Landtagswahl

"Für Stabilität": CDU-Kandidaten werben bei Senioren Union

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Bei der Limburger Senioren Union haben die CDU-Kandidaten für den Landtag und das Amt des Landrats gesprochen. Sie sehen Region und Land zwar gut aufgestellt, haben aber auch noch Ideen.

CDU-Landratskandidat Michael Köberle und Landtagsabgeordneter Joachim Veyhelmann haben bei einer Podiumsdiskussion auf Einladung der Senioren Union Limburg ihre Ideen und Meinungen im „Thing“ vorgestellt. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christian Wendel riet dort den älteren Mitbürgern, dass sie am 28. Oktober beide Kandidaten und die CDU wählen müssten, wenn sie weiter stabile Verhältnisse im Land und Kreis wollten.

Veyhelmann sagte, es sei wichtig, den Menschen der Region die Möglichkeit zu geben, in ihren Heimatorten zu bleiben. Dafür seien mehr Arbeitsplätze in ländlichen Kommunen vonnöten und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Die vorhandene Infrastruktur wie kleine Schulen und Kindergärten müsste erhalten bleiben. Dorfläden müssten eröffnet werden, damit sich auch ältere Menschen weiter alleine mit Lebensmitteln versorgen könnten.

Köberle sagte, was CDU-geführte Kommunen leisten könnten, zeige sich in Mengerskirchen, wo in zehn Jahren 1500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Dort seien auch die Kindergartengebühren komplett frei. „Ich will den Kreis weiter nach vorne bringen, das Miteinander stärken und die Probleme abarbeiten“, sagte Köberle. So müssten im Kreis künftig Straßensanierungen kontinuierlich laufen. Jede Straße müsse alle 25 bis 30 Jahre neu gemacht werden, damit alles in einem vernünftigen Zustand bleibe. In Sachen Modernisierung von Schulen sei unter Manfred Michel als Landrat alles abgearbeitet worden, so dass der Landkreis eine Vorbildfunktion für ganz Hessen einnehme.

Veyhelmann ergänzte, dass es in Hessen trotz „anderslautender Lügen“ politischer Gegner und Gewerkschafter keinen Unterrichtsausfall mehr gebe. Die Landesregierung wolle weitere Ganztagesangebote an Schulen machen, aber niemandem Ganztagsunterricht aufdrücken. Auch sollten reine Gymnasien und Förderschulen nicht abgeschafft werden. Jeder solle das Schulmodell bekommen, das er benötige.

Peter Licht, Vorsitzender der Senioren Union, fragte, wie die beiden Kandidaten das Problem mit der ärztlichen Versorgung auf dem Land in den Griff bekommen wollten. „Wir müssen wieder mehr junge Menschen zu Ärzten ausbilden“, sagte Köberle. Genügend Interessenten seien da. Mobile Arztpraxen könnten helfen, zum Teil auch die Möglichkeiten der Telemedizin. Der Kreis könne auch die Schaffung neuer Medizinischer Versorgungszentren unterstützen.

„Das Land stellt mittlerweile Medizin-Studienplätze für Interessenten ohne Einser-Abi und ohne lange Wartezeiten zur Verfügung, um den Ärztemangel zu beseitigen“, sagte Veyhelmann. Die geförderten Studenten müssten sich als Gegenleistung allerdings verpflichten, die ersten Jahre nach erfolgter Ausbildung auf dem Land als Ärzte tätig zu werden. Hausbesuche müssten auch nicht immer ausgebildete Ärzte machen. Wenn es nur um das Wechseln eines Verbandes gehe, könne das auch eine Gemeindeschwester tun. Auf keinen Fall könne es das Ziel sein, heimische Patienten in private Kliniken in die Großstädte zu schicken und die guten beiden heimischen Krankenhäuser in Limburg und Weilburg zu schwächen.

Zum Thema öffentliche Sicherheit meinte Veyhelmann, dass die wirkliche Sicherheit der Bürger viel höher sei, als viele im Internet und auf der Straße behaupteten. In Limburg-Weilburg seien, weil das Land Jahr für Jahr zusätzliche Polizisten einstelle, längst mehr Streifen auf der Straße. Das mache sich an den sinkenden Zahlen an Wohnungseinbrüchen oder Handtaschendiebstählen bemerkbar und einer Aufklärungsquote an Straftaten von 63 Prozent.

Michael Köberle ergänzte, dass der heimische Landkreis auch in Sachen Versorgung mit Rettungsdiensten sowie Brandschutz hervorragend aufgestellt sei. Diese Strukturen müssten erhalten bleiben und weiter gefördert werden. Was den Kreishaushalt angeht, möchte der CDU-Landratskandidat weiter in Schulen, Straßen und sonstige Infrastruktur investieren und trotzdem ausgeglichene Haushalte vorlegen.

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