Es geht los: Bernd Thieme (Förderverein), Verena Schmehl, Ulrich Schmitt, Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Markus Wirth, Heinz Eufinger (Geschäftsführer Baufirma Heus), Markus Bardenheier und Bauleiter Frank Zei (von links) beim symbolischen Spatenstich.
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Es geht los: Bernd Thieme (Förderverein), Verena Schmehl, Ulrich Schmitt, Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Markus Wirth, Heinz Eufinger (Geschäftsführer Baufirma Heus), Markus Bardenheier und Bauleiter Frank Zei (von links) beim symbolischen Spatenstich.

Erster Spatenstich am Reckenforst

Frisches Grün statt "Rumpelplatz" für Hessenligisten

  • VonRobin Klöppel
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Kosten von fast 350 000 Euro in Dietkirchen: Die Stadt Limburg trägt den Löwenanteil.

Limburg -Beim TuS Dietkirchen hat gestern durch den symbolischen Ersten Spatenstich das Projekt neuer Naturrasen am Reckenforst begonnen. Ab dem neuen Jahr soll der Platz den Fußballern dann wieder zur Verfügung stehen, wie Architekt und Zweiter Vorsitzender Markus Bardenheier betonte.

Der TuS hat zwar noch einen Kunstrasen zur Verfügung, aber aufgrund der vielen Jugendteams ist ein Platz zu wenig. Außerdem wird er auch als Spielort für die Dietkirchener Hessenliga-Fußballer benötigt. Ein schlechter Platz sei natürlich ein Heimvorteil gegenüber den Gegnern und habe in der Vergangenheit sicher auch den einen oder andere zusätzlichen Punkt gebracht, meinte Erster Vorsitzender Ulrich Schmitt. Doch habe die Sportpresse schon über den Dietkircher "Rumpelplatz" gespöttelt.

Der neue Platz wird 344 000 Euro kosten, wovon die Stadt Limburg 211 000 Euro übernimmt. Das Land Hessen beteiligt sich mit 60 000 Euro, der Landkreis mit 18 510 Euro. Schmitt dankte Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) und Ortsvorsteher Markus Wirth (CDU), die Fürsprecher des Projektes in der Stadtpolitik gewesen seien. Ebenfalls dankte er Verena Schmehl von der Stadtverwaltung mit einem Blumenstrauß, die das Projekt engagiert betreue.

Einen Rasenplatz gebe es auf dem TuS-Sportgelände seit 1979, damals noch neben einem Hartplatz. Damals sei es für ein kleinen Ort wie Dietkirchen etwas Besonderes gewesen, gleich zwei Fußballplätze zur Verfügung zu haben. Markus Bardenheier erklärte, dass der neue Platz nötig gewesen sei, weil der alte irgendwann gefährlich geworden sei. Unter dem Platz seien sehr viele Maulwürfe aktiv gewesen, so dass es viele Unebenheiten gegeben habe. Zudem habe der Platz ein Gefälle besessen.

Kürzer, aber

dafür breiter

Beim zukünftigen Zuschnitt des Platzes wird dieser laut des Architekten etwas an Länge verlieren, dafür jedoch an Breite gewinnen. Die Hecken seien weggekommen, und es gebe drumherum einen neuen Zaun, so Bardenheier. Vom Platz aus habe man eine wunderschöne Sicht auf Taunus, Feldberg und die Lubentiuskirche, um die den TuS sicher viele beneiden würden. Bardenheier sagte, dass das ein toller Platz werde und der Verein sehr dankbar über die Fördermittel sei.

Bürgermeister Hahn lobte Bardenheier, weil er als Vereinsaktiver auf sein Architektenhonorar verzichte. Und er lobte den TuS für seine Jugendarbeit. Gerade nach Corona sei es wichtig, der Jugend wieder eine Perspektive zu bieten. Von daher sei das Projekt in den städtischen Gremien von Anfang an unumstritten gewesen, betonte der Limburger Verwaltungschef. Jeder städtische Cent für die Jugendarbeit sei gut angelegt. Beim TuS bewege sich was. Der Verein sei sehr gut aufgestellt, "ein Aushängeschild der Stadt". Und natürlich brauche auch ein Hessenliga-Team einen anständigen Platz.

Ortsvorsteher Wirth machte deutlich, dass der TuS weit mehr als ein Fußballverein sei. Er hätte auch viele andere Sportarten, die nebenan im Bürgerhaus betrieben würden. Zudem biete er nicht nur der Dietkircher Jugend vielfältige Sportangebote. Auch viele Kinder aus anderen Stadtteilen seien im TuS aktiv. Vorsitzender Schmitt sagte, die ganzen Kinder würden "mit den Hufen" scharren, endlich nach dem Corona-Lockdown wieder rauszukommen, Sport zu treiben und ihre sozialen Kontakte pflegen zu können. Der TuS suche aktuell noch Übungsleiter im Kinderturnen und Tanzen, um die Nachfrage bewältigen zu können. Der Vorsitzende bat die Stadt, möglichst keine Fremdveranstaltungen mehr im Bürgerhaus zu genehmigen, die wichtige Übungsstunden blockierten. Blutspenden sei auch wichtig, doch Schmitt findet, dass solche Aktionen anderswo stattfinden könnten. Hessenliga-Trainer Thorsten Wörsdörfer machte deutlich, dass das Erfolgsgeheimnis des TuS sei, eine große Familie zu sein. Die Kinder- und Jugendarbeit im Verein zahle sich sichtlich aus.

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