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Es gibt einen erheblichen Sanierungsstau im Tierheim.

Einrichtung in finanzieller Not

Wie geht es weiter mit dem Tierheim Limburg?

Hilfe für den in Not geratenen Tierschutzverein ist in Sicht, aber es gibt keine schnelle Lösung. Am Dienstag saß der Vorstand mit Vertretern mehrerer Kommunen an einem Tisch.

„Bürgermeister und Tierschutzverein wollen Zukunft des Tierheims sichern.“ So lautet das Fazit eines Gesprächs mehrerer Bürgermeister am Dienstag im Tierheim. Die drei Bürgermeister Thomas Scholz (Mengerskirchen), Silvia Scheu-Menzer (Hünfelden) und Horst Kaiser (Elz), der 1. Stadtrat Michael Stanke (Limburg) und der 1. Beigeordnete Ingrid Friedrich (Elz) berieten zwei Stunden lang, wie die prekäre Situation im Tierheim Staffel abgewendet werden kann. Horst Kaiser, als Vertreter der Bürgermeister im Beirat des Tierschutzvereins, fasst das Gesprächsergebnis zusammen.

Vorrangig sei die Instandsetzung der Gebäude und hier ganz besonders der maroden Dacheindeckungen. Ein Mitarbeiter der Stadt Limburg werde die Gebäude eingehend begutachten und die Mängel dokumentieren. Danach müssten Sanierungskonzept und Finanzierungsplanung entwickelt werden.

Ein anderes Problem ist laut Kaiser der operative Betrieb des Tierheims. Um eine ausreichende Finanzierung sicherzustellen, sollen „alle Möglichkeiten einer Einnahmesteigerung“ geprüft werden. Weitere Details will Kaiser nicht nennen. Die Beratungen zögen sich sicher bis ins nächste Jahr, sieht das Beiratsmitglied keinen raschen Lösungsansatz. Der Tierschutzverein sei „kein Verein wie jeder andere“, erklärt der Elzer Bürgermeister – schon allein wegen der Betriebsführung des Tierheimes. Der Verband nehme eine wichtige Aufgabe für alle Kommunen des Landkreises wahr, „indem er sich um Fundtiere und Tiere, die nicht mehr versorgt werden können, kümmert, wenn nötig, eine ärztliche Versorgung sicherstellt und die Tiere gut versorgt“. Gerade die ärztliche Versorgung der Bewohner verschlinge aber erhebliche Summen. Schließlich stehe der Verein auch gegenüber den neuen Haltern in der Pflicht.

Über Zahlen sei nicht gesprochen worden. Aber die Kommunen überweisen dem Verein jährlich etwa 160 000 Euro, was etwa 60 Prozent der Kosten entspreche. „Diese Kosten werden von denen verursacht, die nicht vernünftig mit Tieren umgehen.“ 40 Prozent müssen über Vermittlungsgebühren und Spenden reinkommen. Deshalb sei es wichtig, sich kontinuierlich um neue Sponsoren zu bemühen und in der Öffentlichkeit für das Anliegen zu werben.

Kaiser: „An dieser Stelle gilt es dem Vorstand des Tierschutzvereins einmal ganz herzlich Dank zu sagen.“ Nicht zuletzt durch „das große Engagement des Vorstands konnte eine namhafte Spendensumme eingeworben werden, um den Betrieb sicherzustellen“. Kaiser dankt allen Sponsoren und Spendern. Insbesondere für die Instandsetzung und weitere Verbesserungen der Unterbringung würden aber weitere Zuwendungen benötigt.

Autorisiert für die Annahme von Spenden seien ausschließlich die Vorstandsmitglieder Adelheid Noble und Hartmut Grohmann. cris

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