Adolf-Reichwein-Schule

Fleischer- und Bäcker-Innung überreichen Gesellenbriefe

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14 erfolgreiche Prüflinge der Bäcker- und zehn Gesellen der Fleischer-Innung Limburg-Weilburg haben bei der Freisprechungsfeier in der Limburger Adolf-Reichwein-Schule ihre Gesellenbriefe erhalten. Prüfungsbeste waren bei den Bäckern Carolin Kath aus Weilburg und bei den Fleischern Jana Trost aus Selters.

Insgesamt 24 junge Menschen haben bei der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Fleischer- und Bäcker-Innung in der Limburger Adolf-Reichwein-Schule ihre Gesellenbriefe aus den Händen der heimischen Obermeister Peter Krekel (Bäcker) und Ewald Stath (Fleischer) erhalten. Prüfungsbeste bei den Bäckern war Carolin Kath aus Weilburg, die in Limburg im Betrieb Karl-Heinz Will lernte. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten Julia Schermuly aus Brechen (Lehrbetrieb: Mario Roth Brechen) und Johanna Völker aus Weilmünster (Andreas Folsche Weilburg).

Bei den Fleischern war die Beste Jana Trost aus Selters, die bei Eric Langhans in Weilmünster lernte. Hier folgten auf den Plätzen zwei und drei Alina Schmidt aus Idstein (Martin Schütz Bad Camberg) sowie Saskia Möller aus Löhnberg (Sippels Wurst-Boutique Weilmünster). Jana Trost antwortete auf die Frage, warum sie Fleischereifachverkäuferin geworden sei, spontan: „Ich bin begeisterter Fleischesser.“

Aber es gibt auch noch zwei weitere Gründe, die sie dazu bewegt haben, sich beim Betrieb Langhans zu bewerben. Als sie nach einer Lehrstelle suchte, gefiel ihr das Leitbild ihres Lehrbetriebes. „Zudem macht mir der

Umgang mit Menschen

Spaß“, sagt die 25-Jährige. Bei Carolin Kath waren es ähnliche Gründe, Bäckereifachverkäuferin zu werden. Sie hatte vom Betrieb Will nur Positives gehört und unterschrieb sofort, als der ihr die Möglichkeit einer Ausbildung gab. „Ich habe immer schon gerne gebacken“, sagt die 23-Jährige. Und warum dann nicht Backstube? „Weil das Verkaufen, der

Umgang mit Menschen

, noch mehr Freude macht“, sagt Carolin Kath.

„Sie haben mit der Gesellenprüfung eine für ihre berufliche Zukunft wichtige Hürde genommen“, sagte Obermeister Krekel. Auf diese Leistung könnten alle stolz sein und darauf ihre berufliche Zukunft aufbauen. Wer seine Ausbildung bis zum Ende mit Fleiß durchgezogen habe, der habe künftig auch die besten Chancen, glaubt Krekel. Der Obermeister betonte aber auch, mit der Aushändigung des Gesellenbriefes dürfe die Lust am Lernen nicht aufhören. Sie sei unabdingbare Voraussetzung für einen weiteren beruflich erfolgreichen Weg.

Der Obermeister sieht es allerdings mit Sorge, dass in Deutschland aktuell zu wenige junge Menschen in duale Ausbildungen im Handwerk absolvierten. Er warnte: „Obwohl die Zahl der Berufstätigen in Deutschland wächst und wächst, sind ausgebildete Fachkräfte am Arbeitsmarkt schwerer zu finden als saubere Dieselautos.“ Krekel bedauerte auch, dass nur noch 25 Prozent der Betriebe junge Menschen ausbildeten. Er nannte die Ausbildung auch ein Stückchen „gesellschaftliche Verantwortung“ des Handwerks. Zudem könnten nach seinen Ausführungen 15 Prozent der Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, obwohl die Zukunftschancen von Junggesellen gut seien und 66 Prozent nach bestandener Prüfung von den Lehrbetrieben übernommen würden.

Obermeister Stath meinte, kein anderes Handwerk habe mehr Verantwortung für die Menschheit. Denn es gehe um Lebensmittel, die zum Leben, Erleben und Überleben der Menschheit erforderlich seien. „Dass man es sich schmecken lässt oder gar genießt, dazu trägt unser Beruf einen großen Anteil bei“, sagte Stath.

Weitere erfolgreiche Prüflinge Bäcker-Innung: Bäcker: Abdul Ahmad (Idstein), Alexandro Labandeira (Staffel), Nadine Ordonez Vinuesa (Villmar), Jakob Sieg (Niederneisen), Jonas Köhler (Runkel), Florian Wittig (Singhofen), Jonas Zettl (Weilburg); Fachverkäuferinnen: Sultan Sentürk (Weilmünster), Georgiana Visanoae (Limburg), Danielle Lein (Weilmünster), Cynthia Spriestersbach (Hünstetten); Fleischer-Innung: Fleischer: Marc Hoffmeister (Nentershausen); Fachverkäufer: Michael Sekula (Limburg), Rafaele Crispino (Wiesbaden), Noah Goßmann (Merenberg), Anja Jeckel (Idstein), Tatjana-Michelle Neu (Weilburg), Victoria Weinstabel (Idstein).

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