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Grüne und CDU im Ortsbeirat sehen an diesem Zebrastreifenin der Zepellinstraße in Blumenrod dringenden Handlungsbedarf.

Fußgängerampel statt Zebrastreifen

Politik reagiert auf tödlichen Verkehrsunfall in der Limburger Zeppelinstraße

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Einen tödlichen Verkehrsunfall in der Zeppelinstraße in Limburg nehmen die Fraktionen von Grünen und CDU im Ortsbeirat Innenstadt zum Anlass, eine Fußgängerampel zu fordern. Anfang Februar war auf einem Zebrastreifen eine 62-jährige Frau angefahren worden.

Limburg - Es war ein sonniger, frostiger Wintermorgen, als am Montag, 4. Februar, eine 62-jährige Frau aus einem Wohngebiet in Blumenrod auf einen bei Spaziergängern, Anwohnern und Joggern beliebten Pfad einbog und Richtung Zeppelinstraße ging. Sie überquerte den Zebrastreifen nicht weit von der Domäne Blumenrod entfernt und wurde von einem 20-jährigen Autofahrer erfasst. Sie stürzte zu Boden und musste aufgrund ihrer schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik nach Gießen geflogen werden. Der junge Mann war in Richtung Osten unterwegs und bemerkte die Fußgängerin augenscheinlich zu spät, wie die Polizei vermerkt. Um diese Uhrzeit, gegen 9 Uhr, stand die Sonne noch sehr tief.

Ein paar Tage später erlag die Frau ihren schweren Verletzungen. Aus dem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung wurde der Vorwurf der fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Autofahrer sind nach Angaben ihres Sprechers Hans-Joachim Herrchen noch nicht abgeschlossen.

Auf Initiative von Barbara Sylla-Belok (Grüne) setzen sich die Fraktionen von Grünen und CDU im Ortsbeirat dafür ein, an dieser Stelle eine Bedarfsampel für Fußgänger einzurichten. Aufgrund des tödlichen Verkehrsunfalls sehen die Kommunalpolitikerin und Ortsvorsteherin Siggi Wolf (CDU) „dringenden Handlungsbedarf, zumal viele Bürgerinnen und Bürger, die diesen Zebrastreifen täglich überqueren müssen, von kritischen Situationen berichten, die sie selbst an diesem teils unübersichtlichen Übergang erlebt haben“. Autofahrer würden sich zumeist mit hoher Geschwindigkeit nähern und Fußgänger häufig „nicht oder erst in letzter Sekunde wahrnehmen“.

Zwar handelt es sich bei der Zeppelinstraße um eine Kreisstraße, aber Baulastträger ist schon seit mehreren Jahren die Stadt. Ordnungsamtsleiter Paul Müller teilt mit, ein Zebrastreifen könne nicht um eine Fußgängerampel ergänzt werden. Wenn eine Ampel installiert werden könne, gehe das nur ohne einen Zebrastreifen.

Barbara Sylla-Belok hatte die 62-Jährige kurz vor dem tragischen Unfall noch auf dem Pfad gesehen, weil sie mit ihrem Hund dort spazieren ging. Nach einer kurzen Begrüßung lief sie ein Stück weit hinter der Frau. Kurz darauf ertönte ein Schrei.

Immer wieder kommt es im Kreis Limburg-Weilburg zu schweren Verkehrsunfällen, wie erst im Januar auf der L317. Hier musste das Unfallopfer von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden.

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