffen, dass die Kita im März oder April 2023 endlich fertiggestellt sein wird", sagte Wirth.

Schade finden es die Mitglieder des Ortsbeirates nur, dass sich der Start dieser für Dietkirchen so wichtigen Baumaßnahme sehr lange hinausgezögert hat. Die Begründung der Stadt, dass sich viele Bauprojekte durch Corona verzögert hätten, kann Wirth als fachkundiger Architekt nicht nachvollziehen. Denn in der Baubranche sei ja während der Corona-Zeit alles normal weitergelaufen, sogar mehr gebaut worden als sonst. Ein Planer, der alleine in seinem Büro sitze und Projekte erarbeite, werde ja nicht durch einen Lockdown in seiner Tätigkeit behindert, denkt der Ortsvorsteher. Immerhin habe er auf eigenes Nachhaken hin dann von der Stadt wenigstens die Auskunft erhalten, dass die Ausschreibungen für die Ingenieursleistungen sowie die vorübergehende Schaffung eines Container-Kindergartens auf dem Festplatz liefen.

Umfangreicheres

Raumkonzept

Im Ortsbeirat zeigten sich einige Mitglieder schon im Endeffekt froh, dass die katholische Kindertagesstätte "St. Lubentius" am alten Standort bleibt. Denn der liege idyllisch in Lahnnähe. Bei dieser Lösung ist laut Wirth nur ärgerlich, dass die Kinder eben mit Beginn des Abrisses des Altgebäudes- bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes eineinviertel Jahre in einem Container-Kindergarten verbringen müssten. Wobei der Begriff Container sich, wie der Ortsvorsteher erläuterte, schlimmer anhöre, als er im Endeffekt sei, weil es sich dabei auch um vollwertig ausgestattete Kindergartenräume handele.

Auch ärgerlich sei, dass der Stadt laut Wirth durch die Containerlösung Kosten in hoher sechsstelliger Höhe entstehen werden. Das waren die Gründe, warum zwischendurch in Dietkirchen über einen Neubau an anderer Stelle nachgedacht wurde. Aufgrund der Nähe zu Hochspannungsleitungen musste aber ein ins Auge gefasste und von der Stadt angekauftes Gelände unterhalb des Sportplatzes wieder fallengelassen werden. Was den einen oder anderen Dietkircher Mandatsträger etwas verwundert, da in größerer Nähe zu den Leitungen eine Kinderkrippengruppe und Wohnen Bestandschutz haben und weiterhin gehen.

Wenn der neue Kindergarten aber in hoffentlich zwei Jahren mit wieder drei Gruppenräumen - jedoch umfangreicherem Raumkonzept drumherum als bisher - erst einmal steht und die Kinder wieder eine tolle Einrichtung haben werden, wird der Ärger von Eltern und Mandatsträgern sicher wieder verflogen sein.

Markus Wirth geht davon aus, dass Ende dieses Jahres mit dem Abriss der alten Kita begonnen werde und dann die Kinder in die Container umziehen werden.

Wie Eltern berichteten, wird es höchste Zeit, dass ein Neubau verwirklicht werde. Denn auf dem aktuell genutzten Außengelände seien viele der Spielgeräte nicht mehr nutzbar. Und auch die Toilettenanlagen im Gebäude funktionierten nicht mehr richtig.

Ebenfalls zeigte sich der Ortsbeirat froh, dass die Umgestaltung des Untergeschosses im Bürgerhaus endlich Fahrt aufnimmt. Dieses Jahr soll dort laut Wirth die Maßnahme noch geplant werden. Der Ortsvorsteher hofft, dass spätestens 2023 dann die Schaffung einer Gastronomie mit Biergarten sowie eines Jugend- und eines Sitzungsraumes für die Vereine endlich vorgenommen werden kann. robin klöppel

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