Firma Ohl

Endspurt beim Abriss

Bald ist nichts mehr zu sehen von der ehemaligen Firma Ohl an ihrem Standort in der Blumenröder Straße. Nachdem das mit dem Abriss beauftragte Unternehmen in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet hat, fällt nun die Maschinenhalle entlang der Blumenröder Straße. Dazu wurde die Straße gestern auf dem Abschnitt gesperrt, das gilt auch noch für den heutigen Samstag.

Bis zum Samstagabend sollen die Abrissarbeiten an der Maschinenhalle so weit abgeschlossen sein, dass die Blumenröder Straße wieder durchgehend genutzt werden kann. Über Jahrzehnte ist der Standort dort gewachsen und immer wieder verändert worden. Der Abriss geht in wenigen Monaten vonstatten. Gegen die Kraft der Bagger, die Gewalt der Presslufthämmer haben die Steinmauern, die Betonelemente keine Chance. Noch auf dem Gelände wird das anfallende Material sortiert. Holz und Metall werden aussortiert, Steine und Beton auf dem Areal gleich zerkleinert.

„Wir gehen davon aus, dass wir fast 90 Prozent des aufbereiteten Bauschutts wieder verbauen können“, sagt Georg Weimer. Er ist Geschäftsführer der Firma Abid, die das Areal erworben hat und dort Wohnhäuser bauen will. Weimer ist zufrieden über den Ablauf der Arbeiten. Alles verlief zügig und ohne Überraschungen – mit Ausnahme des Auftakts, als Glasflaschen beim Wegräumen zerbrachen und eine ätzende Flüssigkeit freigesetzt wurde. Ein Großeinsatz folgte, das Areal wurde großräumig abgesperrt und es nahm einige Tage in Anspruch, um zu klären, dass die von dem Gelände ausgehenden Gerüche nicht gefährlich waren.

Wenn die große Maschinenhalle abgerissen ist, geht es nach Angaben von Weimer an die Gebäude, die noch entlang der Gartenstraße stehen. Wenn das Gelände komplett geräumt ist, werden noch Bodenuntersuchungen vorgenommen. Und wenn das unter der Aufsicht des Regierungspäsidiums alles abgearbeitet ist, kann die Zukunft auf dem Gelände beginnen. Und die sieht ganz anders aus als die Vergangenheit. Das rund 20 000 Quadratmeter große Gelände soll in Zukunft unterschiedliche Wohnformen ermöglichen. Senioren sollen dort ein Zuhause finden, insgesamt bis zu 220 Wohneinheiten aufgeteilt in ein Pflegeheim und Betreutes Wohnen sind vorgesehen. Aber auch für jüngere Menschen wird Wohnraum geschaffen, es soll Wohnungen für Singles wie für Familien geben. Rund 50 Millionen sollen dort investiert werden.

Wie Georg Weimer gestern am Rande der Abrissarbeiten sagte, wird Abid die ursprünglich vorgelegten Pläne überarbeiten und dem Ansinnen der Stadtpolitik Rechnung tragen. Die in die Kritik geratenen Häuser, die entlang der Blumenröder Straße vorgesehen sind, sollen ein Stockwerk niedriger werden. Der Investor wollte eine bis zu fünfstöckige Bebauung. Das war der Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zu hoch. jl

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