Über die schönen Graffiti von 3 Steps zur Verschönerung des Limburger Bahnhofsumfeldes freuten sich Dr. Marius Hahn (von links), Michael Köberle, Dr. Klaus Vornhusen, Martin Rabanus, Carsten Hoepfner und Klaus-Peter Willsch.
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Über die schönen Graffiti von 3 Steps zur Verschönerung des Limburger Bahnhofsumfeldes freuten sich Dr. Marius Hahn (von links), Michael Köberle, Dr. Klaus Vornhusen, Martin Rabanus, Carsten Hoepfner und Klaus-Peter Willsch.

330 000 Euro fließen aus Bundesprogramm nach Limburg

Ein schöneres Entree in die Region

ICE-Bahnhof modernisiert -

Der ICE-Bahnhof Limburg-Süd ist dank Bundesmitteln verschönert worden. 330 000 Euro gab dafür es aus dem "Sofortprogramm Bahnhöfe" der Deutschen Bahn und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Bahnhofsmanager Carsten Hoepfner erläuterte nun den heimischen Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU) und Martin Rabanus (SPD), Landrat Michael Köberle (CDU) sowie Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) und dem DB-Konzernbevöllmächtigten Dr. Klaus Vornhusen, was gemacht worden ist.

"Die Modernisierung am Bahnhof Limburg-Süd ist fast abgeschlossen", berichtete Hoepfner. Die Überdachungen am Bahnsteig hätten einen neuen Anstrich erhalten. Zudem gebe es nun farbenfrohe Graffitis von Künstlern in der Empfangshalle, neue Info-Monitore in der Bahnhofshalle und neue Vitrinen im gesamten Bahnhof für eine "noch bessere" Information der Fahrgäste. Die Treppenaufgänge und Schallschutzwände seien ebenfalls ausgebessert worden.

Noch Platz für

weitere Graffiti

Sämtliche Arbeiten hätten leistungsstarke Handwerksbetriebe aus der Region ausgeführt, die Hand in Hand gearbeitet hätten. "Das Erscheinungsbild des Limburger ICE-Bahnhofs wurde somit deutlich verbessert", sagte Carsten Hoepfner. Er dankte der Politik für die Unterstützung, hätte aber auch nichts dagegen, wenn kommendes Jahr weitere Mittel kämen. Denn auch im Warteraum wäre noch Platz für weitere Graffiti.

Vornhusen dankte ausdrücklich dem Bund für die großzügige Unterstützung. Alleine in Hessen werden durch die Mittel in diesem Jahr für 100 Bahnhöfe 6,9 Millionen Euro ausgegeben. Vornhusen hofft, dass dieses Programm 2022 fortgesetzt wird. Denn aus dem normalen Budget der Deutschen Bahn seien Maßnahme, die der reinen Verschönerung der Bahnhöfe dienten, oft n nicht finanzierbar. Die vorhandenen Mittel würden dann eher in die Sicherheit der Bahnhöfe gesteckt.

Hoepfner ergänzte, dass durch solche Programme viele kleine Dinge mit großer Wirkung wie neue Mülleimer oder neue Vitrinen bezahlt werden könnten. In Limburg habe man mit den Graffiti-Werken der Künstlergruppe 3 Steps aus Gießen, deren Motive die Verknüpfung der Bahn mit der Stadt Limburg darstellten, ein wahres Leuchtturmprojekt geschaffen.

Willsch freut sich, dass nicht unerhebliche Mittel in den ICE-Bahnhof Limburg-Süd investiert worden seien. Denn nachdem es lange Diskussionen über den Standort des ICE-Halts gegeben habe, habe sich der Standort im Nachhinein als sehr gute Wahl erwiesen. Er habe viel Zukunftspotential. Seit die Bahn das länger bestehende Problem mit dem WLAN in den Zügen gelöst habe, fahre er öfter mit der Bahn, so der CDU-Bundestagsabgeordnete. Vorher sei es für ihn unbefriedigend gewesen, wenn er im hintersten österreichischen Skigebiet Empfang gehabt habe, in den Zügen aber nicht, wo er sich auf der Fahrt nach Berlin habe auf Sitzungen vorbereiten wollen.

Wichtiger Teil

der Verkehrswende

Rabanus betonte, dass es der erklärte Wille der CDU/SPD-Koalition in Berlin sei, die Bahn zu fördern. Oft kämen Reisende an Bahnhöfen an, an denen es alles andere als heimelig wirke. Der Bund wolle die Bahn als wichtigen Teil der geplanten Verkehrswende nach besten Kräften unterstützen. So werde über die Reaktivierung mancher Strecken diskutiert. Aber bestehende Bahnanlagen wie in Limburg sollten bei der Bewilligung von Mitteln nicht vergessen werden.

Landrat Köberle betonte, dass solche Verschönerungen in einer in Sachen Bahnnetz gut versorgten Region eine gute Außenwirkung hätten. "Wir profitieren hier erheblich von der Bahn und unterstützen sie", sagte er. Der Landrat erklärt, dass er sich weiter für eine Verbesserung der Bahn-Infrastruktur in der Region einsetzen werde. So werde gerade darüber diskutiert, ob die Reaktivierung der Weiltalbahn im Bereich von Grävenwiesbach nach Weilmünster möglich sei. Um Menschen zum Umstieg auf die Bahn zu bringen, findet Michael Köberle auch die Einbeziehung digitaler Möglichkeiten wie App-Lösungen für nötig, die den Reisenden aufzeigten, auf welchem Wege sie am schnellsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B kämen.

"Über den Stellenwert des ICE-Bahnhofs Limburg-Süd für die Region zu reden, wäre Eulen nach Athen zu tragen", so Bürgermeister Hahn. Als er Anrufe in Sachen Bahnhof bekommen habe, habe er erst gedacht, ob schon wieder der Aufzug kaputt sei. Doch die Bürger hätten sich über die Neugestaltung des Bahnhofs gefreut. Bahnhöfe attraktiv zu gestalten, sei wichtig, so Hahn. Nun gehe es darum, den Bahnhof noch besser über den Öffentlichen Personennahverkehr sowie Radwege ans Umland anzubinden. Robin Klöppel

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