Einkaufszentrum Limburg

Endspurt in der WERKStadt

  • Joachim Heidersdorf
    VonJoachim Heidersdorf
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Nach zehn Jahren ist Marcel Kremer kurz vor dem Ziel: Am Donnerstag eröffnet er den letzten Teil der WERKStadt. Das wird drei Tage lang mit vielem Aktionen und einer großen Party gefeiert.

. Es war ein langer Weg für Marcel Kremer, auf dem er viele Hürden überwinden musste. Aber der junge Investor hat hart gekämpft, inzwischen auch die (meisten) Skeptiker mit guten Argumenten besiegt und sieht nun kurz vor dem Ziel die Belohnung: Auch der letzte Bauabschnitt der WERKStadt ist ein architektonisches Schmuckstück und wertet das Industriedenkmal am Limburger Bahnhof weiter auf. Ganz so, wie der damals erst 32-Jährige es sich vorgestellt hatte, als er erstmals mit der Bahn über den Kauf des ehemaligen Ausbesserungswerks verhandelte.

Das ist zehn Jahre her, und seit dem ersten Spatenstich am 2. Oktober 2008 und der Eröffnung des ersten Bauabschnitts auf dem 75 000 Quadratmeter großen Gelände am 26. August 2009 sind auch schon wieder fünfeinhalb Jahre vergangen. Jetzt ist das Mega-Bauprojekt zwar abgeschlossen, die WERKStadt aber immer noch nicht fertig. Im Obergeschoss der neuen Mall und im Torhaus sind rund 5000 Quadratmeter für Büros, Praxen und Dienstleister frei. Die Vermarktung dieser Flächen musste warten, weil die Einkaufspassage Vorrang hatte. Bald hat Kremer wieder etwas mehr Zeit. . .

Im Endspurt herrscht ein bisschen Chaos auf der Baustelle; gestern waren mehr als 100 Handwerksbetriebe im Großeinsatz. Aber Architekt André Kramm, der für seine Arbeit viel Lob erntet, und das Fachplaner-Team um Hans Bendel, Manfred Cromm, Markus Roth, Michael Bogadan behielten kühlen Kopf. In mehreren fertigen Geschäften räumten die Mitarbeiter bereits die Waren ein, in anderen sah es beinahe aus wie in einem Rohbau. Die größte, zunächst für das geplante „Mechanikum“ vorgesehene Fläche nimmt „Biotop“ ein; auf 650 Quadratmetern werden Bio-Produkte heimischer Erzeuger verkauft. Bis Mittwochabend muss alles blitzblank sein: Am Donnerstag um Punkt 9 Uhr hebt sich der Vorhang zur Eröffnung – danach wird bis in die Nacht zum Sonntag gefeiert.

Acht der 20 neuen Läden sind Inhabergeführt, erläutert Kremer. Er hebt hervor, dass die WERKStadt aber kein reines Einkaufszentrum ist. Etwas stolz verweist er auf den aus seiner Sicht gelungenen Mix des Angebots, zu dem Gastronomiebetriebe und verschiedene Dienstleister ebenso zählen wie ein Freizeitparadies für Kinder und Fitness-Einrichtungen. Zu den insgesamt mehr als 70 Mietern gehören auch mehrere Ärzte und die Diakonie.

Als Gewinner dieses gigantischen Projekts darf sich freilich nicht nur Marcel Kremer fühlen. Die Stadt Limburg bekommt auf einem brachliegenden Gelände im Zentrum ein neues attraktives Quartier; Bürgermeister Martin Richard freut sich denn auch über einen „Meilenstein für die Stadtentwicklung“. Mehr als 1000 Menschen arbeiten in der WERKStadt, Zehntausende nutzen die vielfältigen Möglichkeiten.

(hei)

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