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CDU-Wahlkampf auf dem Kornmarkt in der Limburger Altstadt: EU-Kommissar Günther Oettinger (Vierter von links) im Gespräch mit Stadtführerin Birgid Eisenbach sowie (von links) der Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann, CDU-Fraktionschef Christian Wendel, Landtagsabgeordneter Andreas Hofmeister, Landratskandidat Michael Köberle und Kreisbeigeordneter Helmut Peuser.

Besuch in Limburg

EU-Kommissar Günther Oettinger macht Mut und sorgt sich

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Im Landtags- und Landratswahlkampf hatte die heimische CDU prominente Unterstützung. Der EU-Kommissar für Finanzen und Personal, Günther Oettinger (CDU), besuchte Limburg.

Als die CDU Limburg-Weilburg erfuhr, dass der frühere baden-württembergische Ministerpräsident und EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) auf dem Heimweg von einer Landestagung der Europa-Union Rheinland-Pfalz einen kurzen Stopp in Limburg einlegen könnte, schlugen sie sofort zu und zeigten mit Oettinger und ihren heimischen Kandidaten am Samstagnachmittag Präsenz in der Limburger Innenstadt.

Oettinger wurde begleitet von den CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann und Andreas Hofmeister, CDU-Landratskandidat Michael Köberle, Ehrenkreisvorsitzender Helmut Peuser sowie dem CDU-Kreisfraktionsvorsitzenden Christian Wendel. Die Gruppe lief vom Bahnhofsplatz über den Neumarkt in die Altstadt, wo Stadtführerin Birgid Eisenbach Oettinger viel über die Stadtgeschichte und Gebäude erzählte.

Günther Oettinger zeigte sich von der heimischen Domstadt beeindruckt. „Ich bin erst zum zweiten Mal in meinem Leben hier, aber das ist eine sehr interessante Stadt“, sagte er. Ihn fasziniere die Verbindung von Handel, Handwerk und Kirche.

Er pflege eine enge Freundschaft zum hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, den er alle zwei Wochen im CDU-Präsidium in Berlin sowie zwei Mal im Jahr bei den Zusammenkünften des sogenannten „Andenpakts“ treffe, berichtete der Stuttgarter. Dabei handelt es sich um einen „Männerbund“ früherer Junge-Union-Freunde, die sich bei einem Nachtflug über Südamerika einst ewige Treue schworen. Dieser Zusammenhalt scheint geholfen zu haben, denn neben Oettinger und Bouffier wurden aus diesem Kreis auch Roland Koch in Hessen, Christian Wulff in Niedersachsen und Peter Müller im Saarland Ministerpräsidenten.

Bouffiers Sachverstand und Fleiß seien beeindruckend, sagte der EU-Kommissar. Er sei ein liberaler Mensch, ein Landesvater im besten Sinne. Oettinger erklärte, die hessische Landesregierung habe ihre Sache viel besser gemacht als die Bundesregierung und folglich gute Chancen, trotz des aktuellen Gegenwindes aus Berlin, bei der Landtagswahl am 28. Oktober erneut ein gutes Ergebnis zu erzielen. „Natürlich wird es knapp, aber es kann für Schwarz-Grün wieder reichen“, sagte der EU-Kommissar. Es gebe kaum ein Land, wo eine Regierungskoalition so sachorientiert und geräuschlos zusammenarbeite. Oettinger sprach die niedrige Arbeitslosigkeit in Hessen an, mit dem Flughafen Frankfurt als wichtigstem Arbeitgeber. Durch die hohen Steuereinnahmen könne in Hessen weiterhin viel in den Hoch- und Tiefbau gesteckt werden. Dadurch seien auch die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe voll. Günther Oettinger sieht es mit Sorge, dass trotz der aus seiner Sicht beeindruckenden Fakten in Hessen derzeit viele Bürger von Unzufriedenheit und Zukunftsängsten geleitet seien. Er würde sich in einer instabil gewordenen Welt stattdessen wieder mehr europäischen Geist wünschen. Der Ehrenkreisvorsitzende der Europa-Union, Rudi Eisenbach, erklärte: „Günther Oettinger ist der richtige Mann für Brüssel.“

„Wir sind optimistisch für die Landtagswahl “, betonte der heimische CDU-Kreisvorsitzende Andreas Hofmeister. Im Land Hessen sei in den vergangenen fünf Jahren viel erreicht worden, und da könne man sich sicher im Wahlergebnis positiv vom eher problematischen Bundestrend absetzen. Hofmeister dankte Oettinger, dass ein Mann mit einer solchen Erfahrung als Landesvater die heimische CDU besuche. Limburg sei auch eine europäisch geprägte Stadt, liege im Zentrum Europas auf der Verbindungsachse Frankfurt–Köln.

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